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IPTV – Data centres for illegal streaming services

For this ad hoc study, FDS File Defense Service and the IVD took a closer look at the intermediaries of the illegal IPTV streams. For this purpose, 25 relevant websites were examined. The sites regularly provide playlists in the form of M3U files (station and channel lists).

Such channel lists bring together a channel of IPTV streams and a receiver in a very convenient way. The M3U file is simply loaded into a program and the customer can see the channel lists and gets access to the channels in his program.
It becomes even more convenient with set-top boxes. Very often these are so-called KODI boxes, which then “conjure” the content on the TV screen.

The “free of charge” business model is used by such websites to distribute M3U files in order to lure in customers. Normally, M3U files have a very short lifetime (12 to 24 hours). Therefore, the user has to renew them permanently to use the free services. To avoid this hassle customers can simply pay a subscription fee. These illegal subscriptions cost only a fraction of the price of legal offers. For a mere € 10 or less a month there are hundreds of channels, including many Pay-TV channels.
This is not surprising because the distributors do not have any procurement costs for the content they market.

This study is based on approximately 45,000 transmitter and channel lists which are distributed by 25 web pages. These lists led to 211,000 analyzable illegal IPTV streams which were subsequently analyzed by origin (the data centre). In addition, the data home of the M3U Files distributing websites were examined. In the case of data centres spread over several countries, the headquarters of the main company was taken as the country of origin. IPTV – Data centres for illegal streaming services weiterlesen

Kleine Anfrage zum Umgang mit Fernsehpiraterie

Die FDP-Fraktion des Bundestags will in einer Kleinen Anfrage (19/5146) wissen, wie die Bundesregierung illegale Streaming- und Download-Angebote einschätzt.
Insgesamt enthält die Anfrage 18 Fragen zu Themen wie

  • wirtschaftliche Bedeutung illegaler Streaming- und Download-Angebote,
  • Interessen der Allgemeinheit (u.a. Möglichkeit verringerter Steuereinnahmen),
  • Umgehung von Jugendschutzregelungen,
  • Möglichkeiten, der Rechtsdurchsetzung,
  • Internetsperren oder auch
  • Geschäfts- und Finanzierungsmodelle, die hinter den „fully loaded“ Boxen stehen.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/051/1905146.pdf

 

Großbritannien: 5 Jahre Haft für Betreiber eines illegalen Streaming-Dienstes

Ein britisches Ehepaar hat über 8.000 illegale Streaming-Geräte verkauft und einen eigenen Streaming-Service eingerichtet, um illegalen Zugang zum Fußball der Premier League zu ermöglichen. Sie erzielten damit £750,000 Umsatz. Jetzt werden sie für fünf Jahre und drei Monate inhaftiert.
https://www.fact-uk.org.uk/five-year-jail-sentence-for-operator-of-major-illegal-streaming-service/

Studie zu illegalem Streaming während der Fußball-WM

Während der Fußball-WM hat Viaccess-Orca das illegale Streaming untersucht und detaillierte Fakten über die Anzahl der illegalen Streams, Host-Domains und Links herausgefunden. So zeigen die Ergebnisse u.a. die wichtigsten Quellen und Speicherplätze der Streams für 5 ausgewählte Spiele:

TOTAL NUMBER OF LINKS ON THE TOP 5 HOSTER DOMAINS
By hoster domains, we refer to a site that hosts illegal videos, either directly or through or behind a protector used as a proxy.
TOP 5 – LINK HOSTER DOMAINS
1. Facebook 1762 links
2. Emb.aliez.me 699 links
3. 0eb.net 401 links
4. Youtube 364 links
5. Cdn.Livetvcdn.net 168 links Studie zu illegalem Streaming während der Fußball-WM weiterlesen

MUSO-Report: Piraterie wächst weiterhin

Die Firma MUSO berichtet, dass in 2017 die weltweite Piraterie um 1,6 Prozent gestiegen ist. Insgesamt wurden 300,2 Milliarden Besuche auf Piraterie-Webseiten erfasst; davon:
TV-Inhalten (106,9 Milliarden),
Musik (73,9 Milliarden) und
Film (53,2 Milliarden).

Die USA verzeichnete die meisten Besuche auf Piraterieseiten (27,9 Mrd.), gefolgt von der Russische Föderation mit 20,6 Mrd. Besuchen. Deutschland liegt auf Platz 9 mit 10,2 Mrd. Besuchen.

Die Daten zeigen zudem, dass 53 Prozent aller Piraterie auf unlizenzierten Streaming-Plattformen stattfindet.

https://www.muso.com/magazine/global-piracy-increases-throughout-2017-muso-reveals/

Kundendaten von Pirateriestreamingdienst im Netz

Nach einem Bericht von Tarnkappe ist ein aktuelles Backup des illegalen Streamingdienstes Watchhd.to im Netz aufgetaucht.
Tarnkappe hat sich das Archiv angesehen und unzählige Daten gefunden die zur Ermittlung der Downloader führen können, darunter Einträge von über 4.000 zahlenden Kunden mit Abo-Daten und Nummern von PaysafeCards und Amazon-Gutscheinen.

https://tarnkappe.info/watchhd-to-gehackt-backup-mit-userdaten-im-netz-aufgetaucht/

Niederlande: Gericht verpflichtet Rechenzentrum zu Sperren

Der Gerichtshof von Den Haag hat den Internet-Service-Provider Ecatel dazu verpflichtet, illegale Streams der Premiere League binnen 30 Minuten für die Dauer des Spiels abzuschalten.
Ecatel diente als Data Center für Kunden, die illegale Sportstreams verbreiteten und nicht auf Löschaufforderungen reagierten.
Bei Verstößen droht eine Strafe in Höhe von 5.000 Euro je Verstoß bis zu einem Höchstbetrag von eineinhalb Millionen Euro.

Die Ausrede Ecatels, dass Fußballspiele keine urheberrechtlich geschützten Werke seien, akzeptierte das Gericht nicht und stufte Ecatel als Vermittler im Sinne Urheberrechts ein.

Das Gericht war zudem der Meinung, dass ein solcher Beschluss die Freiheit, ein Unternehmen in seinem Kern zu führen, nicht beeinträchtigt. Der Aufwand und die Kosten wären gering, und der Effekt der Sperrung von illegalen Inhalten kann durch eine angemessene Kündigungspolitik gelöst werden. Nach Ansicht des Gerichtshofs wird auch die Informationsfreiheit hinreichend gewahrt, da die Anordnung nur für die Dauer der beanstandeten Streams gilt.
Auch wenn Ecatel seine Geschäftstätigkeit eingestellt hat, hat das Urteil entsprechende Auswirkungen auf andere Rechenzentren.

https://www.boek9.nl/items/iept20180124-rb-den-haag-premier-league-v-ecatel

https://torrentfreak.com/court-orders-hosting-provider-to-stop-pirate-premier-league-streams-180126/

USA: TV-Anbieter geht gegen illegale IPTV-Anbieter vor

Dish Network, ein führender US-amerikanischer TV-Anbieter mit mehr als 13 Millionen Abonnenten, hat zwei illegale Streaminganbieter in Texas und Maryland verklagt.
Dish erklärt, dass die Angeklagten wissen, dass ihre Aktivitäten illegal sind, da 32 Hinweise auf illegale Inhalte versendet wurden. Anstatt Inhalte dauerhaft zu entfernen, hätten die Angeklagten Ausweichmanöver unternommen, indem sie die Zielkanäle von anderen Orten aus übertragen hätten.
Die Klagen fordern jeweils eine permanente einstweilige Verfügung gegen den Dienst, einen Schadenersatz in Höhe von 150.000 Dollar pro registriertem Werk und die Anwalts- und Verfahrenskosten.

https://torrentfreak.com/dish-network-files-two-lawsuits-against-pirate-iptv-providers-180103/

Großbritannien: UEFA lässt illegale Streams sperren

Nach einem Bericht von TorrentFreak hat die UEFA in Großbritannien eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der sechs große ISPs ab dem 13. Februar 2018 illegal live übertragene Spiele blockieren müssen. Die Anordnung gilt bis mindestens zum 26. Mai 2018.
Die englische Premier League (EPL) hat Anfang 2017 erstmalig eine ähnliche einstweilige Verfügung des High Court erreicht.
Nach Ansicht des Richters haben die von der Premier League eingereichten Beweise gezeigt, dass sich eine solche Anordnung als sehr effektiv erwiesen habe. Zudem habe es keine Beweise für eine zu weitgehende Sperre gegeben.

https://torrentfreak.com/uefa-obtains-high-court-injunction-to-block-live-soccer-streaming-171226/

Siehe auch
http://webschauder.de/grossbritannien-weitere-sperren-gegen-sportstreaming/

Abzocke mit Streaming

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor vermeintlichen Streaming-Angeboten im Netz. Wie bei anderen Abzock-Seiten wird dem Kunden ein angeblicher Vertrag untergejubelt, bei dem angeblich mehrere hundert Euro fällig werden.
Um dies auch glaubwürdig zu machen, zitiert man in einem YouTube-Video sogar einen angeblichen Rechtsanwalt, der die Rechtmäßigkeit der Forderungen bestätigt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschuetzer-warnen-vor-betruegerischen-Streaming-Angeboten-3916946.html
(inkl. Video)