Studie zu Pirateriehostern und deren Datacentern

Britische Forscher haben in 2017 die „symbiotische Beziehung“ von Piraterieportalen und Hostern untersucht. 33 Hoster für drei in Großbritannien wichtigen Piraterieportalseiten wurden untersucht. Dabei zeigte sich, dass 15 der Hoster mit insgesamt 58% der Videos bei nur zwei Datacentern/Rechenzentren lagen, nämlich auf Servern von M247 in Rumänien und von Cogent/LeaseWeb in den Niederlanden.

Die Untersuchung zu den Löschzeiten ist aufgrund methodischer Gegebenheiten nur bezüglich einer Monatsfrist aussagekräftig:
• Openload.co, Estream.to und Streamin.to haben 25 % der gemeldeten Rechtsverletzungen nicht binnen eines Monats entfernt.
• Bei Vidzi.tv und TheVideo.me wurden sogar 70 % der gemeldeten Videos nicht binnen eines Monats gelöscht.

Darüber hinaus entwickeln die Forscher verschiedene Methodiken, um weitere Zusammenhänge der Angebote zu ermitteln.

https://qmro.qmul.ac.uk/xmlui/handle/123456789/36524

Ergänzung:
Auffallend ist, dass auch bei dieser Studie festgestellt werden muss, dass die wichtigsten Datacenter/Rechenzentren für die Verbreitung illegaler Inhalte Mitglied bei eco, dem Verband der Internetwirtschaft sind.

Vgl.:
http://webschauder.de/eco-internetverband-auch-fuer-piraterie-dienstleister/

http://webschauder.de/spielfilme-2014-wieder-dominiert-illegal-50-des-angebots-ueber-eco-mitglieder/