Stärkt die Telekom die Anonymisierung im Netz?

Mehrere Presseorgane berichten, dass die Telekom auf der Cebit ein kostenloses Software-Sicherheitspaket angekündigt hat. In dem Angebot enthalten ist u.a. eine Antivirensoftware und eine Anwendung für verschlüsselte Internet-Verbindungen über „VPN-Tunnel der Firma Steganos“.
Der genaue Sinn und Zweck des VPN-Tunnel ist nicht erklärt. Steganos erklärt den Nutzen ihres VPNs so:

„Warum anonym surfen? Ich habe doch nichts zu verbergen.
Sobald Sie online gehen, erhalten Sie eine eindeutige Internet Protocol-Adresse, kurz IP. Die IP ist wie ein Peilsender im Internet und zurückverfolgbar bis zu Ihrer Wohnungstür. Jeder Seitenbetreiber kann genau erkennen, was Sie auf seiner Website gemacht haben: […]  Auch Ihr Provider kann jede Menge Daten einsehen, so etwa welche Filme oder Musikstücke Sie in Ihrer legalen Tauschbörse hoch- und heruntergeladen haben. Es geht nicht darum, ob Sie etwas zu verbergen haben. Sie haben ein Recht auf Privatsphäre und müssen sich dafür nicht rechtfertigen.“
[Hervorhebung durch Webschauder]

www.steganos.com/fileadmin/infosheets/SIAVPN_de_OEM.pdf

Nachtrag:
http://schutzpaket.telekom-dienste.de/#secureBrowsing

Instagram: Weiterhin Bilder von Selbstzerstörung Jugendlicher

Immer noch werden über das soziale Netzwerk Instagram Bilder veröffentlicht, die Jugendliche zeigen, die sich dünn hungern oder selbst verletzen. Die Gegenmaßnahmen der Betreiber scheinen völlig unzureichend, wie Ruben Rehage im Weserkurier berichtet.

www.weser-kurier.de/deutschland-welt_artikel,-Jugendliche-zeigen-ihre-Selbstzerstoerung-im-Internet-_arid,1079719.html

 

Software zur Erkennung schlafender Schadcodes in Android-Apps

Immer häufiger verstecken Angreifer „Schläfer“-Schadsoftware in Smartphone-Apps. Um das Problem „schlafende“ Malware, die sich erst nach Stunden oder Tagen aktiviert zu lösen haben das Fraunhofer SIT und die TU Darmstadt ein Werkzeug entwickelt, mit dem Analysten „Schläfer“-Schadsoftware innerhalb einer Minute aufspüren können.
Eine Basisvariante von Harvester steht als Open Source-Tool für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung. Für die kommerzielle Nutzung können Unternehmen eine Version mit erweiterter Funktionalität lizenzieren.
www.sit.fraunhofer.de/harvester/

Deutschland: Polizei Leipzig schließt Internet-Drogenhandel

Sächsische Fahnder haben den Internetdrogenhandel „Shiny Flakes“ geschlossen. Die ursprünglich im Darknet beheimatete Seite bot Crystal, Kokain, Amphetamin, Ecstasy, LSD, Haschisch und Marihuana seit Anfang 2014 über das freie Netz an. Bestellung anonymisiert über TOR, Vorkasse per Bitcoin und Auslieferung dann per Post.  Deutschland: Polizei Leipzig schließt Internet-Drogenhandel weiterlesen

Großbritannien: PIPCU schließt illegales Musikangebot

Polizisten der Police Intellectual Property Crime Unit (PIPCU) haben am 11.3. die illegale britische Karaokeseite (www.karaoke-world.co.uk) geschlossen.

Die BitTorrent Seite bot den Nutzern zehntausende Musiktitel inklusive der Neuheiten an. Die Nutzer waren zu uploads verpflichtet. Zusätzlich gab es einen kostenpflichtigen VIP-Bereich.

www.cityoflondon.police.uk/advice-and-support/fraud-and-economic-crime/pipcu/pipcu-news/Pages/PIPCU-shutsdown-illegal-music-site,-karaoke-world.co.uk.aspx

Spielfilme 2014: Wieder dominiert „illegal“ – 50 % des Angebots über eco-Mitglieder

Um die Verbreitung illegaler Filme über Share- und Videohoster abzuschätzen, wurde auch in diesem Jahr die Anzahl der Löschungen von Raubkopien bei Share- und Videohostern zusammengetragen.

Das Ergebnis ist eindeutig. Während die legalen Filmmärkte Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten, stieg die Anzahl der Downloads und Streams um etwa 7 % auf 607 Mio. Stück.[i]

Nach Meldungen der Firmen CoPeerRight Agency Deutschland, FDS File Defense Service, Fifthfreedom und OpSec Security wurden in 2014 knapp über 3 Mio. Filme gelöscht. Spielfilme 2014: Wieder dominiert „illegal“ – 50 % des Angebots über eco-Mitglieder weiterlesen

Filehosters and datacenters

Based on the number of notice and take-down procedures we put together the following market shares of the file- and videohosters:

TOP TEN HOSTER 2014: 607 million movies
Rank Hoster Market share
1 share-online.biz 37,8%
2 uploaded.net /.to 30,50%
3 oboom.com 7,4%
4 rapidgator.net 2,4%
5 uploadable.ch 2,1%
6 freakshare.com 1,2%
7 zippyshare.com 1,20%
8 filemonkey.in 1,2%
9 streamcloud.eu 0,8%
10 bitshare.com 0,7%
Top ten 85,3%

These 25 hosters are using 14 datacenters or content delivery networks (CDN) registered in 9 countries.

Datacenter of the top 25 file- and videohosters 2014
Country Datcenter /CDN Hoster Market share
USA 2 4 47,2%
Netherland 5 9 36,3%
Russia 1 1 2,4%
France 1 3 1,9%
Switzerland 1 4 1,6%
United Kingdom 1 1 0,6%
Germany 1 1 0,5%
Lithuania 1 1 0,4%
Sweden 1 1 0,3%

Six of these 14 companies are members of the “Association of the German Internet Industry, eco”. They distribute 51% of the illegal files.

For further details please visit (German language):
www.webschauder.de/spielfilme-2014-wieder-dominiert-illegal-50-des-angebots-ueber-eco-mitglieder/

Piracy damages in the movie market

The illegal distribution of movie files via file- and videohosters is damaging the movie markets.
To calculate the damages we counted the files that were deleted in 2014: 3 million files were removed (notice and take-down procedures in the name of copyright owners).
With an average use of 200 downloads or streams per file we found out that more than 600 million movies were illegally distributed.

Legal and illegal distributed movies in Germany 2014
Legal and illegal distributed movies in Germany 2014

Not every illegal version would have been bought. Studies show that circa only every tenth movie would have been bought or rented.
This results in a financial damage in the region of 600 million euros. The damage is caused by file- and videohosters, P2P is not included in this calculation

For further details please visit (German language):
www.webschauder.de/spielfilme-2014-wieder-dominiert-illegal-50-des-angebots-ueber-eco-mitglieder/

US-Regierung beschuldigt Filehoster und Registrare

Das US-amerikanische „Office of the United States Trade Representative” hat in der diesjährigen “Out-of-Cycle Review of Notorious Markets” einen Schwerpunkt auf Copyrightverletzungen gelegt und beschreibt dementsprechend Tauschbörsenportale und Filehoster. Dabei wird der Bezug mancher Angebote zu Ländern in der EU erkennbar.

Zudem wird manchen Registraren vorgeworfen, dass sie sich gerichtlichen Anordnungen oder behördlichen Aufforderungen, bestimmte Seiten zu löschen, widersetzen.

https://ustr.gov/sites/default/files/2014%20Notorious%20Markets%20List%20-%20Published_0.pdf

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