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Warum sind das Urheber- und Datenschutzrecht derart unbeliebt

Unter dem Titel „Haters gonna hate – Warum sind das Urheber- und Datenschutzrecht derart unbeliebt und was kann man tun, um diesen Zustand zu ändern?“ hat Rechtsanwalt Andrés Heyn seinen Tagungsbeitrag zur diesjährigen Herbsttagung der Deutschen Stiftung für Rechtsinformatik veröffentlicht.

Schwerpunkt ist dabei eine rechtlich-wirtschaftliche Betrachtung: „Ohne in die Produktion von Inhalten zu investieren, haben Plattformen wie Youtube oder Facebook von der sog. „Sharing“- bzw. „sofort und umsonst“-Kultur profitiert, wobei von „Sharing“ mangels der Einholung von Lizenzen oder der Produktion von eigenen Inhalten durch den Host-Provider eigentlich keine Rede sein kann. Die massenhafte Nutzung von illegalen Angeboten in den Bereichen Musik, Film, TV-Serien, Buch und Games stellt darüber hinaus den legalen Markt in Bezug auf die Nutzungsintensität in den Schatten.“

Den ganzen Beitrag erhalten Sie über seinen Blog:
http://rechtsanwalt-heyn.de/haters-gonna-hate-warum-sind-das-urheber-und-datenschutzrecht-derart-unbeliebt-und-was-kann-man-tun-um-diesen-umstand-zu-aendern/

Drohung wahr gemacht

Als im Juli Daten von Nutzern des Seitensprungsportals AshleyMadison im Netz gefunden wurden, hatten die Erpresser gedroht weitere Daten zu veröffentlichen, wenn die Seite nicht schließt.

Nun sind im Darknet 9,7 Gigabyte Daten von Nutzern des Seitensprungportals aufgetaucht, darunter Namen, sexuelle Vorlieben, Adressen, Teile von Kreditkartennummern und verschlüsselte Passwörter.

Die Hacker behaupten 90-95% der User seien männlich und trösten: “Chances are your man signed up on the world’s biggest affair site, but never had one. He just tried to. If that distinction matters.”

www.wired.com/2015/08/happened-hackers-posted-stolen-ashley-madison-data/?mbid=social_twitter

www.webschauder.de/nutzerdaten-von-seitensprungportal-im-netz-aufgetaucht/

Tor: Datenschutz schwer gemacht

Im Tor-Netwerk wurden mehrere hundert gefälschte Seiten entdeckt, die den Datenverkehr der Nutzer abgreifen bzw. manipulieren können. Da im Tor-Netzwerk Seiten über wild durcheinandergewürfelte alphanummerischne Zeichenfolgen identifiziert werden, ist es für den Nutzer recht schwer gefälschte Seiten zu entdecken.

www.golem.de/news/anonymisierung-hunderte-gefaelschte-webseiten-im-tor-netzwerk-entdeckt-1507-115241.html

 

Frankreich: Datenschutzbehörde setzt Google unter Druck

Da Google das „Recht auf Vergessen“ nur unzureichend umsetzt, hat die französische Datenschutzbehörde CNIL nun Google aufgefordert binnen 15 Tagen Löschungen nicht nur auf französischen und europäischen URLs (google.fr etc.), sondern auf allen URLs (bspw. Google.com) durchführen.
Sollte Google dies tun, ist der Vorgang für die CNIL erledigt, ansonsten droht ein offizielles Verfahren nebst Strafen.

Die Unsinnigkeit von Googles länderspezifischen Löschungen hatte auch ein kanadisches Gericht 2014 bemängelt und eine Löschung auf allen Google-Suchmaschinenseiten verlangt.

www.cnil.fr/english/news-and-events/news/article/cnil-orders-google-to-apply-delisting-on-all-domain-names-of-the-search-engine/

www.webschauder.de/kanadisches-gericht-fordert-google-zu-einer-weltweiten-sperre-auf/

Kundendaten einer Sex-Kontaktbörse im Netz veröffentlicht

Nach Berichten des britischen TV-Sender Channel 4 haben Hacker die Daten von 3,9 Millionen Mitgliedern von AdultFriendFinder erbeutet und veröffentlicht. Diese Daten beinhalten neben E-Mail-Adressen auch Angaben zur sexuellen Präferenz. Anscheinend befinden sich auch Angaben eigentlich schon gelöschter Kunden unter den Daten.
Nebenbei wurde bei einer Stichprobe auch festgestellt, dass auf jedes weibliche Mitglied 15 männliche Mitglieder kommen.

www.channel4.com/news/adult-friendfinder-dating-hack-internet-dark-web

Facebook verletzt europäisches Verbraucherrecht

Nach einer Studie zweier belgischer Universitäten, die im Auftrag der belgischen Datenschutzkommission erstellt wurde, verstößt Facebook mit seinen neuen Datenschutzregeln gegen europäisches Verbraucherrecht:

http://futurezone.at/netzpolitik/studie-facebook-verletzt-europaeisches-verbraucherrecht/116.022.060

www.law.kuleuven.be/icri/en/news/item/facebooks-revised-policies-and-terms-v1-1.pdf

FAZ testet: Spam nach Paypaltransaktion?

Die Redaktion hat nicht glauben wollen, dass jede Paypal-Transaktion zu einer Spam- oder Phishing-Mail führt. Deshalb wurde getestet. Ergebnis: Das neue E-Mailpostfach füllte sich mit Spam.
Nach mehreren Versuchen der Kontaktaufnahme mit Paypal, ließ man eine externe Agentur antworten, dass die Mailadresse an den Händler zur Abwicklung weitergegeben werde und diese sie mit Drittanbietern teilen könnten.

Die Journalisten fragen sich nun, ob auch weitere Daten, wie beispielsweise die Kreditkartendaten, „geteilt“ würden.

www.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/trick-mit-fake-account-mit-paypal-kam-die-spam-flut-13272240.html

Hamburger Datenschützer erlassen Anordnung gegenüber Google

Da Google nach Auffassung der Hamburger Datenschutzbehörde weit über das zulässige Maß hinaus Nutzerprofile erstellt und in die Privatsphäre der Google-Nutzer eingreift, hat der Hamburgische Beauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit in der vergangenen Woche gegenüber der Google Inc. zur Beseitigung von Verstößen gegen das Telemediengesetz und das Bundesdatenschutzgesetz eine Verwaltungsanordnung erlassen. Hamburger Datenschützer erlassen Anordnung gegenüber Google weiterlesen