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Whois, Fake-Daten, ICANN und die DSGVO

Ein aktueller Heise-Artikel zeigt das Chaos um die zukünftigen Whois-Daten und deren Veröffentlichung.

Die ICANN hat immer noch nicht geklärt, welche Daten gesammelt und dann in Übereinstimmung mit der Datenschutzgrundverordnung ab Ende Mai veröffentlicht werden dürfen.
Chaos gibt es aber nicht nur beim Inhalt sondern auch bei den Speicherorten. So hat ein deutscher Registrar schon ein Datenschutzproblem, wenn die ICANN die Daten in irgendwelchen Drittländern speichert.

eco als Verband mit Mitgliedern, die massiv an Rechtsverstößen im Netz verdienen, will das Problem lösen in dem möglichst wenig Daten gespeichert werden. Dem widersprechen die EU-Kommission und Europol.

Etwas aus dem Blick gerät dabei, dass man die Internetwirtschaft erst einmal zwingen sollte, valide Daten zu erheben. Das sich kommerzielle Internetseiten noch hinter Anonymisierungsdiensten aus Panama verstecken dürfen oder sich bei Registraren sich mit Fakedaten anmelden können, ist wenig hilfreich.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Konferenz-Einschnitte-bei-Whois-Datensammlungen-bereiten-Probleme-3977835.html

USA: Pubfilm muss 20 Mio. US-$ zahlen

Ein New Yorker Bundesgericht hat ein Versäumnisurteil gegen die Piraterie-Streaming-Seite Pubfilm erlassen. Den Filmstudios wurden fast 20 Millionen Dollar an Schadensersatz zugesprochen und die Domainnamen der Website werden dauerhaft beschlagnahmt.
Einer der Hauptdomain-Namen die Pubfilm verwendet ist derzeit die isländische is Kennung. In der Vergangenheit hat die isländische Domain-Registrierungsstelle ISNIC TorrentFreak mitgeteilt, dass man nur auf Aufforderung isländischer Gericht tätig werde.

https://torrentfreak.com/mpaa-wins-19-8-million-from-pirate-site-pubfilm-180119/

USA: Domains beschlagnahmt – Privacy-Dienste müssen Auskunft geben

Ein US-Bundesbezirksgericht hat entschieden, 43 Internetdomains über die nicht genehmigte Videostreams abrufbar waren, unter die Kontrolle des philippinischen Medienkonzerns ABS-CBN zu stellen.

Die Registrare müssen die Domains binnen eines Tages an einen vom Kläger ausgesuchten Registrar übertragen. Sollten sie dies nicht tun, sollen die Registrys binnen fünf Tagen aktiv werden.

Zudem müssen etwaige Privacy-Dienste die wahre Identität der bisherigen Domaininhaber preisgeben.

https://torrentfreak.com/us-court-orders-dozens-of-pirate-site-domain-seizures-170927/

https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Gericht-laesst-43-Streaming-Domains-umleiten-3845580.html

Luxusmarken: Gern genutzt für Betrugdomains

Eine aktuelle Studie von DomainTools und Farsight Security hat untersucht, inwieweit die Namen von acht führenden Luxusmarken (Chanel, Gucci, Cartier, Prada, Givenchy, Hermès, Burberry und Louis Vuitton) bei Domains genutzt werden. Insgesamt hat man zu den acht Marken 538 registrierte Domains gefunden, die in irgendeiner Form diese Markennamen verwenden und höchstwahrscheinlich betrügerisch sind.
Tim Helming, Director of Product Management bei DomainTools, sagt, das Problem liegt auch an den lockeren Standards der Domain-Registrare, die sich nicht darum kümmern, wer den Namen kauft.

http://www.adweek.com/brand-marketing/luxury-brands-just-got-one-more-reason-to-hate-the-internet-spoofing/

USA: Breite gerichtliche Verfügung gegen zu erwartende Rechtsverletzungen beim Sport-Streaming

Ein Bundesgericht in Texas hat u.a. Registrare verpflichtet, mehrerer Domains für illegales Sport-Streaming vorläufig abzuschalten, um zu erwartenden Rechtsverletzungen vorzubeugen.
Die Verfügung ist breit angelegt und verbietet jede Zusammenarbeit mit diesen Seiten. Sie betrifft somit nicht nur Registrare sondern auch Rechenzentren, CDN-Services und Werbetreibende. Sie gilt aber erstmal nur bis zum Ende der indischen Kricket-Liga-Saison.

https://torrentfreak.com/texas-court-orders-temporary-pre-piracy-shutdown-of-sports-streaming-sites-170513/

USA: Domain Privacy Dienste müssen Seiteninhaber benennen

Ein Gericht in Florida hat entschieden, dass Registrare 19 Domains von illegalen Streamingdiensten an einen anderen Registrar übergeben müssen. Bis dies durchgeführt ist, muss statt der Seite die Gerichtsendscheidung angezeigt werden.
Sollte dies scheitern, sind die Top Level Domain für die Abschaltung verantwortlich.

Zudem wurden Domain Privacy Agenturen, die dafür sorgen, dass der wirkliche Inhaber der Seite anonym bleibt, verpflichtet, die Inhaber der Seiten zu benennen.

Über die Seiten finden umfangreiche Urheberrechts- oder Markenrechtsvertöße zu Lasten des Antragstellers, dem phllipinische Unternehmen ABS-CBN, statt.

https://torrentfreak.com/us-court-orders-registries-seize-control-of-pirate-domains-170508/

Urteil unter:
http://servingnotice.com/B5C4GF0/index.html

 

 

 

Luxemburg: Registrar muss Streamingseite abstellen

Der Registrar EuroDNS wurde von einem Luxemburger Gericht gezwungen, die Internetseite Putlockers.ch zu übernehmen. Putlocker ist ein beliebter illegaler Streamingdienst.
Mit der Übernahme konnte verhindert werden, dass die Seite einfach der Registrar wechselt.
EuroDNS hat den Kunden darüber informiert.

https://torrentfreak.com/swedish-internet-users-face-new-wave-of-piracy-cash-demands-170225/

Registrare weigern sich die Domain thepiratebay.org abzuschalten

Ein Koalition verschiedenen Medienverbände und -unternehmen haben sich an die amerikanische Public Interest Registry (PIR – zuständig für org-Domains) gewandt, um eine Abschaltung der Domain thepiratebay.org zu erreichen. Sie verweisen dabei auf diverse Gerichtsurteile aus verschiedenen Ländern, die die Illegalität der Seite bescheinigen.
PIR weigert sich und hat das Gesuchen an den kanadischen Registrar easyDNS weitergeleitet, der sich ebenfalls weigert, da die eigenen Geschäftsbedingungen keine Maßnahmen bei Urheberrechtsverletzungen vorsehen würden.

https://torrentfreak.com/riaa-fails-take-pirate-bay-domain-now-160606/
https://torrentfreak.com/copyright-group-hypocrite-org-registry-should-ban-the-pirate-bay-160606/

Schweden: Endlich Schluss mit schwedischen Piratbayseiten?

Bezüglich der Registrierung der Domains ThePirateBay.se und PirateBay.se hat nun auch das Berufungsgericht entschieden, dass Punkt.se die Seiten an den Staat abzugeben hat. Allerdings bestätigte das Berufungsgericht auch die fehlende Mitschuld von Punkt.se an den Urheberrechtsverletzungen.

Die Übergabe könnte noch verzögert werden, weil Pirate-Bay-Mitgründer Frederik Neij nicht mehr Besitzer der Seite ist und gegen die gerichtlich entschiedene Zuweisung des Besitzes Berufung einlegen will.

http://futurezone.at/digital-life/pirate-bay-muss-domains-abgeben/198.374.088