Kanadisches Gericht fordert Google zu einer weltweiten Sperre auf

Der Supreme Court of British Columbia hat am 13.6. Google im Rahmen einer Einstweiligen Verfügung aufgefordert, bestimmte Internetseiten binnen 14 Tagen weltweit nicht mehr anzuzeigen.

Der Kläger, ein Hersteller von industriellen Netzwerkgeräten, wehrt sich damit gegen den Verkauf von Produkten, die auf seinen Geschäftsgeheimnissen beruhen. Verschiedene Verfahren gegen den Verkäufer, einen früheren Teilhaber der Firma, hatten die illegalen Verkäufe nicht einschränken können.

Das Gericht begründet ausführlich, wieso es eine Verfügung erlassen kann, die über die nationalen Grenzen hinauswirkt und verweist auf die sonst bestehende Umgehungsmöglichkeit über andere nationale Google-Seiten (z.Bsp. google.fr).

Ergänzend führt es aus, das Urheberrechte weltweit anerkannt sind, so dass kein Konflikt mit Regelungen anderer Länder zu erwarten ist; auch Google hätte kein Belege für eine solchen Konflikt vorgelegt.

Google hat Berufung angekündigt.

www.courts.gov.bc.ca/jdb-txt/SC/14/10/2014BCSC1063.htm

www.theglobeandmail.com/report-on-business/industry-news/the-law-page/bc-court-seeking-global-reach-orders-google-to-block-sites/article19212708/

Datenschutz bei Facebook: Irisches High Court übergibt an den EuGH

Das Verfahren einer österreichischen Studentengruppe zum  Datenschutz bei Facebook, bzw. den Export von Daten in die USA wurde nun vom obersten irischen Gericht an den EuGH verwiesen.

Der EuGH hat sich nun mit der Frage zu beschäftigen, ob nationale Datenschutzbehörden dazu verpflichtet sind, gegen den Export von Nutzerdaten in die USA vorzugehen.

www.golem.de/news/facebook-klage-irisches-gericht-verweist-auf-eugh-1406-107275.html

Neuer Piraterierekord bei “Game of Thrones” trotz legalem Angebot

Die Final Season von “Game of Thrones” soll nach Erhebungen von Torrentfreak einen neuen Piraterierekord erzielt haben:

Bis zu 250.000 Personen „teilten“ eine einzige Datei gleichzeitig über den Demonii Tracker. In den ersten 12 Stunden luden etwa 1,5 Mio. File-Sharer eine Raubkopie herunter, binnen der nächsten Tage wird mit 7,5 Mio. Downloads gerechnet.

Die Downloader kamen aus der ganzen Welt, beliebt ist die Serie aber in Australien, den USA, Großbritannien und Kanada. Nach Angaben von Torrentfreak ist die Serie dort überall legal erhältlich, aber halt nicht umsonst.

http://torrentfreak.com/game-thrones-season-finale-sets-piracy-record-140616/

Filesharing: Anwälte haften für Pflichtverletzungen

Filesharing: Anwälte haften für Pflichtverletzungen

Rasch Rechtsanwälte berichten über ein Verfahren vor dem AG Leipzig, bei dem ein Anwalt seinem Mandanten 4.500,00 € zahlen muss, da er seine Mandantin statt ordentlich zu beraten in ein aussichtsloses Verfahren geführt hat:
“Durch die in dem zugrundeliegenden Fall unterlassene dahingehende Beratung der Anschlussinhaberin und das Verstreichenlassen der Fristsetzungen der Rechteinhaberin ist es jedoch zu den Gerichtsverfahren gekommen, so dass nach zutreffender Ansicht des AG Leipzig sämtliche Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens kausal durch die anwaltliche Pflichtverletzung entstanden sind.“

www.raschlegal.de/news/filesharing-ag-leipzig-verurteilt-rechtsanwalt-wegen-anwaltlicher-pflichtverletzungen/

Spionagesoftware frei Haus

Der Nachrichtendienst Heise berichtet, dass Sicherheitsforscher auf dem Smartphone „Star N9500“, einer billigen Kopie des Samsung Galaxy S4, vorinstallierte Trojaner gefunden haben. Diese übertragen persönliche Daten, können Anrufe belauschen oder das Telefon zur Wanze umschalten. Eine Deinstallation ist kaum möglich.

www.heise.de/newsticker/meldung/Vorinstallierte-Spionagesoftware-auf-China-Smartphones-2221792.html

Nicht nur Deutsche wollen mehr Privatsphäre im Netz, aber…

Der gerade veröffentlichte Privacy Index von EMC untersucht in 15 Ländern die Einstellungen der Bürger zu Privatsphäre und Datenschutz. Die Ergebnisse zeigen wie paradox das Verhalten ist:

Deutsche sind am wenigsten bereit Online-Bequemlichkeit gegen Privatsphäre zu tauschen. Nur 12 % wollen eine solchen Tausch, 77 % sind dagegen („weltweit“ 51 %). Aber sie sind nicht bereit viel dafür zu tun:

  • 63 % wechseln ihre Passwörter nicht regelmäßig
  • 41 % haben keinen Passwortschutz auf dem Mobilgerät
  • 27 % nutzen die Datenschutzoptionen in Sozialen Netzwerken nicht

www.emc.com/campaign/privacy-index/germany.htm

VPN: Existenzgrundlage Internetpiraterie?

In einem Bericht über den Einsatz von VPNs auf „tarnkappe“ erläutert der Buchpirat „Spiegelbest“, dass VPNs ihre Existenz den Filesharern verdanken, die nicht erwischt werden wollen: „Falls eine Anfrage beim VPN-Anbieter landet, wird er nur im Rahmen seiner Pflichtschuldigkeit tätig werden. HMA (oder ein anderer Anbieter) hat noch nie einen Filesharer verraten. Das wäre das Ende jeder Geschäftstätigkeit!“

https://tarnkappe.info/meinung-wieviel-vpn-darf-es-sein/

USA/NL: Hat sich Leaseweb nach Klage freigekauft?

Nach einem Bericht vom torrentfreak, hat das Erwachsenenmagazin Perfect 10 den niederländischen Speicherplatzanbieter Leaseweb auf Schadensersatz verklagt, da Leaseweb illegalen Angeboten Speicherplatz vermietet. Nach Vergleichsverhandlungen baten die Beteiligten das kalifornische Gericht, die Klage abzuweisen.

“It can be assumed that LeaseWeb has paid the magazine publisher some form of compensation, but none of the parties is willing to comment on the terms of the settlement.”

http://torrentfreak.com/leaseweb-settles-piracy-hosting-lawsuit-perfect-10-140611/

Italien: AGCOM erlässt in 8 von 41 Fällen Sperrverfügungen

Seit April erlässt die italienische Regulierungsbehörde AGCOM Sperrungen gegen Internetseiten, die Urheberrechte in großem Umfang verletzen. Laut Angaben von heise.de wurde in den letzten Monaten die Bearbeitung von 41 Fällen abgeschlossen. 8 Websperren wurden angeordnet, die anderen Betreiber hätten nach Hinweisen sofort reagiert und die rechtswidrig angebotenen Inhalte gelöscht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Anti-Piraterie-Behoerde-Hadopi-besinnt-sich-auf-die-Kultur-des-Teilens-2220777.html

www.webschauder.de/italien-erste-sperranordnung-von-agcom/

Kein Online-Banking wegen Sicherheitsbedenken – 2% hatten finanzielle Schäden

Eine aktuelle Befragung im Auftrage der Initiative D21 zum Online-Banking zeigt:

  • Sicherheitsvorbehalte sind die größten Barrieren für die Nutzung von Online-Banking. 76 Prozent der Online-Banking-Ablehner verweisen auf Angst vor Betrug.
  • 55 Prozent derjenigen, die einer Online-Banking-Nutzung ablehnend gegenüberstehen, geben an, dass nichts sie zu einer Nutzung bewegen kann. Für die übrigen 45 Prozent aktueller Ablehner wäre der am häufigsten genannte Grund für eine künftige Nutzung die Entwicklung ganz neuer Sicherheitsverfahren.
  • Knapp zwei Prozent der Befragten geben an, beim Online-Banking schon einmal einen finanziellen Schaden erlitten zu haben. Immerhin 17 Prozent der Befragten können von finanziellen Schadensfällen in ihrem Umfeld im Zusammenhang mit Online – Banking berichten.

www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2014/06/d21_fiducia_studie_onlinebanking_2014.pdf

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