Zwischenhändler für Likes

Der Spiegel berichtet über einen Schüler, der als Zwischenhändler für gefakte Likes und Follower zu einigem Geld gekommen ist. Ob er die Einkünfte versteuert hat bleibt offen.
Trotz entsprechender Bemühungen hat Instagram bei einem mit dem Spiegel durchgeführten Versuch nur wenige der falschen Likes entdeckt und gelöscht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/instagram-likes-und-follower-kaufen-ein-insider-berichtet-a-1183106.html

USA: Google muss nicht weltweit sperren

Google hat ein Verfahren gegen das kanadische Unternehmen Equustek Solutions gewonnen.
Die Suchmaschine ist nach Ansicht eines Bundesgerichts in Kalifornien keineswegs verpflichtet, Inhalte auf der Grundlage einer Entscheidung des kanadischen Obersten Gerichtshofs weltweit zu blockieren.
Zumindest in diesem Fall werteten die Richter die Meinungsfreiheit höher ein. Das kanadische Unternehmen war allerdings gar nicht zu dem Prozess erschienen. Das kanadische Urteil ist damit natürlich nicht aufgehoben.

https://torrentfreak.com/google-defeats-worldwide-site-blocking-order-in-us-court-171218/
Siehe auch:
http://webschauder.de/kanada-google-muss-weltweit-sperren/

Großbritannien: Nach Brexit neue Regeln der Verantwortung im Netz

Ein vom „Committee on Standards in Public Life“ veröffentlichter Bericht empfiehlt der britischen Regierung nach dem Brexit neue Gesetze einzuführen, die Technologieunternehmen für „illegale Inhalte“, die auf ihren Plattformen erscheinen, haftbar machen.

Aktuell geht dies nicht, da sich Großbritannien an die E-Commerce-Richtlinie halten muss, ein Gesetz welches aus Sicht des Komitees veraltet ist. Die Regierung sollte versuchen, Gesetze zu erlassen, um das Gleichgewicht der Haftung für illegale Inhalte auf die Social-Media-Unternehmen zu verlagern.
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Kartellamt wirft Facebook Missbrauch vor

Das Bundeskartellamt hat dem Unternehmen Facebook seine vorläufige rechtliche Einschätzung in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung übersandt.
Die Behörde geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass Facebook auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend ist. Weiter ist das Amt der Ansicht, dass Facebook missbräuchlich handelt, indem das Unternehmen die Nutzung des sozialen Netzwerks davon abhängig macht, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenführen zu dürfen. Zu diesen Drittseiten gehören zum Einen konzerneigene Dienste wie WhatsApp oder Instagram. Hierzu gehören aber auch Webseiten und Apps anderer Betreiber, auf die Facebook über Schnittstellen zugreifen kann.
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Frankreich: CNIL droht WhatsApp mit Sanktionen

Die französische Datenschutzbehörde CNIL rügt WhatsApp wegen des Austauschs personenbezogener Informationen mit Facebook zu denen es keine erforderliche Einwilligung der Nutzer gab. Besonders kritisiert wird, dass sich Nutzer gegen das Weiterleiten von Telefonnummern und anderer Daten zur Analyse von Nutzerverhalten nur per App-Abschaltung wehren könnten.

Falls das Unternehmen nicht binnen eines Monats die Vorgaben erfülle, könnte ein Sanktionsverfahren eingeleitet werden.
Die CNIL ärgert sich auch über die mangelnde Kooperationsbereitschaft der betroffenen Firmen. Sie habe WhatsApp wiederholt gebeten, ein Muster der an Facebook übermittelten Daten französischer Anwender auszuhändigen. Das Unternehmen habe dies aber abgelehnt mit dem Hinweis, dass es seinen Sitz in den USA habe und daher nur Gegenstand der Gesetzgebung dieses Landes sei.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-Franzoesische-Kontrolleure-stufen-Datenabgleich-mit-Facebook-als-rechtswidrig-ein-3922348.html

Großbritannien: Piraterieangebot der ULC

Das University College London, bietet auf den eigenen Servern einen riesigen Fundus an urheberrechtlich geschützten Inhalten an. Darunter neben hunderten von Spielfilmen auch eine riesige Anzahl von Dokumentarfilmen, wie bspw. der brandneue Blue Planet II der BBC.
Das Angebot erfolgt im Self-Access Centre und scheint nur für den universitären und pädagogischen Gebrauch bestimmt zu sein.

https://torrentfreak.com/university-college-london-is-accidentally-running-a-huge-pirate-movie-site-171216/

Interview mit einem der härtesten Gamer

„Ich denke, es könnte ruhig etwas mehr indiziert oder mit einem USK-18-Kennzeichen versehen werden.“, so das Fazit des mehrjährigen Spieletesters Niko R., der im Auftrag der Bundesprüfstelle Computerspiele getestet hat. Das vollständige Interview finden Sie bei Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/spieletester-der-bundespruefstelle-traumjob-jedes-16-jaehrigen-a-1181333.html

Strafverfolgung im Internet

Der Spiegel berichtet über Probleme und Erfolge beim Kampf gegen Kriminelle im Netz. Dazu gehören:

Unzureichende Vorratsdatenspeicherung
„Allein 2016 hat das Bundeskriminalamt (BKA) mangels IP-Daten 8000 Fälle von Kinderpornografie nicht weiter verfolgen können.“

Mangelnde Gesetze
„Wer im Darknet einen Marktplatz betreibt, auf dem Waffen verschoben werden, macht sich allein wegen seiner Rolle als Administrator nicht strafbar. Vor Gericht können ihm die Staatsanwälte dann nur Beihilfe vorwerfen – und müssen dafür den Handel in jedem Einzelfall nachweisen.“

Föderaler Flickenteppich
„Wenn ein Hackerangriff in allen 16 Bundesländern vorkommt“, sagt LKA-Mann Hahn, „ermittelt die Polizei im schlimmsten Fall 16 Mal parallel.“

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cyberkriminalitaet-polizei-fordert-mehr-werkzeuge-a-1182501.html

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