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Denic und Fakeshops – Update

Mittlerweiler hat die Denic die in dem Artikel „Die Denic und Fakeshops: „Sorry, aber da kann man echt nichts machen…“
angesprochene Domain Kulta-ev.de gesperrt.

Ein Hinweis beim Aufruf der Seite besagt, dass die Denic den Domaininhaber bereits informiert hat. Ob das per Brief nach China mit der Postleitzahl der Kölner Altstadt-Nord oder per Telefon mit einem Anschluss in Thale (Sachsen-Anhalt) passierte, kann nur gemutmaßt werden.


Das Problem ist dadurch aber nicht aus der Welt. Weitere Domains wie beispielsweise Joef-Lehmkuhl.de, Jesti-Gerabronn.de, Beutereich.de, Feuerwehr-Pluwig.de oder Kochschule-Emsland.de warten auf ahnungslose Kunden, um denen das Geld abzunehmen. Es gibt Hunderte weiterer Domains.
Die Namen der Domains sind nicht zufällig gewählt, die meisten waren in der Vergangenheit eine seriöse Seite, die aufgegeben wurde. Solche bereits genutzten Namen werden in Suchmaschinen besser dargestellt als ganz neue Seiten.
Vielleicht sollte die Denic einfach einmal prüfen, welcher Domain-Parkdienst genau solche Domains verkauft.

Die Denic und Fakeshops: „Sorry, aber da kann man echt nichts machen…“

Der Verbraucher hat es nicht einfach dieser Tage im Internet. Wer auf der Suche nach besonderen Schnäppchen im World Wide Web ist, der kann leicht in die Fänge von Kriminellen geraten.
Sie bieten insbesondere teure Waren wie Elektro- oder Modeartikel zu erheblich reduzierten Preisen an. Wer sich dabei auf einen vermeintlich deutschsprachigen Shop verlässt, weil die Domain mit .de endet, ist dabei keineswegs auf der sicheren Seite.
Es gibt unendlich viele sogenannte Fakeshops, selbst mit eigentlich vertrauenswürdiger .de Domain Endung, die nur eines im Sinn haben: Den Konsumenten zu betrügen in dem für vermeintlich sehr günstige Waren Vorkasse verlangt wird. Vorkasse ist auch aktuell keine gänzlich ungewöhnliche Bezahlart und so fällt es offenbar vielen Kunden solcher Seiten nicht gleich auf, dass sie betrogen werden. Wie kann so etwas eigentlich passieren?
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Denic, Nic.at und Keysystems sollen Cybercrime unterstützen

In einem sehr detaillierten Artikel berichtet Spamhaus über die Beteiligung deutscher und österreichischer Internetregistrierungsstellen am Cybercrime.

Über die Denic und Nic.at werden unzählige Cybercrimeseiten registriert. Auf Beschwerden wird man nicht tätig und weist die Verantwortung von sich. Man nehme nur Seiten vom Netz, wenn Sie gegen die AGBs verstoßen oder man gerichtlich dazu aufgefordert würde.

Wieso die beiden Institutionen – anders als ihre schweizer oder russischen Kollegen – Cybercrime nicht als Kündigungsgrund in ihre AGBs schreiben, wird nicht erklärt.

Angemeldet wurden viele der Seiten über den Registrar Keysystems. Dieser scheint inzwischen vor einer Löschung die Seiten zum Umzug zu bewegen: „What we are now seeing within ccTLD .at is ridiculous: Several registrars, mostly German-based, are moving malicious domain names around between each other. Once you report a malicious domain name to one of these registrars, they will just transfer it to a different registrar.“

Nach Angaben von c’t hält man beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Beschwerden von Spamhaus „für durchaus berechtigt. Auch dort wünschen sich vor allem die Mitarbeiter des Notfall-Teams CERT-Bund ein „pragmatischeres Vorgehen der deutschen Registry“ in Fällen eindeutigen Missbrauchs und dem Ausbleiben von Reaktionen der Registrare.“

www.spamhaus.org/news/article/724/ongoing-abuse-problems-at-nic.at-and-denic

www.heise.de/newsticker/meldung/Boom-bei-deutschen-Bot-Netz-und-Phishing-Domains-2786836.html