Schlagwort-Archive: Google

Beste Piraterieseiten gesucht – Google.com hilft

Torrentfreak hat anhand von Beispielen belegt, dass Google.com auf die Handy-Suchanfragen “best torrent sites” oder “torrent sites,” gute Listen mit Piraterieseiten liefert.
Bei der Suche nach “streaming sites” werden legale neben illegalen Anbietern aufgeführt.

https://torrentfreak.com/handy-google-highlights-best-torrent-sites-in-search-results-170709/

Nachtrag 24.7.
Google hat die Auflistungen geändert.
https://torrentfreak.com/google-removes-torrent-sites-from-results-carousel-100722/

 

Googlesuche – Tantiemenoptimiert?

Anhand mehrerer Beispiele zeigt thetrichordist, dass bei der Googlesuche nach Musikstücken User Generated Content vor den offiziellen YouTube-Videos angezeigt wird.
Letztendlich dürfte dies Google erhebliche Tantiemenzahlungen ersparen, da User Generated Content oft keine oder deutlich weniger Tantiemen ergeben soll als vom Rechteinhaber eingestellte Videos.

https://thetrichordist.com/2017/06/28/does-google-use-dominance-in-search-to-steer-traffic-to-unofficial-youtube-videos/

Verantwortung ist ein verdammter Bumerang

Das Thema Werbung auf unerwünschten Webseiten ist nach wie vor präsent.  Seit dem Artikel auf Webschauder am 29.03.2017 gibt es neue Entwicklungen aus diesem Bereich.

In der Print Ausgabe 23/2017 des Spiegels wird über das Schicksal von Gerald Hensel und seinem neuen Projekt „Fearless Democracy“ berichtet. Hensel war in 2016 der Initiator der Aktion „Kein Geld für Rechts“.
Er verlor im Nachgang zu der Aktion seinen Job und musste Deutschland zeitweise verlassen, weil ein gewaltiger Shitstorm gegen ihn entbrannte. Nun startet er eine Art NGO, um rechten Webseiten den Geldhahn über Werbung zuzudrehen.
Das Branchenmagazin „Werben und Verkaufen“ widmet Hensel und seinem neuen Projekt ein Interview. Am Ende dieses Interviews kommt Hensel zu interessanten Schlüssen:
„Gerade die großen Tech-Player und Content-Akteure sollten sehr schnell verstehen, dass sie mehr als jede andere Branche von einer verbundenen, offenen Welt profitieren und deshalb Verantwortung tragen – nicht zuletzt sich selbst gegenüber. Lassen Sie es mich so sagen: Die Zeit des Zurücklehnens ist vorbei.“

Die Player tragen diese Verantwortung eigentlich nicht nur beim Thema Hass-Rede oder Fake-News sondern auch beim Thema Urheberrechtsverletzungen.
Youtube Werbung auf Kanälen, die sehr eindeutig als IS-nahe zu identifizieren wären, mutet besonders nach den jüngsten Anschlägen immer noch sehr bizarr an.
Der US Blog Thetrichordist berichtet aktuell über so einen Fall. Verantwortung ist ein verdammter Bumerang weiterlesen

LG Frankfurt: Google haftet als Störer ab Kenntnis

Das LG Frankfurt hat entschieden, dass der Google als Störer für eine unerlaubte Foto-Veröffentlichung durch Dritte ab Kenntnis haftet.
Der Kläger hatte vergeblich versucht, Google dazu zu bewegen, einen Link zu einem auf einer dritten Webseite unerlaubt veröffentlichten Foto zu löschen.
Googles Argumente, der Kläger müsse beweisen, dass keine wirksame Einwilligung für die Bildveröffentlichung vorläge und eine Löschverpflichtung von Google bestehe nur, wenn es keine anderen Möglichkeiten gäbe, die Rechtsverletzung zu beenden, zogen nicht.

Das LG Frankfurt stellt klar, dass die Beweislast für das Vorliegen eines Ausnahmetatbestands nach den Regelungen in §§ 22 f KUG grundsätzlich denjenigen trifft, der ein Bildnis verwendet und eine Subsidiarität der Störerhaftung vom BGH nur für Access-Provider vorgesehen sei.
[LG Frankfurt, Urteil vom 9. Februar 2017, Az.: 2-03 S 16/16]

http://www.urheberrecht.org/news/p/1/i/5847/

YouTube-Konzept: Auch zukünftig darf auf vielen extremistischen Seiten geworben werden

YouTube-Chefin Susan Wojcicki hat in Berlin verdeutlicht, wie YouTube mit dem Problem Anzeigen neben extremistischen Videos umgehen will. Schwerpunkt sind Maßnahmen, die Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber geben, wo ihre Werbung zu sehen ist.
Entgegen früheren Verlautbarungen, die nur auf diese Kontrolle durch die Werbenden setzen, soll es nach Angaben von Frau Wojcicki außerdem mehr Kategorien von Videos geben, neben denen grundsätzlich keine Werbung angezeigt werde.
Eigenständig oder zwangsweise löschen will man solche Angebote auf den eigenen Seiten aber nicht: „Solche Gesetzgebung führt dazu, dass zu viel zensiert wird, dass Plattformen Inhalte entfernen, die nicht entfernt werden sollten“, sagte Wojcicki.

https://www.wuv.de/digital/youtube_chefin_kuemmert_sich_um_die_veraergerten_werbekunden

Vgl. auch
https://www.nzz.ch/wirtschaft/boykott-der-werbeplattform-youtube-unmut-verbreitet-sich-wie-ein-katzenvideo-ld.153633

https://www.nzz.ch/wirtschaft/hass-videos-auf-youtube-google-geraet-weiter-unter-druck-ld.153109