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Amazon: Birkenstock ist nicht das einzige Problem

Zum 1. Januar 2018 wird Birkenstock seine Geschäftsbeziehung mit Amazon beenden, da der Onlinehändler nicht angemessen gegen Produktfälschungen vorgeht.
Amazon widerspricht der Darstellung Birkenstocks nicht, sondern verweist lapidar auf die geltenden Regeln: „Amazon duldet keine gefälschten Produkte, deren Angebot auf Amazon Marketplace ist laut unseren Teilnahmebedingungen nicht erlaubt.“
Dies wohl aus gutem Grund, denn Amazons Problem mit gefälschten Produkten ist kein Einzelfall, wie der Spiegelartikel
„Was hinter dem Birkenstock-Abgang bei Amazon steckt“
zeigt.
Ob sich Amazon aber wirklich auf die Ausnahmeregeln der E-Commerce-Richtlinie beziehen darf, bleibt fraglich. Spätestens dann, wenn wie das „Wall Street Journal“ berichtet, Originalartikel mit Fälschungen zusammen gelagert werden, gibt es eine aktive Beteiligung Amazons und dann ist Amazon selber der Verbreiter der Raubkopien.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/birkenstock-vs-amazon-aerger-um-gefaelschte-produkte-a-1182710.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-legt-sich-mit-amazon-an-a-1182571.html

https://www.wsj.com/articles/on-amazon-pooled-merchandise-opens-door-to-knockoffs-1399852852

Streaming: 50 Mrd. Verlust durch Piraterie bis 2022

Nach einer aktuellen Studie des Digital TV Research werden Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon durch Piraterie zwischen 2016 und 2022 einen Verlust an Abonnement- und Werbeeinnahmen in Höhe von 52 Milliarden US-Dollar erleiden.

Der Verlust bezieht sich auf insgesamt 138 Länder. Im Jahr 2016 betrugen die Einnahmen aus legalen Streaming-Diensten 37 Milliarden US-Dollar gegenüber 26,7 Milliarden US-Dollar, die durch Piraterie verloren gingen.

https://www.digitaltvresearch.com/ugc/press/219.pdf

http://variety.com/2017/tv/news/piracy-cost-streaming-players-over-50-billion-1202602184/

Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor

Der Boxkampf zwischen Mayweather und McGregor hat wohl einen neuen Piraterierekord erzielt:

Laut Irdeto gab es 239 illegale Live-Streaming-Angebote zu dem Kampf, die weltweit schätzungsweise 2,93 Millionen Zuschauer erreichten. Dazu kamen geschätzte 445.000 Downloads.
67 der 239 Streams erfolgten über bekannte Piraterie-Streaming-Websites. Es wurden aber auch Dienste wie Facebook, YouTube, Twitter’s Periscope, Twitch (Amazon) und die Media-Player-Plattform Kodi genutzt. Pirateriezahlen zu Mayweather/McGregor weiterlesen

Akku-Plagiate bei Amazon

Nachdem die Zeitschrift c’t festgestellt hat, dass bei 12 Testkäufen von Samsungs-Akkus über Amazon und über bei Amazon angeschlossene Händlern nur gefälschte Ware versendet wurde, plant Samsung rechtliche Schritte. Auf futurezone-Anfrage teilte Samsung mit:
„Bei Produktfälschungen, die das Erlebnis der Nutzer beeinträchtigen können, verfolgt Samsung eine Null-Toleranz-Politik. Das schließt sämtliche Handelsplattformen, also auch die genannten Online-Plattformen, ein. Alle mutmaßlichen Verstöße, die Samsung bekannt werden, werden von Samsung sorgfältig geprüft und sofern ein Verstoß vorliegt, werden die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet.“

http://futurezone.at/digital-life/samsung-geht-gegen-gefaelschte-akkus-vor/126.171.823

Frankreich: Anti-Amazon-Gesetz

In Frankreich wurde das sogenannte „Anti-Amazon-Gesetz“ nun endgültig verabschiedet. Damit verbietet das Preisbindungsgesetz zukünftig die Kopplung des zulässigen 5%-Rabattes mit kostenfreien Lieferungen.
Man erhofft sich durch die neue Regelung eine Stärkung des stationären Buchhandels, da dieser nun günstiger sein kann, als reine Online-Shops.
www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2014/06/30/huerde-fuer-die-onliner.htm

Erpressung die Zweite ?

Nach Vorwürfen des Börsenvereins, das Amazon Buchverlage durch Lieferverzögerungen zu höheren Rabatten bei E-Books zwingen wolle, wurde nun ein weiterer Fall des Machtmissbrauchs bekannt:

Das Netzwerk der Indie-Labels, Worldwide Independent Network (WIN) beschuldigt YouTube, die Labels zu einem Vertragsabschluss zu zwingen, der eine Bezahlung vorsieht, die weit unter der von Rdio, Deezer, Spotify und anderen Streamingservices liegt.
Sie würden die Indies nahezu erpressen, zu unterschreiben. Wenn sie diesen Vertrag nämlich nicht unterschreiben, so sagt WIN, drohe Youtube damit, alle Videos des Labels zu blockieren. YouTube habe sich direkt mit Briefen an die einzelnen Labels gewendet.

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/streit-um-rabatte-deutscher-buchhandel-wirft-amazon-erpressung-vor-a-970633.html

www.wecab.info/3390-youtube-droht-indies-mit-dem-sperren-ihrer-inhalte/#more-3390