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Schweden: Haftstrafen für IPTV-Betreiber

In einer Grundsatzentscheidung hat das Stockholmer Patent- und Marktgericht drei Betreiber des IPTV-Dienstes Advanced TV Network (ATN) der Urheberrechtsverletzung und des Missbrauchs von Entschlüsselungsinformationen für schuldig befunden.
Der ATN-Besitzer wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Sohn des Eigentümers und ein weiterer Komplize wurden beide zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Darüber hinaus wurden sie aufgefordert, über 209 Millionen Schwedische Kronen (20,3 Millionen Euro) als Schadenersatz an die Rechteinhaber zu zahlen.
Das Unternehmen, das auf seinem Höhepunkt Millionengewinne erwirtschaftet und über 70.000 Kunden betreut hat, ist in Konkurs gegangen.,
Geklagt hatten die katarischen Firma beIN Sports und die albanischen TV-Gesellschaft Digitalb. Unterstützt wurden sie von der lokalen Anti-Piraterie-Organisation Nordic Content Protection.

https://torrentfreak.com/swedish-court-sentences-pirate-iptv-operators-to-prison-180710/

Schweden: Pirat zur sozialer Arbeit verpflichte, Einnahmen darf er behalten

Ein Gericht in Lund hat den 47-jährigen Betreiber von Filmfix, einer Website die kostenpflichtigen Zugang zu Torrent-Links bot, für schuldig befunden, die Verletzung des Urheberrechts begünstigt zu haben.
Der Mann wurde zu 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, kann aber die Gewinne der Seite behalten. Es gäbe keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Nutzer für Raubkopien direkt bezahlt hätten. Die zahlenden Mitglieder hatten auch Zugang zu anderen, nicht verwandten Funktionen wie Foren und Chat gehabt.

https://torrentfreak.com/pirate-site-owner-found-guilty-can-keep-profits/

EuGH zum Klageland bei Schadensersatz wegen Internetveröffentlichung

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Online-Firmen am Ort der Haupttätigkeit auf Schadensersatz klagen müssen. Es bestehe kein Recht auf eine Klagemöglichkeit im Land des Firmensitzes. Bei einer Haupttätigkeit in einem anderen EU-Staat müsse dort geklagt werden.
In dem zu verhandelnden Fall ging ein estnisches Internet-Unternehmen gegen negative Netz-Kommentare in Schwedisch auf der Seite eines schwedischen Handelsverbands vor. Estnische Gerichte hatten die Klagen nicht zugelassen, weil der Schaden in Schweden entstanden sei.
Der EuGH bestätige die Entscheidung der estnischen Richter, da die Gerichte im Mitgliedsstaat der hauptsächlichen Geschäftstätigkeit am besten beurteilen könnten, ob eine Beeinträchtigung vorläge.

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article212263427/Online-Unternehmen-koennen-nur-im-jeweiligen-Land-auf-Schadenersatz-klagen.html

MPPA benennt Rechenzentren notorischer Piraterieseiten

Die MPAA hat der US-Regierung eine neue detaillierte Liste „notorischer Webseiten“ vorgelegt. Sie enthält eine Vielzahl von Piratenseiten die fast alle versuchen durch Cloudflare ihre wirkliche Herkunft zu verschleiern. Dennoch benennt die MPAA auch ausdrücklich die Rechenzentren auf den die Piraterieseiten liegen. Dies sind:

  • Lala-Bhoola Hosting Servers (Schweden)
  • Privacy Ukraine LLC. AGCOM (Ukraine)
  • Private Layer (Schweiz)
  • 3NT Solutions (Großbritannien)
  • Neterra (Ukraine)
  • M247 (Rumänien)
  • Eweka Internet Services B.v. (Niederlande)
  • NETSAAP Transit Services (Bosnien und Herzogowina)
  • Dreamtorrent Corp. (Russland)
  • VinaHost (Vietnam)
  • Netbrella (Panama mit Servern in Schweden und den Niederlanden)

https://www.mpaa.org/wp-content/uploads/2017/10/notorious-markets-final.pdf