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Whois, Fake-Daten, ICANN und die DSGVO

Ein aktueller Heise-Artikel zeigt das Chaos um die zukünftigen Whois-Daten und deren Veröffentlichung.

Die ICANN hat immer noch nicht geklärt, welche Daten gesammelt und dann in Übereinstimmung mit der Datenschutzgrundverordnung ab Ende Mai veröffentlicht werden dürfen.
Chaos gibt es aber nicht nur beim Inhalt sondern auch bei den Speicherorten. So hat ein deutscher Registrar schon ein Datenschutzproblem, wenn die ICANN die Daten in irgendwelchen Drittländern speichert.

eco als Verband mit Mitgliedern, die massiv an Rechtsverstößen im Netz verdienen, will das Problem lösen in dem möglichst wenig Daten gespeichert werden. Dem widersprechen die EU-Kommission und Europol.

Etwas aus dem Blick gerät dabei, dass man die Internetwirtschaft erst einmal zwingen sollte, valide Daten zu erheben. Das sich kommerzielle Internetseiten noch hinter Anonymisierungsdiensten aus Panama verstecken dürfen oder sich bei Registraren sich mit Fakedaten anmelden können, ist wenig hilfreich.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Konferenz-Einschnitte-bei-Whois-Datensammlungen-bereiten-Probleme-3977835.html

Datenschutzgrundverordnung – ICANN muss handeln

Damit auch die ICANN-Regeln ab Mai 2018 in Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung (GDPR) stehen, wird wohl momentan überlegt, inwieweit die Regeln angepasst werden müssen.
Dies betrifft sowohl die Datenerhebung, als auch die Datenveröffentlichung. Ein deutscher Registrar empfiehlt sogar bei privaten Seiten gar keine Whois-Angaben mehr zu veröffentlichen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzgrundverordnung-Boeses-Erwachen-der-Domainverwaltung-ICANN-3757415.html

ICANN will weiterhin illegale Seiten dulden

Torrenfreak berichtet über die letzten Streitigkeiten und Briefe zwischen Rechteinhabern und der Internetregistrierungsstelle ICANN. Im Endeffekt weigert ICANN sich dafür zu sorgen, illegale Seiten abzuschalten. Man sähe sich nicht in der Lage den Richter zu spielen.
Dass viele dieser Rechtsverstöße offensichtlich sind, wird dabei natürlich nicht berücksichtigt.

https://torrentfreak.com/icann-we-wont-pass-judgment-on-pirate-sites-160702/

ICANN will auch bei offensichtlichen Verstößen nicht eingreifen

Den Versuchen amerikanischer Medienverbände, die Abschaltung von illegalen Seiten über die Internetregistrierungsstelle ICANN zu erreichen, hat nun ICANN’s Chief Contract Compliance Officer, Allen Grogan, eine deutliche Absage erteilt: “ICANN has no role in policing content – it’s entirely out of our scope,” … “Our mission is to coordinate, at the overall level, the global Internet’s systems of unique identifiers, and in particular, to ensure the stable and secure operation of the Internet’s unique identifiers,” fügte er hinzu.
Stattdessen wünscht man sich gerichtliche Entscheidungen.

http://torrentfreak.com/icann-refuses-to-play-piracy-police-150612/

Internetregistrierung 3: ICANN will strenger werden

Nach Angaben des Präsidenten der ICANN, Fadi Chehade, sollen in Zukunft die Wünsche der Strafverfolgungsbehörden zur Eindämmung der Anonymität im Internet Berücksichtigung finden. Über die tatsächlichen Formulierungen wird aber nach Angaben eines deutschen Registrars noch immer verhandelt.

Aus Internetreport II / 2013 – April 2013

www.heise.de/newsticker/meldung/Top-Level-Domains-ICANN-erfuellt-Wuensche-der-Strafverfolger-1838226.html