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Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Rechenzentrum liegt so nah?

Immer wieder hört man in der Diskussion um die unregulierte Distribution von geschützten Inhalten im Internet ganz erstaunliche Argumente. Eines davon lautet, dass man die parasitären Geschäftsmodelle ja ohnehin nicht verhindern könne, das Ganze wäre viel zu international (Internet halt) und gegen Server in Tonga kann man ohnehin nichts ausrichten.

Domain-Endung und Rechenzentrum – zwei Paar Schuhe

Selbstverständlich stehen in Tonga keine Server, jedenfalls keine, die Inhalte unreguliert über Datenleitungen nach Europa schaufeln. Praktisch jedes Rechenzentrum (oder Datacenter) auf der Welt kann die Daten einer solchen exotischen Domain beherbergen.
Eine .to Domain als Beispiel (Länderkennung für Tonga) bietet mehrere Vorteile. Sie liegt phonetisch dicht an Torrent und sie ist quasi anonym zu registrieren. Domainendung und tatsächliches Rechenzentrum sind also getrennt zu betrachten.
Aus der Analyse unserer Daten wissen wir aber, das Geschäft findet in Europa quasi vor der Haustür statt und das aus vielen Gründen.
Um die tatsächliche Herkunft von Piraterieseiten oder besser deren Content etwas deutlicher zu verstehen haben wir unsere Datenbank von Mitte Mai bis Mitte Juni einmal detaillierter ausgewertet und bei Bedarf weitere Analysen erstellt.

Die überaus beliebte EU
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USA: Musikindustrie benennt notorische Webseiten

Auch die RIAA hat der US-Regierung eine detaillierte Liste „notorischer Webseiten“ vorgelegt. Schwerpunkte sind die Bereiche Stream Ripper, Mp3 Search and Download Sites, BitTorrent Indexing Sites, Cyberlocker und Unlicensed pay for download sites.

Zudem benennt auch die RIAA die Rechenzentren auf den die Piraterieseiten liegen. In neun Fällen konnte man das Rechenzentrum allerdings nicht ermitteln, da die Seite über Cloudflare ausgeliefert wird. Folgende Rechenzentren wurden benannt:

  • ASN-AVANTEL-MSK (Russia)
  • Eweka Internet Services B.V. (NL)
  • Filanco LTD (Russia)
  • GLOBALLAYER, NL (Bulgaria)
  • Hetzner Online GmbH (Deutschland)
  • Hosting Services Inc. (UK)
  • INFIUM (Ukraine)
  • Netvillage Ltd (Russia)
  • OVH SAS (France)
  • S A and A Stroi Proekt EOOD (Bosnia and Herzegovina)
  • WIBO (Czech Republic)
  • WZ Communications Inc. U.S. (wholly owned subsidiary of XBT Holding S.A, Cyprus)

Aus Deutschland werden neben der Hetzner Online GmbH als Rechenzentrum für die Streamripper FLVTO und 2Conv, Herr Marius Seipp aus Linden als Registrant des Streamrippers Convert2mp3 und die Key-Systems GmbH, St. Ingbert, als Registrar der illegalen Bezahlseite Mp3fiesta aufgeführt.

https://torrentfreak.com/images/RIAA_2017NotoriousMarketOCR.pdf

Krypto-Mining made in Germany?

Der Krpoto-Miner coinhive.com wurde nach Piratebay, Kinox.to und CristianoRonaldo.com nun auch zeitweise auf der Piraterieseite Share-online.biz eingesetzt:

Es ist wahrscheinlich, dass der anonym agierende Krpto-Miner aus Deutschland kommt: Coinhive.com ist über den Anonyomisierungsdienst whoisproxy registriert worden, Registrar ist KeySystems aus St. Ingbert, der Server liegt bei Hetzner in Gunzenhausen.

 

Vgl. auch:  https://tarnkappe.info/cristianoronaldo-com-betreibt-krypto-mining-auf-den-pcs-seiner-fans/