BSA-Report zur unlizenzierten Software

Nach dem neuen Jahresreport der Business Software Alliance (BSA) ist der Einsatz von unlizenzierter Software leicht rückläufig, aber immer noch weit verbreitet. Unlizenzierte Software macht weltweit immer noch 37 Prozent der auf PCs installierten Software aus – nur 2 Prozent weniger als 2016.
In Deutschland liegt die von der BSA ermittelte Quote unlizenzierter Software bei 20 Prozent. 2011 lag sie noch bei 26 Prozent. Innerhalb der europäischen Union liegt die Quote bei 28 Prozent.
https://gss.bsa.org/

Facebook 3 – EUGH: Behörden können gegen Facebook und Betreiber vorgehen

Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Besucher seiner Seite verantwortlich
Die Datenschutzbehörde des Mitgliedstaats, in dem dieser Betreiber seinen Sitz hat, kann nach der Richtlinie 95/461 sowohl gegen ihn als auch gegen die in diesem Mitgliedstaat niedergelassene Tochtergesellschaft von Facebook vorgehen.

Die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein Marit Hansen begrüßt das Urteil des EuGH: „Die Entscheidung hat meine Einschätzung bestätigt, dass es keine Verantwortungslücken im Datenschutz geben kann. Konkret bedeutet dies nun für alle Fanpage-Betreiber, dass zwischen ihnen und Facebook geklärt sein muss, welche Datenschutzpflichten sie selbst zu erfüllen haben und für welche Facebook zuständig ist. Dies gilt insbesondere für die Informationspflichten: Ohne Transparenz, wie die Daten über alle Nutzenden – d. h. Mitglieder und Nicht-Mitglieder von Facebook – verarbeitet werden, funktioniert dies nicht. Bei den Betroffenenrechten, z. B. dem Recht auf Auskunft oder Berichtigung, gilt: Jeder kann diese Rechte sowohl gegenüber dem Fanpage-Betreiber als auch gegenüber Facebook direkt geltend machen.“

Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz Thomas Petri empfiehlt den bayerischen öffentlichen Stellen, anhand des Urteils ihre Öffentlichkeitsarbeit bei Anbietern Sozialer Medien kritisch zu überprüfen.
[EUGH, 5. Juni 2018, C-210/16]

https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2018-06/cp180081de.pdf

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1241-Betreiber-von-Facebook-Fanpages-tragen-Datenschutz-Verantwortung!.html

Facebook 2 – LG Frankfurt: Facebook-Messenger fällt nicht unter das NetzDG

Rechtsverletzungen, die über den Facebook-Messenger begangen werden, fallen nicht in den Anwendungsbereich des Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Es besteht kein Auskunftsanspruch auf die Daten der Tatbeteiligten.
[LG Frankfurt, 30.04.2018, 2-03 O 430/17]

https://www.online-und-recht.de/urteile/NetzDG-nicht-anwendbar-bei-Rechtsverletzungen-ueber-Facebook-Messenger-Landgericht-Frankfurt_aM-20180430/

Facebook 1 – VG Bayreuth: Custom Audiences ist datenschutzwidrig

Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Bayreuths ist der Einsatz von Facebook Custom Audiences grundsätzlich datenschutzwidrig.
Die Klägerin wehrte sich somit erfolglos gegen einen Bescheid des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA).

Das Gericht geht von einer Datenübermittlung im Rahmen von Facebook Custom Audiences aus. Für eine solche Übertragung existierte jedoch keine ausreichende Rechtsgrundlage. Insbesondere
[VG Bayreuth, 08.05.2018, B 1 S 18.105]

https://www.datenschutz.eu/urteile/Einsatz-von-Facebook-Custom-Audiences-ist-datenschutzwidrig-Verwaltungsgericht-Bayreuth-20180508/

Goldschürfen im Internet oder auch Money for nothing

Nein, nicht das aktuelle Thema Schürfen (Mining) von Kryptowährungen ist gemeint, auch wenn das vielleicht naheliegt.

Als Ende des 19. Jahrhunderts die Goldgräber Richtung Alaska zogen, da hatten diese noch an reichlich Ausrüstung zu schleppen. Mit Pfannen mussten sie haufenweise Gestein in den Flüssen gewaschen, welches vorher mühsam mit Schaufel und Hacke zerkleinert wurde damit am Ende einige Nuggets in der Schürfpfanne übrigbleiben.

In Zeiten des Internets hat sich dieses Prinzip erhalten, wenn auch in etwas veränderter Form. Schweres Gepäck ist in diesen Zeiten nicht mehr notwendig, eher Ausdauer und Dreistigkeit.
Die Nuggets sind auch nicht mehr die Goldklumpen, es sind naive Konsumenten, die auf schöne Werbeversprechungen reagieren, die Konsumenten schwimmen sinnbildlich im Fluss des Internetverkehrs.
Sie springen vor allem immer dann auf solche Werbung an, wenn diese ein vermeintliches Schnäppchen ist und jemand eine Ware oder einen Service deutlich unter dem Marktpreis anbietet. Ab einer bestimmten Schwelle schaltet der Verstand offenbar aus und öffnet dann die Tore für die modernen Goldschürfer.
Und wie einst die Glücksucher am Klondike müssen die Anbieter solcher Services sehr viel „waschen“ also viel Werbung schalten und/oder für Traffic sorgen, damit am Ende zahlende Nutzer in der eigenen Pfanne, dem eigenen Bankkonto, übrig bleiben.

Ganz besonders digitale Medien sind lukrativ für solche vermeintliche Schnäppchen.  Welcher Konsument träumt nicht von einem unerschöpflichen Füllhorn an Bücher, Musik, Games, Filmen oder Programmen, alles zu einem konkurrenzlos günstigen Preis, quasi die wahrgewordene Kulturflaterate?

Startpunkt Youtube

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USA: FCC fordert Amazon & eBay auf, keine illegalen Setup Boxen zu verkaufen

FCC-Kommissar Michael O’Rielly hat die Chefs von Amazon und eBay gebeten, den Verkauf von Piraterie-Medienboxen, die illegal das FCC-Compliance-Logo tragen, zu unterbinden.

Die Federal Communications Commission (FCC) ist eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten. Sie regelt die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel. Die FCC ist zudem Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte wie Radios, Fernseher und Computer. Sie prüft die Geräte auf Verträglichkeit mit den eigenen und anderen Normen (z. B. von ISA, ISO oder ITU).

https://torrentfreak.com/fcc-asks-amazon-ebay-to-help-eliminate-pirate-media-box-sales-180530/

https://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Communications_Commission

YouTube: Terrorumleitung wenig erfolgreich

Die Bemühungen von YouTube, mit einer speziellen „Redirect“-Methode Nutzer bei der Suche nach Enthauptungsvideos oder anderer islamistischer Terrorpropaganda auf anti-terroristische Aufklärungsspots umzuleiten, sind noch nicht besonders erfolgreich.
Laut einer Studie des Counter Extremism Project (CEP) ist die Wahrscheinlichkeit bei extremistischem Material zu landen, immer noch dreimal höher als eine Anzeige von Gegenpropaganda.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-YouTube-Umleitung-bei-Terrorvideos-funktioniert-nicht-zuverlaessig-4060466.html

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