Schlagwort-Archive: Kodi

YouTube entfernt „Kodi No Limits“

YouTube hat den Kanal „Kodi No Limits“ (600.000 Abonnenten), gefüllt mit Hunderten von „Lehrvideos“ über Kodi, entfernt. Die Löschung erfolgte aufgrund von Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Twitter-Account und andere Social Media Seiten (Instagram) sind immer noch aktiv.
https://torrentfreak.com/youtube-terminates-kodi-no-limits-account-with-600k-subscribers-181204/

Neuseeland: Gericht stuft vorkonfigurierte Boxen als illegal ein

In dem Verfahren SKY TV gegen My Box entschied der High Court Aucklands, dass die Förderung und der Verkauf von Kodi-basierten Android-Geräten, die für den Empfang von Piraterie-Streams vorkonfiguriert wurden, illegal ist.
Der Schadensersatz wird in einem weiteren Verfahren geklärt.
Laut SKY verwenden etwa 5% der Neuseeländer pirateriekonfigurierte Geräte wie die My Box, um raubkopierte Inhalte kostenlos zu streamen.
https://torrentfreak.com/sky-celebrates-court-victory-against-piracy-configured-kodi-box-seller-181029/

USA: 650.000 US-Dollar Schadensersatz wegen Kodi Addon

Ein Bundesgericht in Texas hat dem amerikanischen Satelliten- und Rundfunkanbieter Dish Network einen Schadensersatz von 650.000 US-Dollar zugesprochen.
Zahlen muss der britische Entwickler „Shani“ weil sein Addon, das über TVAddons vertrieben wurde, die Inhalte von Dish weitergab und er nicht auf Löschaufforderungen reagierte. Der Betrag setzt sich aus je 50.000 US-Dollar für jedes der dreizehn urheberrechtlich geschützten Werke zusammen.

https://torrentfreak.com/court-orders-zemtv-kodi-addon-developer-to-pay-650000-piracy-damages-181025/

USA: ACE bringt Illuminati Kodi Repository zur Aufgabe

Nachdem die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) wohl das gesamte Team des Illuminati Kodi Addons angeschrieben hat, wurde die Seite umgehend geschlossen.
Das Team Illuminati warb als eine großartige Quelle für die „besten Addons“ und „atemberaubenden“ Kodi-Builds (vorkonfigurierte Kodi-Installer), die alle aus seinem eigenen Repository verfügbar sind.

https://torrentfreak.com/illuminati-kodi-repository-throws-in-the-towel-after-ace-threats-180926/

USA: ACE siegt gegen Tickbox

Die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) hat in einem ersten Rechtsstreit vor dem Bundesgericht in Los Angeles eine einstweilige Verfügung und ein Urteil gegen den Verkäufer der TickBox erzielt. Das Unternehmen hinter TickBox TV, einem von Kodi betriebenen Streaming-Gerät, nahm die Urteile an.

Die Tickbox und ihr Eigentümer müssen alle Piraterieaktivitäten unverzüglich einstellen, so zum Beispiel alle Kacheln, Menüs und andere Optionen entfernen, die es den Nutzern der Boxen des Unternehmens ermöglichen, direkt oder indirekt auf Cyberlocker oder Streaming-Sites Dritter zuzugreifen, die mit Piraterie in Verbindung stehen.
Zudem sind 25 Millionen Dollar Schadenersatz zu zahlen.

https://torrentfreak.com/ace-scores-legal-victory-and-wins-25m-piracy-damages-from-tickbox-180911/

https://www.alliance4creativity.com/news/ace-achieves-milestone-victory-tickbox-litigation/

Studie zu Illegalen Streams der Champions-League

Die Anti-Piraterie-Firma Irdeto hat 5.100 illegale Streams der K.O.-Phase der Champions League analysiert und folgende Verbreitungswege dokumentiert:

  • Rund 40 Prozent dieser nicht autorisierten Sendungen kamen von „sozialen“ Plattformen wie Periscope, Facebook und Twitch. Irdeto fand auf diesen Seiten 2.093 Streams mit geschätzten 4.893.902 Zuschauern.
  • Regelmäßige webbasierte Streams auf traditionellen Sportpiratenseiten waren mit 2.121 Streams der beliebteste Verbreitungsweg.
  • Über Kodi-Addons wurden 886 Streams gefunden.

https://irdeto.com/news/nearly-five-million-illegal-streamers-detected-during-champions-league-knockout-stages.html

KODI: Welcome to Piracy 3.0

Das hätte sich Microsoft sicherlich auch nicht träumen lassen, dass sein ehemaliges Xbox Media Center (XBMC), einem Programm zum Abspielen verschiedener Dateiformate von Medien auf der Microsoft XBox, einmal zu einer echten Herausforderung für die Kreativwirtschaftsbranchen Film und TV wird.
Microsoft entließ sein XBMC bereits vor Jahren in die freie Open Source Wildbahn und aus dem kleinen Programm ist mittlerweile ein veritabler Player für alles Mögliche geworden, über die unterschiedlichsten Betriebssysteme und Plattformen hinweg.
Seit 2016 unter dem Namen KODI bekannt, kann das Programm als quasi Herzstück einer Settop-Box (KODI-Box) betrachtet werden. Die KODI-Boxen bringen die unterschiedlichsten Inhalte auf den eigenen Fernseher.
Wie immer gilt auch hier das Dual-Use-Prinzip. Die Software kann für ganz legale Zwecke eingesetzt werden – in der Realität dürfte das aber eher der geringere Teil der Nutzung sein.
Ein kürzlich veröffentlichte Studie des kanadischen Unternehmen Sandvine bestätigt genau das. Demnach haben zwar nur knapp 10% der kanadischen Haushalte eine KODI-Box, wer aber eine hat, der benutzt diese zu 87% für Pirateriezwecke.
Menschen sind eben sehr erfinderisch, wenn es um Geschäfte auf Kosten Dritter geht. So auch hier. Mit wenigen Handgriffen lassen sich sogenannte AddOns auf einer KODI-Box installieren mit denen sich sowohl Filme als auch Live TV zu einem Bruchteil der Kosten eines legalen Abos ansehen lassen. Am Ende steht auch hier ein Geschäft, wie eigentlich immer in der Piraterie.
Auch in der KODI-AddOn-Welt herrscht kein Altruismus, denn die AddOns werden mehrheitlich gegen Geld und auf Zeit verkauft. Es ist Paid Piracy.

KODI on the rise
KODI-Boxen sind offenbar auf dem Vormarsch. Eine Studie aus dem Vereinigten Königreich legt nahe, dass es dort eine große Nachfrage nach KODI-Boxen gibt und viele Konsumenten sich überlegen, das eigene (legale) teure Abo für Fußball oder Filme in absehbarer Zeit zu kündigen, um auf die wesentlich günstigeren erweiterten KODI-Boxen zu wechseln. KODI: Welcome to Piracy 3.0 weiterlesen

Großbritannien: Haft für Kodi-Box-Verkäufer

In Newcastle wurden zwei Verkäufer von illegalen Kodi-Geräten zu viereinhalb Jahre Haft verurteilt. Mit den Geräten konnte man u.a. illegal den Fußball der Premier League sehen. Die Verkäufer sollen mindestens £ 1,5 Millionen eingenommen haben. Die Einnahmen sind Gegenstand eines noch nicht abgeschlossenen Einziehungsverfahrens.
https://www.fact-uk.org.uk/illicit-streaming-devices-sellers-jailed-for-four-and-half-years/