Strategische Einschätzung von Europol zur sexuellen Ausbeutung von Kindern

Europol hat im Oktober 2013 einen Bericht über die kommerzielle Ausbeutung von Kindern vorgelegt. Danach ist die überwiegende Mehrheit von Kindesmissbrauchmaterial im Internet „kostenfrei“, dies gilt insbesondere für die Verbreitung durch P2P-Technologien. Durch die Verwendung von Anonymiserungsdiensten wie Tor wird es für die Strafverfolgungsbehörden immer schwieriger, Täter und Netzwerke der Produktion und Verbreitung von Kinderpornografie zu identifizieren.

  • Der Anteil der kommerziellen Verbreitung wird auf 7,5 bis 10 % geschätzt.
  • Ein neuer bedeutender Trend ist das Live-Streaming eines Missbrauchs gegen Zahlung.
  • Da eine wachsende Zahl von jungen Menschen internetbasierte Dienste zur Produktion sexualisierter Inhalte nutzt, besteht eine reale Gefahr, dass dieses Material seinen Weg in den Wirtschaftskreislauf findet.
  • Nach Angaben von INHOPE befinden sich kommerzielle Server insbesondere in den USA, Russland, Kasachstan, Japan, Niederlande, Ukraine, Deutschland, Tschechische Republik und Ungarn.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.europol.europa.eu/content/new-cybercrime-report-examines-disturbing-trends-commercial-online-child-sex-abuse

Es gibt eine deutschsprachige Zusammenfassung unter:
www.veko-online.de/index.php/archiv-hauptmenu/319-titel-kommerzielle-sexuelle-ausbeutung-von-kindern-im-internet