Schlagwort-Archive: Google

Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Google ab

Erneut hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zwei Klauseln in der Datenschutzerklärung von Google abgemahnt.

So ist es nach Ansicht des vzbv unzulässig, dass Google die E-Mails seiner Nutzer ohne deren gesonderte Einwilligung mitliest, um maßgeschneiderte Produktinformationen anzeigen zu können.

Zudem ist eine rechtskonforme Einwilligung in die Nutzung personenbezogener Daten nach Auffassung des vzbv nicht dadurch gegeben, dass Verbraucher der Datenschutzerklärung insgesamt zustimmen.

www.vzbv.de/pressemitteilung/vzbv-mahnt-datenschutzerklaerung-von-google-erneut-ab

Großbritannien: Kinder erkennen Google-Werbung nur unzureichend

Eine neue Studie der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom zeigt, dass nur 31 Prozent der befragten 12- bis 15-Jährigen Werbung in den Suchergebnissen von Google erkennen. Von den 8- bis 11-Jährigen erkannten lediglich 16 Prozent die Werbung.

http://futurezone.at/digital-life/teenager-verwechseln-google-suchergebnisse-und-werbung/165.478.754

35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten durch Google-Verlinkung

Just Watch hat dargestellt, dass Google durch eine Änderung des Algorithmus die Sichtbarkeit von Torrentseiten deutlich reduziert hat.
Illegale Streamingportale sind aber davon nicht betroffen und weiterhin gut auffindbar. 35 % der Besuche auf illegalen Streamingseiten erfolgen durch eine Verlinkung von der Suchmaschine Google.

https://torrentfreak.com/googles-pirate-update-fails-to-punish-streaming-sites-151105/

Google: 1 Milliarde Löschungen

Nach Angaben von Torrentfreak hat Google inzwischen über eine Milliarde Suchergebnisse wieder gelöscht, da diese zu urheberrechtsverletztenden Inhalten führten.
Die hohe Zahl kommt deshalb zu Stande, da Google auch Seiten durchsucht, zu denen schon über eine Million Löschungsersuchen vorliegen und bei denen nach eigenen Angaben über 50 % aller jemals gefundenen Inhalte wieder aus den Suchergebnisse gelöscht werden mussten.
Die 50%-Marke ist der höchste von Google angegebene Wert. Es könnten deshalb bei einzelnen Seiten auch deutlich mehr Suchergebnisse gelöscht worden sein. Dazu kommt, dass nicht alle Rechteinhaber zu allen ihren Produkten Suchergebnisse löschen lassen.

Google besteht aber weiterhin darauf, solche Seiten zu durchsuchen, da ja ansonsten gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen würde. Abgesehen davon, dass es keinen Rechtsanspruch auf Veröffentlichung durch Google gibt, übersieht der Konzern, dass auch Eigentum ein Grundrecht ist.

Googles Alternativvorschlag an die Rechteinhaber, sich statt um die Löschungen von Suchergebnissen besser um die Einnahmen der illegalen Angebote zu kümmern, ist in Anbetracht der Beteiligung Googles bei der Schaltung von Werbung auf illegalen Seiten nur noch unverschämt.

https://torrentfreak.com/google-asked-to-remove-one-billion-pirate-search-results-151029/

www.gulli.com/news/26686-google-will-keine-domains-zensieren-2015-10-22

www.webschauder.de/internetpiraterie-weiterhin-hohe-werbeeinnahmen/

USA: Registare sollen unantastbar sein, fordern Technologiegiganten

Nach Angaben von Torrentfreak fordern der CCIA, der Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft vertritt, die amerikanische Regierung auf, keine Registrare in seinem Bericht über „notorious markets“ aufzuführen.
Registrare sind die Schaltstelle für die Anmeldung und auch mögliche Abschaltung von illegalen Internetseiten. Die Argumente deren Beteiligung nicht zu berücksichtigen, scheinen überwiegend dogmatischer Natur zu sein.

https://torrentfreak.com/tech-giants-defend-domain-registrars-against-piracy-claims-151017/

Frankreich: CNIL lehnt Googles Berufung ab

Im Streit um die Veröffentlichungen von Angaben, die dem Recht auf Vergessen unterliegen, akzeptiert die französische Datenschutzbehörde CNIL Googles Ausreden nicht und beharrt weiterhin darauf, dass solche Ergebnisse auch nicht über andere Seiten der Suchmaschine in Frankreich angezeigt werden.
Sollte die Google nicht entsprechend reagieren droht ein Bußgeld.

www.cnil.fr/english/news-and-events/news/article/right-to-delisting-google-informal-appeal-rejected/

Siehe auch:
www.webschauder.de/google-grenzen-des-rechts-auf-vergessen/

Auskunftsrechte: Nicht bei Google

Mit Umsetzung der EU-Enforcement-Richtline haben Urheberrechtsinhaber gegenüber Dienstleitern das Recht, Name und Anschrift von Urheberrechtsverletzter benannt zu bekommen.
Google interessiert dieses EU-weite Recht nicht. Der Konzern hat zwar auf Aufforderung der niederländischen Antipiraterieorganisation BREIN den Google Play Account eines Verkäufers von illegalen E-Book-Kopien gesperrt, weigert sich aber dessen Identität offenzulegen. Inzwischen wurde Klage eingereicht.

www.anti-piracy.nl/nieuws.php?id=359

www.gulli.com/news/26536-google-schuetzt-identitaet-von-ebook-raubkopierer-2015-09-15

Google: Grenzen des Rechts auf Vergessen

Google muss nach einer Entscheidung des EUGH, Link zu bestimmten Inhalten löschen (Recht auf Vergessen). Die französische Datenschutzbehörde CNIL hatte Google im Juni aufgefordert, Löschungen nicht nur auf französischen und europäischen URLs (google.fr etc.), sondern auf allen URLs (bspw. Google.com) durchzuführen.

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