Schlagwort-Archive: Schadensersatz

Megavideo: 12,1 Mio. Euro Schadensersatz

Ein Gericht in Rom hat den zu Megaupload gehörenden Streaming-Dienst Megavideo zu 12,1 Millionen Schadenersatz verurteilt, da er mehr als 266 Stunden des Fernsehprogramms des italienischen TV-Senders RTI öffentlich verfügbar gemacht hat.
Das Haftungsprivileg für Provider fand keine Anwendung, da Megavideo Premium-Abos verkaufte, den Nutzern Werbung zeigte und Videos redaktionell bearbeitete. Das RTI Megaupload bei Löschaufforderungen keine konkreten Links, sondern nur Titel der Sendung, mitteilte wurde als unproblematisch angesehen.

https://tarnkappe.info/megavideo-wehrt-sich-gegen-verurteilung-121-mio-schadenersatz/

https://torrentfreak.com/court-orders-dotcoms-megavideo-to-pay-13-4m-for-tv-show-piracy-160719/

Niederlande: Filmindustrie will 1,2 Mrd. € Schadensersatz vom Staat

In einem Brief an das Justizministerium verlangen mehrere Firmen der Filmindustrie nun 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz vom Staat für die seit 2004 entstandenen Schäden.

http://tweakers.net/nieuws/107947/nederlandse-filmindustrie-wil-1-komma-2-miljard-euro-van-staat-om-piraterij.html

www.webschauder.de/niederlande-filmproduzenten-verlangen-schadensersatz-vom-staat/

Nachtrag 8.3.2016
Der niederländische Staat lehnt die Verantwortung für den Schaden ab, will aber mit den Rechteinhabern mögliche Verbesserungen diskutieren.

https://torrentfreak.com/dutch-govt-denies-blame-for-movie-piracy-losses-160307/

LG Hannover: Auskunftspflichten in Tauschbörsenfällen

Nach einem Urteil des Landgerichts Hannover muss ein Telefonanschlussinhaber wegen Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen sowohl für die Abmahnkosten als auch den Schadensersatz einstehen, da er die Täterschaftsvermutung nicht erschüttert hat.

Angeblich habe zwar ein Dritter die Urheberrechtsverletzung begangen, da der Anschlussinhaber aber keine ladungsfähige Adresse des Jugendlichen angegeben und es nicht einmal versucht habe, die Anschrift zu ermitteln, ist er der sekundären Darlegungslast nicht nachgekommen.

[LG Hannover, Urteil vom 22.12.2015, Az. 18 S 60/15]

www.wbs-law.de/abmahnung-filesharing/filesharing-abgemahnter-muss-anschrift-von-drittem-preisgeben-65617/

USA: Klage gegen Spotify wegen unbezahlter Lizenzgebühren

Wegen unerlaubter bzw. unbezahlter Verbreitung von Musik wurde Spotify  Ende Dezember auf 150 Mio. US$ Schadensersatz verklagt. Hinter der Sammelklage vor dem Central District Court of California steht der Musiker David Lowery.
Angeblich soll Spotify einen Betrag zwischen 17 und 25 Mio. US$ für noch offenen und nicht zugeordnete Nutzungen zurückgestellt haben.

www.billboard.com/articles/business/6828092/spotify-class-action-royalties-david-lowery-cracker-150-million

USA: Access Provider haftet für Rechtsverletzungen seiner Kunden

Nach zweiwöchigen Verhandlungen vor dem Bundesgericht in Virgina, wurde Cox Communications verurteilt, an BMG 25 Mio. US$ Schadensersatz zu zahlen, da das Unternehmen vorsätzlich zu Urheberrechtsverletzungen durch seine Kunden beigetragen hat. Das Unternehmen war mehrfach vorab gewarnt worden, dass Cox-Kunden Musik unerlaubt über P2P-Netze verbreiteten.
Es wird ein Berufungsverfahren erwartet.

https://torrentfreak.com/cox-is-liable-for-pirating-subscribers-ordered-to-pay-25-million-151217/

Niederlande: Filmproduzenten verlangen Schadensersatz vom Staat

Die Financial Times Niederlande berichtet, dass die niederländischen Filmproduzenten von der niederländischen Regierung Schadensersatz für die Verluste durch Piraterie verlangen. Auch wenn das Justizministerium eine entsprechende Forderung bereits abgelehnt hat, will man dennoch darauf bestehen.
Bei einem Gesamtmarktvolumen in Höhe von 500 Mio. € wird von einem Schaden in Höhe von 78 Mio. € ausgegangen.
Brisant wird die Forderung dadurch, dass die niederländische Regierung erst nach einem Urteil des EuGH aus  2014 die Straffreiheit für Downloads illegaler Inhalte beendete.

http://fd.nl/ondernemen/1119616/filmindustrie-broedt-op-weerwoord-tegen-piratensites

Niederländische Studie mit der Schadensberechnung:
http://otpnederland.nl/upload/pdf/3.%20Omdat%20het%20gratis%20is%20Consid%20CentERdat%20IViR%20small.pdf

Streamingdienst Grooveshark gibt endgültig auf

Grooveshark, ein Musik-Streamingdienst ohne Verträge, hat nach zwei gerichtlichen Niederlagen nun auch in den USA aufgeben müssen. Im Rahmen eines Vergleichs wurde die Seite geschlossen und den Klägern stehen 50 Millionen US-Dollar Schadensersatzansprüche gegen das Unternehmen Escape Media zu. Persönliche Ansprüche gegen die handelnden Personen gibt es nicht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Streamingdienst-Grooveshark-gibt-nach-Niederlage-vor-Gericht-auf-2631140.html

http://recordingindustryvspeople.blogspot.de/2015/05/umg-v-grooveshark-settled-no-money.html