Schlagwort-Archive: Facebook

Journalist Richard Gutjahr berichtet über die Social-Media-Hölle

Der Journalist Richard Gutjahr war 2016 zufälligerweise beim Terroranschlag in Nizza und beim Amoklauf in München vor Ort.
Was Hater daraus gemacht haben, wie er sich dagegen gewehrt hat, und welche Rolle unrühmliche Rolle Youtube, Facebook und Twitter dabei spielten, beschreibt er in seinem Blog:
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»

EUGH muss über (Facebooks) Prüfpflichten entscheiden

Der Oberste Gerichtshof Österreichs hat den Europäischen Gerichtshof gebeten zu entscheiden, wie weit die Prüfpflichten eines Hosters gehen. Im Detail geht es darum, ob beanstandete Äußerungen nur im jeweiligen Land oder weltweit gesperrt werden müssen und ob Facebook wort- oder sinngleiche Äußerungen eigenständig suchen muss.
Hintergrund des Verfahrens waren beleidigende Äußerungen gegen die frühere Parteichefin der Grünen, Eva Glawischnig auf Facebook.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?…………

 

Kartellamt wirft Facebook Missbrauch vor

Das Bundeskartellamt hat dem Unternehmen Facebook seine vorläufige rechtliche Einschätzung in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung übersandt.
Die Behörde geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass Facebook auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend ist. Weiter ist das Amt der Ansicht, dass Facebook missbräuchlich handelt, indem das Unternehmen die Nutzung des sozialen Netzwerks davon abhängig macht, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenführen zu dürfen. Zu diesen Drittseiten gehören zum Einen konzerneigene Dienste wie WhatsApp oder Instagram. Hierzu gehören aber auch Webseiten und Apps anderer Betreiber, auf die Facebook über Schnittstellen zugreifen kann.
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Frankreich: CNIL droht WhatsApp mit Sanktionen

Die französische Datenschutzbehörde CNIL rügt WhatsApp wegen des Austauschs personenbezogener Informationen mit Facebook zu denen es keine erforderliche Einwilligung der Nutzer gab. Besonders kritisiert wird, dass sich Nutzer gegen das Weiterleiten von Telefonnummern und anderer Daten zur Analyse von Nutzerverhalten nur per App-Abschaltung wehren könnten.

Falls das Unternehmen nicht binnen eines Monats die Vorgaben erfülle, könnte ein Sanktionsverfahren eingeleitet werden.
Die CNIL ärgert sich auch über die mangelnde Kooperationsbereitschaft der betroffenen Firmen. Sie habe WhatsApp wiederholt gebeten, ein Muster der an Facebook übermittelten Daten französischer Anwender auszuhändigen. Das Unternehmen habe dies aber abgelehnt mit dem Hinweis, dass es seinen Sitz in den USA habe und daher nur Gegenstand der Gesetzgebung dieses Landes sei.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-Franzoesische-Kontrolleure-stufen-Datenabgleich-mit-Facebook-als-rechtswidrig-ein-3922348.html

Desaster beim Datenschutz

Es ist bekannt, dass Datenschutz oft nicht ernst genommen wird. Wie schlimm es aber wirklich ist, zeigen die Meldungen der letzten Tage:

Google – Trotz Verbot wurden die Nutzer ausgeforscht:
„Unter Beobachtung: Android-Geräte senden Standortdaten an Google“

Uber – Etwa ein Jahr konnte man es geheim halten:
„Uber verschwieg Daten-Diebstahl bei 50 Millionen Kunden“

Facebook – Daten werden illegal zur Diskriminierung genutzt:
„Facebook erlaubt weiterhin diskriminierende Wohnungsangebote“

US-Militär – Überwachungen für „alle“ auf unzureichenden Servern nachlesbar: „US-Militär: Weltweite Überwachung sozialer Netzwerke“

KG Berlin: Ungenügend für Facebooks Datenschutzeinwilligung

Nach einem Urteil des Berliner Kammergerichts, muss sich Facebook in Deutschland an deutsches Datenschutzrecht halten.
So darf Facebook personenbezogene Daten seiner in Deutschland lebenden Nutzer nicht ohne deren wirksame Einwilligung herausgeben.
In Facebooks App-Zentrum, in dem Computerspiele von Drittanbietern angeboten werden, dürfen Onlinespiele nicht mehr so präsentiert werden, dass Verbraucher beim Anklicken des Buttons „Spiel spielen“ ohne nähere Informationen in die Weitergabe ihrer Daten einwilligen.
[KG Berlin, 22.9.2017, 5 U 155714]

https://www.vzbv.de/pressemitteilung/urteil-gegen-facebook-datenschutzeinwilligung-ungenuegend

Niederlande BREIN schließt Facebook-Gruppen

Facebook hat nach Aufforderung von BREIN 17 Facebookgruppen geschlossen, bei denen die Mitglieder Alben, mp3- und MIDI-Files ohne Erlaubnis der Rechteinhaber teilten. Vier der Gruppen hatten mehr als 700 Mitglieder.
Im Wiederholungsfall drohen Geldstrafen. BREIN schließt nicht aus, dass weitere Gruppen, die in Zukunft erwischt würden, direkt zu Schadensersatz herangezogen werden.
https://stichtingbrein.nl/nieuws.php?id=478

EuGH-Generalanwalt: Facebook muss sich an deutsche Datenschutzrecht halten

Der Generalanwalt des EUGH hat in einem Verfahren zwischen dem Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) seine Schlussanträge vorgelegt.
Danach ist der Betreiber einer Facebook-Seite, in diesem Fall die Wirtschaftsakademie, „für die in der Erhebung von personenbezogenen Daten durch Facebook bestehende Phase der Verarbeitung gemeinsam mit Facebook verantwortlich“. EuGH-Generalanwalt: Facebook muss sich an deutsche Datenschutzrecht halten weiterlesen

USA: Internetkonzerne unterstützen Anti-Flüchtlingskampagne

Die beiden Internetkonzerne Google und Facebook haben für die Verbreitung von Werbung, die gegen Flüchtlinge Stimmung macht, mehrere Millionen Dollar erhalten.
Beide Internetunternehmen halfen mit aktiver Unterstützung und Ratschlägen, wie die Werbung effizienter eingesetzt werden könne.

https://www.futurezone.de/digital-life/article212294639/Google-und-Facebook-haben-Anti-Fluechtlings-Kampagne-unterstuetzt.html?

Datenübertragung in die USA landet wieder vor dem EuGH

Das Gerichtsverfahren Max Schrems gegen Facebook landet auf Wunsch der irischen Datenschutzbehörde wieder vor dem EuGH. Dort soll geklärt werden, ob die per Standardvertrag vorgesehene Massenüberwachung durch die NSA rechtens ist.

Der EuGH hat auch in einem weiteren Verfahren von Max Schrems zu entscheiden. In dem in Österreich gestarteten Verfahren geht es um den kommerziellen Missbrauch von Nutzerdaten.

https://www.futurezone.de/netzpolitik/article212123507/Facebook-Austausch-von-Nutzerdaten-mit-USA-kommt-wieder-vor-europaeischen-Gerichtshof.html?ref=sec

Rechtsradikale Zielgruppen bei Facebook, Twitter und Google

Nach Recherchen des US-Portals ProPublica kann man bei Facebook gezielt Werbung an Rechtsradikale richten. Dazu wurden wohl Zielgruppen genutzt, die bei ihrem „Arbeitgeber“ entsprechende Angaben gemacht hatten, zum Beispiel „Jew Hater“ mit 2.274, „German Schutzstaffel“ mit 3.149 und „Nazi Party“ mit 2.449 Facebook-Mitgliedern. ProPublica schaltete im Rahmen der Recherchen selbst drei Anzeigen, die sich an Antisemiten richteten. Die Werbeschaltungen seien von Facebook binnen 15 Minuten akzeptiert worden.

Nach Angaben von BuzzFeed konnte man bei Google Werbung bei Suchanfragen wie „Jewish Parasite“, „the evil Jew“ oder „black people ruin everything“ schalten. Zudem gab es von Google Vorschläge für weitere antisemitische und rassistische Suchanfragen, bei denen man Werbung schalten könne.

Auch Twitter lässt zielgerichtete Werbung an Rassisten zu. Die User werden über Suchanfragen wie „Wetback“ oder „Nazi“ klassifiziert.

https://www.internetworld.de/social-media/facebook/facebook-liess-gezielte-werbung-an-judenhasser-zu-1384572.html

http://derstandard.at/2000064156526/Google-und-Twitter-liessen-ebenso-zielgerichtete-Werbung-an-Rassisten-zu

Facebook – Aktuelle Highlights

Reichweitenbetrug
Facebooks offizielle Reichweitenangaben für auf Facebook geschaltete Werbung gibt mehr Einwohner an, als tatsächlich vorhanden sind.

Neue Millionenstrafe
Nach Frankreich hat nun auch Spanien wegen Verletzung der Datenschutzbestimmungen eine Geldstrafe verhängt. Da ohne ausdrückliche Einwilligung der Nutzer Daten gesammelt und zu Werbezwecken verwendet wurden, werden 1,2 Mio. Euro fällig.

Lässt Faktenchecker auflaufen
Inzwischen prüfen mehrerer Organisationen Fakten auf Facebook. Wegen mangelnder Unterstützung allerdings wenig effektiv. Alle gemeldeten Beiträge kommen in eine Warteschleife, wo sie von mindestens zwei Prüfinstitutionen als verdächtig gemeldet werden müssen, um als „umstritten“ klassifiziert zu werden.
Leider haben die Prüfer keine Angaben zur Verbreitung der jeweils geprüften Inhalte, da Facebook sich weigert zusätzliche Angaben für eine sinnvolle Priorisierung der Prüfungen zu liefern.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-erreicht-Millionen-Deutsche-die-es-nicht-gibt-3827356.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzverstoss-1-2-Millionen-Euro-Strafe-fuer-Facebook-in-Spanien-3826957.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Faktenpruefer-sind-frustriert-3825246.html