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Übernimmt die deutsche Funanga AG die Geldtransfers im Graubereich?

Tarnkappe beschreibt den Zahlungsdienst cashtocode der Berliner Funanga AG. Dieser wird vermehrt bei Sharehostern eingesetzt, da er anonyme Zahlungen ermöglicht. Man vermutet, dass dieser Dienst im Graubereich Paysafe ersetzen wird, da er vielen Regulierungen, die für Paysafe gelten, nicht unterliegt. Im Gegensatz zum „Geldersatz“ Paysafe werden hier jeweils nur einzelne Zahlungen vorgenommen.

https://tarnkappe.info/cashtocode-ersetzt-paysafecard-im-bereich-diskreter-payments/

Kundendaten von Pirateriestreamingdienst im Netz

Nach einem Bericht von Tarnkappe ist ein aktuelles Backup des illegalen Streamingdienstes Watchhd.to im Netz aufgetaucht.
Tarnkappe hat sich das Archiv angesehen und unzählige Daten gefunden die zur Ermittlung der Downloader führen können, darunter Einträge von über 4.000 zahlenden Kunden mit Abo-Daten und Nummern von PaysafeCards und Amazon-Gutscheinen.

https://tarnkappe.info/watchhd-to-gehackt-backup-mit-userdaten-im-netz-aufgetaucht/

Bayern: Streaming-Plattform geschlossen (inkl. Nachtrag)

Die illegale Streaming-Plattform MyStreamz.cc wurde gestern vom Bayerischen Landeskriminalamt beschlagnahmt. Dort wird nur noch die Grafik des BLKA angezeigt.
Dort waren seit einigen Wochen Streams von Bezahlsendern angezeigt worden, wenn man monatlich 8 Euro (Bitcoin) oder 10 Euro (paysafe card) bezahlte.

https://tarnkappe.info/mystreamz-cc-wurde-hochgenommen/

Nachtrag – offizielle Pressemeldung der bayerischen Polizei:

ZCB sperrt Streaming-Plattformen

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg führt mit dem Bayerischen Landeskriminalamt umfangreiche Ermittlungen gegen die Betreiber der illegalen Streaming-Plattformen stream4k.net und mystreamz.cc.

In diesem Zusammenhang kam es am 23.01.2017 zur Festnahme eines 25-jährigen Informatikers und zur Durchsuchung zweier Wohnungen in Köln. Bereits im Laufe des Jahres 2016 wurden im Rahmen der Ermittlungen elf Wohnungen durchsucht und zwei Unterstützer festgenommen. Die Erkenntnisse aus diesen Maßnahmen sowie umfangreiche Finanz- und Internetermittlungen führten letztlich zu dem geständigen Haupttäter.

Dieser hatte das Sendesignal eines im Raum München ansässigen Pay-TV-Anbieters über das Internet verbreitet und von den Nutzern hierfür monatliche Gebühren verlangt. Mit ca. 3.000 Nutzern handelte es sich zeitweise um eines der größten deutschsprachigen Angebote dieser Art. Durch den Betrieb dieses Streaming-Dienstes beging die Gruppierung rund um den 25-jährigen gewerbsmäßige Straftaten nach dem Urheberrechtsgesetz sowie zahlreiche weitere Straftaten.
Die von den Tätern betriebene Streaming-Plattform (www.mystreamz.cc) wurde abgeschaltet. Bargeld und Bitcoins in fünfstelliger Höhe konnte sichergestellt werden. Die von den Nutzern geleistete Vorkasse ist für diese verloren.

Die weiteren Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Bayerischen Landeskriminalamts dauern an.

Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern. Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der bayerischen Polizei z.B. bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder bei Verfahren aus dem Bereich der organisierten Cyberkriminalität. Auch dann, wenn ein hoher Ermittlungsaufwand im Bereich der Computer- und Informationstechnik abzuarbeiten ist, werden die Staatsanwälte der Zentralstelle tätig.

http://www.justiz.bayern.de/sta/staolg/ba/presse/archiv/2017/05596/index.php