Schlagwort-Archive: Steuern

Steuerbetrug: Beschlagnahmen bei Amazon

Erstmals sind deutsche Finanzbehörden in größerem Umfang gegen den seit Jahren bekannten Mehrwertsteuerbetrug bei Amazon vorgegangen. Kurz vor Weihnachten haben Steuerfahnder Waren von knapp 100 chinesischen Händlern in Amazon-Lagern beschlagnahmt und deren Guthaben bei Amazon einfrieren lassen.

Die Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin äußert sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht, auch Amazon verweigert der Presse weitere Angaben, soll aber voll umfänglich mit den Behörden kooperieren.

Branchenexperten schätzen den Betrag, der dem Fiskus pro Jahr entgeht, auf bis zu einer Milliarde Euro. Mehr als 10.000 chinesische Händler sollen über Amazon in Deutschland ihre Waren anbieten, 432 davon sind beim Finanzamt steuerlich registriert.
Die zuständigen Behörden in Neukölln setzen gerade neun Mitarbeitern dafür ein.
Dass es auch anders geht zeigen die Briten: Kein Verkauf ohne britische Steuernummer und bei Verstößen haften die Plattformbetreiber.

http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/handel-konsumgueter/steuerbetrug-auf-onlineplattformen-zugriff-im-lager-von-amazon/20808258.html

VG Freiburg: Auskunftsrecht gegen Online-Portal

Das VG Freiburg hat entschieden, dass die Stadt Freiburg von einem Online-Buchungs-Portal, über das private Zimmer und Wohnungen angemietet werden können, Auskunft über die beim Portal registrierten Vermieter im Stadtgebiet verlangen darf, wenn aus der Beschreibung der Mietobjekte in dem Portal weder der vollständige Name und die Anschrift des Vermieters noch die konkrete Adresse des Mietobjekts ersichtlich sind.
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Bundesrechnungshof beklagt Steueroase Internet

Nach Angaben von Bundesrechnungshof-Präsident Kay Scheller entgehen dem Fiskus im großen Stil Steuereinnahmen aus dem Online-Handel. Trotz Milliardenumsätzen habe man in 2013 nur 28 Millionen Euro eingenommen.
Betroffen sei vor allem der Handel mit digitalen Gütern, also Software, Spielen und Musik. Ob Produkte steuerlich deklariert würden, sei praktisch Entscheidung des Unternehmers. Kontrollen gäbe es kaum, auch fehlen Konzepte die Lage zu verbessern. Letztendlich führe dies zu einer Schieflage im Wettbewerb.

https://www.morgenpost.de/politik/inland/article208953033/Rechnungshof-Praesident-Scheller-Internet-ist-Steueroase.html

Frankreich: YouTube soll besteuert werden – Filmförderung bekommt etwas ab

Das Unterhaus des französischen Parlaments, hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine Besteuerung der Werbeerlöse von Online-Videoplattformen wie YouTube vorsieht. Von der Steuer in Höhe von 2% der Werbeerlöse soll die Filmförderungsbehörde Centre national du cinéma (CNC) die ersten 70 Millionen Euro erhalten. Der Rest geht dann an die Staatskasse.

Bevor es soweit ist, müssen aber noch der französische Senat und die Europäische Kommission zustimmen.

http://www.kontakter.de/internationale_news/frankreich_will_werbeerloese_von_youtube_besteuern

EU-Kommission verklagt Staaten wegen illegalen Steuervergünstigungen

Die EU-Kommission hat förmliche Ermittlungen gegen Irland, Luxemburg und die Niederlande eingeleitet.
Die Länder stehen unter dem Verdacht, dass sie internationalen Firmen wie Apple oder Starbucks reduzierte Körperschaftssteuern ermöglicht haben, die gegen das europäische recht verstoßen.

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-kommission-prueft-steuerpraxis-von-us-konzernen-a-974520.html

Bundesrechnungshof befürchtet Steuerausfälle in Millionenhöhe bei Internetleistungen

Der Bundesrechnungshof hat u.a. in einer Pressemeldung darauf hingewiesen, dass es beim Verkauf von Internetleistungen (Musik, Filme, E-Books, Livecams, Software etc.), durch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU zu Umsatzsteuerausfällen in mehrstelliger Millionenhöhe kommt. Bundesrechnungshof befürchtet Steuerausfälle in Millionenhöhe bei Internetleistungen weiterlesen

Italien 1: Steuerbehörde lässt Torrent-Websites sperren

Die Guardia di Finanza aus Bergamo hat im Oktober 2013 die italienischen Internet-Provider aufgefordert, mehrere große Torrent-Websites zu sperren (1337x.org, h33t.eu, extratorrent.com, tor-renthound.com). Hintergrund ist wohl der Verlust an Umsatzsteuereinnahmen durch die illegale Verbreitung von Medieninhalten.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.gdf.gov.it/GdF/it/Stampa/Ultime_Notizie/Anno_2013/Ottobre_2013/info699713726.html
www.heise.de/newsticker/meldung/Torrent-Websites-werden-in-Italien-blockiert-1981653.html

Umsatzsteuerbetrug im Onlinehandel

Plusminus hat im März gezeigt, wie Online-Händler insbesondere aus Jersey mit Falschdeklarierungen ihre Verkäufe unter den steuerlichen Grenzwert bringen und somit die Einfuhrumsatzsteuer vermeiden. Zu Lasten des Staates und der ehrlichen Händler.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.ardmediathek.de/das-erste/plusminus/wie-online-haendler-beihilfe-zur-steuerhinterziehung-leisten?documentId=20412042