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Verantwortung ist ein verdammter Bumerang

Das Thema Werbung auf unerwünschten Webseiten ist nach wie vor präsent.  Seit dem Artikel auf Webschauder am 29.03.2017 gibt es neue Entwicklungen aus diesem Bereich.

In der Print Ausgabe 23/2017 des Spiegels wird über das Schicksal von Gerald Hensel und seinem neuen Projekt „Fearless Democracy“ berichtet. Hensel war in 2016 der Initiator der Aktion „Kein Geld für Rechts“.
Er verlor im Nachgang zu der Aktion seinen Job und musste Deutschland zeitweise verlassen, weil ein gewaltiger Shitstorm gegen ihn entbrannte. Nun startet er eine Art NGO, um rechten Webseiten den Geldhahn über Werbung zuzudrehen.
Das Branchenmagazin „Werben und Verkaufen“ widmet Hensel und seinem neuen Projekt ein Interview. Am Ende dieses Interviews kommt Hensel zu interessanten Schlüssen:
„Gerade die großen Tech-Player und Content-Akteure sollten sehr schnell verstehen, dass sie mehr als jede andere Branche von einer verbundenen, offenen Welt profitieren und deshalb Verantwortung tragen – nicht zuletzt sich selbst gegenüber. Lassen Sie es mich so sagen: Die Zeit des Zurücklehnens ist vorbei.“

Die Player tragen diese Verantwortung eigentlich nicht nur beim Thema Hass-Rede oder Fake-News sondern auch beim Thema Urheberrechtsverletzungen.
Youtube Werbung auf Kanälen, die sehr eindeutig als IS-nahe zu identifizieren wären, mutet besonders nach den jüngsten Anschlägen immer noch sehr bizarr an.
Der US Blog Thetrichordist berichtet aktuell über so einen Fall. Verantwortung ist ein verdammter Bumerang weiterlesen

YouTube: Unzählige kommerzielle Hörbücher im Angebot

Tarnkappe berichtet darüber, dass auf YouTube viele vollständige Hörbücher zu finden sind, darunter auch populäre Werke. In Anbetracht des Aufkommens hält Tarnkappe die Maßnahmen der Verlage für nicht ausreichend.
Allerdings wird auch erwähnt, dass Maßnahmen gegen illegale Angebote nicht umsonst zu haben sind. Wer nicht will, dass seine Werke auf YouTube erscheinen, kann diese dort (aufwendig) suchen und melden oder sich von Google eine kostenpflichtige Content-ID erstellen lassen, mit der dann YouTube die illegalen Angebote identifizieren und löschen kann.

Fazit von Tankappe: „Gut geschützt ist als Rechteinhaber nur, wer zum eigenen Schutz Geld ausgibt.“

https://tarnkappe.info/youtube-unzaehlige-kommerzielle-hoerbuecher-im-angebot/