Schlagwort-Archive: Datenschutz

Illegaler Datenhandel in großem Maßstab

Reporter von Panorama und ZAPP haben Zugang zu einem umfangreichen Datensatz erlangt und bei der Auswertung feststellen müssen, das intime Daten von Millionen Personen verkauft werden.
Eine der Quellen ist das finnische Addon Web of Trust (WOT) welches angeblich helfen soll, sicher zu surfen. Allerdings wird im Hintergrund das Surfverhalten an einen Server im Ausland übermittelt, von wo aus die Daten dann verkauft werden.

Da oft Klarnamen in den URLs enthalten sind (PayPal, AirBerlin Check-in…), können ganze Surfprofile deanonymisiert werden.
Auch problematisch ist der angeblich niemanden bekannte Link zu einer gespeicherten Datei, wenn nun gerade diese URLs weitergegeben werden.
http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Nackt-im-Netz-Millionen-Nutzer-ausgespaeht,nacktimnetz100.html

http://www.golem.de/news/browser-addons-browserverlaeufe-von-millionen-deutschen-nutzern-verkauft-1611-124171.html

Hamburger Datenschützer greifen ein bei WhatsApp und Facebook

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat eine Verwaltungsanordnung erlassen, die es Facebook ab sofort untersagt, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern. Facebook wird ferner aufgegeben, bereits durch WhatsApp an das Unternehmen übermittelte Daten zu löschen.

https://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/anordnung-gegen-massendatenabgleich-zwischen-whatsapp-und-facebook.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=e346e13cbf02b5a31abc2fa4e0fd211e

Google speichert, wann Sie mit wem telefonieren

Google lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Daten zu Telefonaten und SMS-Versendungen zu speichern. Die Google Vorratsdatenspeicherung erfolgt nach Angaben von Google aber nur, wenn Sie auch GoogleApps oder Google-Dienste nutzen.
De facto also bei wohl fast jedem Android-Gerät.

http://www.golem.de/news/ueberwachung-google-sammelt-gespraechsprotokolle-von-android-geraeten-1606-121856.html

Frankreich: Streit um Datenschutz wird nun gerichtlich entschieden

In dem Streit um die Umsetzung des „Recht auf Vergessenwerden“ geht der Streit zwischen der Datenschutzbehörde CNIL und Google vor Gericht.
Zwar hatte Google akzeptiert, dass Links nicht nur aus der Suche des jeweiligen Landes gelöscht werden müssen und blendet inzwischen die Ergebnisse auch bei Abfragen über andere Googleseiten aus, sofern der Suchende im Land der Beschwerde sitzt.
Dies reicht aber der CNIL nicht, da die Blockade umgangen werden kann. Zudem werden die Suchergebnisse angezeigt, wenn nicht nach Namen sondern nach anderen Inhalten gesucht wird.
Google wehrt sich nun vor Gericht gegen die verhängte Strafe von 100.000 €.

http://futurezone.at/netzpolitik/google-zerrt-franzoesische-datenschutz-aufsicht-vor-gericht/199.752.124

 

Datenschutz ungenügend

Wissenschaftler der Universitäten Hamburg und Siegen haben im Rahmen einer Studie festgestellt, dass 57 Prozent der App-Anbieter und Website-Betreiber nicht oder nur unzureichend auf berechtigte Auskunftsanfragen zu gespeicherten Daten reagiert haben.

Wenn allerdings Auskünfte erteilt wurden, dann teils ohne die Identität des Absenders einer Anfrage zu überprüfen. Sensible personenbezogene Informationen könnten so „unter Umständen in die Hände von neugierigen Trickbetrügern“ fallen.

www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Auskunfts-und-Loeschrechte-laufen-oft-ins-Leere-3161790.html

Frankreich: Geldstrafe gegen Google

Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat gegen Google eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt, da das Unternehmen beanstandete Suchergebnisse nicht weltweit herausfiltert.
Die von Google installierten Geoblockingfilter sind für die Behörde unzureichend, da sie umgangen werden können. Google will Einspruch einlegen.

www.golem.de/news/strafe-verhaengt-frankreich-fordert-von-google-weltweite-auslistung-von-links-1603-119984.html

Ausspähen im Internet üblich, LG Düsseldorf untersagt dies bei Facebook-Button

Nach einer Entscheidung des LG Düsseldorf darf der Facebook- „Gefällt mir“ Button nicht so eingebunden werden, dass er ohne weitere Tätigkeit Daten der Besucher an Facebook weiterleitet. Die Entscheidung erging in einem Verfahren der Verbraucherzentrale NRW gegen ein Unternehmen der Peek & Cloppenburg Gruppe.

Eine Studie des Niederländers Tim Libert zeigt allerdings, dass eine Weitergabe von Inhalten (IP-Adresse, Browser- und Systeminformationen) an Dritte auf fast allen Internetseiten stattfindet. Dies gilt auch für Gesundheitsseiten, die dann meist auch die gesuchte Krankheit weiterleiten, da deren Bezeichnung meist in der URL enthalten ist. Ausspähen im Internet üblich, LG Düsseldorf untersagt dies bei Facebook-Button weiterlesen

Kartellamt eröffnet Verfahren gegen Facebook

Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen die Facebook Inc. in den USA, deren irische Tochterfirma sowie die Facebook Germany GmbH in Hamburg eingeleitet in dem Datenschutz und Wettbewerb miteinander verknüpft werden.
Die Behörde sieht „Anhaltspunkte dafür, dass Facebook auf dem gesondert abzugrenzenden Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend ist“. Wenn es einen Zusammenhang zwischen der Datenschutz-Verletzung und der dominierenden Position gebe, „könnte ein solcher Verstoß auch kartellrechtlich missbräuchlich sein“, so die Behörde.

www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2016/02_03_2016_Facebook.html

Google plant europaweites „Recht auf Vergessen“

Nach Druck von Datenschutzbehörden weitet Google nun das „Recht auf Vergessen“ für Nutzer in Europa aus.
Bisher wurden die problematischen Suchergebnisse nur auf den europäischen Unterseiten wie Google.de oder Google.nl ausgeblendet. In Kürze soll dies auch für google.com gelten, sofern die IP-Anfrage zeigt, dass die Seite aus der Europäischen Union oder der EFTA aufgerufen wird.

http://futurezone.at/netzpolitik/google-weitet-recht-auf-vergessenwerden-bei-suche-aus/180.227.652

www.webschauder.de/google-grenzen-des-rechts-auf-vergessen/