Schlagwort-Archive: Facebook

YouTube und Facebook löschen

YouTube hat im letzten Quartal 2017 über acht Millionen problematische Videos gelöscht. Etwa 75 Prozent der entfernten Videos wurden gelöscht, bevor sie ein YouTube-Nutzer sehen konnte.
Rund 80 Prozent der beanstandeten Videos wurden automatisch über Algorithmen oder einen Datenbankabgleich gelöscht. 1.131.962 der gelöschten Videos wurden von Trusted Flaggers und 402.335 Clips von normalen YouTube-Nutzern gemeldet.

Facebook hat im ersten Quartal rund 1,9 Millionen Beiträge mit terroristischem Bezug zu IS oder al-Qaida gelöscht.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/YouTube-loescht-ueber-acht-Millionen-problematische-Videos-4030292.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-loescht-fast-zwei-Millionen-extremistische-Beitraege-4030274.html

LG Berlin untersagt Facebook eine Löschung

Das Landgericht Berlin hat Facebook per Einstweiliger Verfügung untersagt, den Kommentar „Die Deutschen verblöden immer mehr. Kein Wunder, werden sie doch von linken Systemmedien mit Fake-News über ‚Facharbeiter‘, sinkende Arbeitslosenzahlen oder Trump täglich zugemüllt.“ zu löschen und den Verfasser bei Facebook zu sperren.
[LG Berlin, Beschluss vom 23.03.2018, 31 O 21/18]

https://www.presseportal.de/pm/121736/3914244

OVG Hamburg: Vorerst keine WhatsApp-Daten an Facebook

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass Facebook die personenbezogenen Daten deutscher WhatsApp-Nutzer vorerst nicht auf der Grundlage der bisher abgeforderten Einwilligung erheben und speichern darf.
Damit bestätigt es die vorausgegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg, das einen Eilantrag von Facebook gegen eine sofort vollziehbare Untersagungsverfügung des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit (Datenschutzbeauftragter) abgelehnt hatte.
[OVG Hamburg, 1.3.2018, 5 Bs 93/17]
http://justiz.hamburg.de/aktuelles/10550476/pressemitteilung/

Unilever stellt Werbung bei Google und Facebook in Frage

Unilever ist nicht mehr bereit, Werbung auf Plattformen zu schalten, die an der Spaltung der Gesellschaft beteiligt seien, so eine deutliche Warnung an Facebook und Google.
Unilever-Marketingvorstand Keith Weed fordert die Digitalkonzerne auf sich zu bessern, „Wir können nicht länger eine digitale Lieferkette stützen, die in Bezug auf ihre Transparenz bisweilen kaum besser ist als ein Sumpf.“

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Unilever-droht-Facebook-und-Google-mit-Werbe-Boykott-3967226.html

LG Berlin: Facebook verstößt gegen deutsches Datenschutzrecht

Das Landgericht Berlin hat nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden, dass Facebook mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht verstößt.
So monierte das Gericht u.a. fünf Voreinstellungen des Dienstes wie den Ortungsdienst, der Chat-Partnern den eigenen Aufenthaltsort verrät oder das Suchmaschinen einen Link zur Chronik des Teilnehmers erhalten.
Außerdem erklärte das Landgericht Berlin acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten durfte. Die Richter stellten klar, dass mit solchen vorformulierten Erklärungen keine wirksame Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden könne.
Unzulässig ist auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. Nach Auffassung des Gerichts war die Klausel bereits deshalb unzulässig, weil Nutzer damit versteckt der Verwendung dieser Daten zustimmten.
[Urteil des Landgerichts Berlin vom 16.01.2018, Az. 16 O 341/15 – nicht rechtskräftig]
https://www.vzbv.de/pressemitteilung/facebook-verstoesst-gegen-deutsches-datenschutzrecht

Kryptowährungen: Malware, Betrug und keineswegs sicher

Über Googles Werbeplattform DoubleClick und über YouTube wurde bekannte Malware ausgeliefert, die fremde Rechner für Krypto-Mining missbraucht.
www.heise.de/security/…       www.futurezone.de/digital-life/…

Nach Ansicht von Sicherheitsforschern des Palo Alto Networks sollen weltweit mindestens 15 Millionen Windowsrechner mit Mining-Malware infiziert sein, davon stehen über 6,5 Millionen in Thailand, Vietnam und Ägypten.
www.heise.de/security/…

Wegen regelmäßigem Betrug untersagt Facebook Werbung für Kryptowährungen.
www.heise.de/newsticker/…

Bei der japanischen Kryptobörse Coincheck haben Hacker Digitalanlagen im Wert von umgerechnet ungefähr 430 Millionen Euro erbeutet.
www.faz.net/aktuell/…

Der Spiegel berichtet detailliert über verschiedene Formen des Diebstahls von Kryptowährungen.
www.spiegel.de/netzwelt/…

Der Spiegel bezeichnet die Blockchain als Trottel-Archiv und zeigt anhand von Studienergebnissen aus Katar, dass Bitcoin keineswegs ein anonymes Zahlungsmittel ist.
www.spiegel.de/netzwelt/…

EUGH: Klage gegen Facebook in Österreich möglich

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass eine Klage in Sachen Datenschutz gegen Facebook in Österreich möglich ist, obwohl Facebook seinen europäischen Sitz in Irland hat.
Unzulässig ist hingegen die vom Kläger Schrems geplante grenzüberschreitende Massenklage gegen Facebook in Österreich.
[EUGH, 25. 1. 2018, C‑498/16]

http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=198764&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=1071026

Eine erste Einordnung der Schrems-Entscheidung des EuGHs von Dr. Jörg Ukrow, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des EMR finden Sie hier:
http://emr-sb.de/verbraucher-ja-sammelklagen-nein-ein-rueckschlag-fuer-einen-effektiven-verbraucherschutz/

USA: Google hat am meisten für Lobbying ausgegeben

In 2017 hat Google nach eigenen Angaben umgerechnet rund 14,6 Millionen Euro für Lobbying beim US-Parlament, der Regierung und verschiedenen Behörden ausgegeben.
Da, neben Google, auch Facebook, Amazon und Apple ihre Ausgaben deutlich steigerten, kommen die vier Unternehmen auf insgesamt 41 Millionen Euro Lobbyausgaben.

https://www.washingtonpost.com/news/the-switch/wp/2018/01/23/google-outspent-every-other-company-on-federal-lobbying-in-2017/?utm_term=.217bea1ebff8

Journalist Richard Gutjahr berichtet über die Social-Media-Hölle

Der Journalist Richard Gutjahr war 2016 zufälligerweise beim Terroranschlag in Nizza und beim Amoklauf in München vor Ort.
Was Hater daraus gemacht haben, wie er sich dagegen gewehrt hat, und welche Rolle unrühmliche Rolle Youtube, Facebook und Twitter dabei spielten, beschreibt er in seinem Blog:
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»