Schlagwort-Archive: Produktpiraterie

LG Düsseldorf: Einstweilige Verfügung gegen Amazon

Da Amazon mehrere Anzeigen bei Google-Suchen mit Begriffen wie „Brikenstock“, „Birkenstok“ oder „Bierkenstock“ geschaltet hat und diese u.a. auf Amazon-Angebote mit gefälschten Produkten verwiesen, hat das Landgericht Düsseldorf im Rahmen einer einstweiligen Verfügung Amazon verboten, Tippfehler-Werbung bei Google zu schalten, die den Verbraucher in die Irre führen könnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-hat-ein-verbot-gegen-amazon-durchgesetzt-a-1185439.html

Amazon: Birkenstock ist nicht das einzige Problem

Zum 1. Januar 2018 wird Birkenstock seine Geschäftsbeziehung mit Amazon beenden, da der Onlinehändler nicht angemessen gegen Produktfälschungen vorgeht.
Amazon widerspricht der Darstellung Birkenstocks nicht, sondern verweist lapidar auf die geltenden Regeln: „Amazon duldet keine gefälschten Produkte, deren Angebot auf Amazon Marketplace ist laut unseren Teilnahmebedingungen nicht erlaubt.“
Dies wohl aus gutem Grund, denn Amazons Problem mit gefälschten Produkten ist kein Einzelfall, wie der Spiegelartikel
„Was hinter dem Birkenstock-Abgang bei Amazon steckt“
zeigt.
Ob sich Amazon aber wirklich auf die Ausnahmeregeln der E-Commerce-Richtlinie beziehen darf, bleibt fraglich. Spätestens dann, wenn wie das „Wall Street Journal“ berichtet, Originalartikel mit Fälschungen zusammen gelagert werden, gibt es eine aktive Beteiligung Amazons und dann ist Amazon selber der Verbreiter der Raubkopien.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/birkenstock-vs-amazon-aerger-um-gefaelschte-produkte-a-1182710.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-legt-sich-mit-amazon-an-a-1182571.html

https://www.wsj.com/articles/on-amazon-pooled-merchandise-opens-door-to-knockoffs-1399852852

Identitätsdiebstahl und Produktpiraterie

Im Rahmen einer neuen Kampagne weist die britische Polizeieinheit PIPCU darauf hin, dass seit 2014 mehr als 28.000 Webseiten, die Fälschungen verkauften, geschlossen wurden. Unter diesen 28.000 Seiten waren über 4.000 mit gestohlenen Identitäten registriert worden.
Die PIPCU hat 400 Personen, deren Identität gestohlen und bei der Erstellung krimineller Websites genutzt wurden, darüber informiert. Zwischen April 2016 und März 2017 gingen über 15.000 Meldungen im Zusammenhang mit Identitätskriminalität ein.

http://news.cityoflondon.police.uk/r/915/new_pipcu_campaign_warns__there_s_more_at_stake_w

OECD und EUIPO veröffentlichen Studie

Eine Studie von EUIPO und der OECD befasst sich mit den Herkunftsländern und den wichtigsten Transportwegen für Produktfälschungen:

Quelle: https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384

Die komplette Studie „Mapping the Real Routes of Trade in Fake Goods“ findet sich unter
https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/observatory/documents/reports/Mapping_the_Real_Routes_of_Trade_in_Fake_Goods_en.pdf

https://twitter.com/OECDgov/status/878151555287056384

Akku-Plagiate bei Amazon

Nachdem die Zeitschrift c’t festgestellt hat, dass bei 12 Testkäufen von Samsungs-Akkus über Amazon und über bei Amazon angeschlossene Händlern nur gefälschte Ware versendet wurde, plant Samsung rechtliche Schritte. Auf futurezone-Anfrage teilte Samsung mit:
„Bei Produktfälschungen, die das Erlebnis der Nutzer beeinträchtigen können, verfolgt Samsung eine Null-Toleranz-Politik. Das schließt sämtliche Handelsplattformen, also auch die genannten Online-Plattformen, ein. Alle mutmaßlichen Verstöße, die Samsung bekannt werden, werden von Samsung sorgfältig geprüft und sofern ein Verstoß vorliegt, werden die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet.“

http://futurezone.at/digital-life/samsung-geht-gegen-gefaelschte-akkus-vor/126.171.823

Produktpiraten: Europol sperrt weitere 292 Domains

Europol hat 292 Domains gesperrt, über die zu Online-Shops mit gefälschten Luxusartikeln, Konsumgütern und Medikamenten verlinkt wurde und damit wohl das Weihnachtsgeschäft der  Produktpiraten empfindlich gestört.

Die aktuelle Maßnahme ist Teil des IOS-Project über welches seit November 2012 nun inzwischen 1829 Domains gesperrt wurden.

www.europol.europa.eu/content/292-internet-domain-names-seized-selling-counterfeit-products
www.gulli.com/news/25252-razzia-gegen-produktpiraten-europol-sperrt-292-domains-2014-12-02