Neue BKA-Zahlen zur Löschung von Kinderpornographie

Die Bundesregierung hat den „Bericht über die im Jahr 2014 ergriffenen Maßnahmen zum Zweck der Löschung von Telemedienangeboten mit kinderpornografischem Inhalt im Sinne des § 184b des Strafgesetzbuchs“ vorgelegt.

Im Jahr 2014 wurden 2.919 Hinweise zu kinderpornografischen Inhalten im BKA erfasst (Vorjahr 3.069). Der Rückgang wird dadurch erklärt, dass ein Teil der gemeldeten Inhalte bei Überprüfung schon gelöscht war und somit nicht mehr in die Auswertung einbezogen wurde.

171 Fällen wurden nicht weiterbearbeitet, da die Staaten in denen die Dateien lagen für Sexualdelikte die Todesstrafe verhängen. Bei den verbliebenen 2.747 Hinweisen wurden die Inhalte in 1.601 Fällen (58%) im Ausland und in 1.146 Fällen (42%) im Inland gehostet.

Im Inland wurden die gehosteten kinderpornografischen Inhalte im Durchschnitt binnen 1,88 Tagen gelöscht, davon
• binnen 2 Tagen: 77 Prozent (879),
• nach einer Woche: 96 Prozent (1 105) und
• nach zwei Wochen: 100 Prozent.

„Eine Ursache für die nach einer Woche noch verbliebenen Inhalte (4 Prozent) waren auch im Jahr 2014 nach wie vor technische und organisatorische Probleme einzelner Internet-Provider bei der Umsetzung der Löschung. In Einzelfällen wurde die Löschung aus Gründen der Strafverfolgung erst später als nach sieben Tagen durchgeführt.“

Nicht erklärt wird, wieso in über 200 Fällen die Löschung nicht binnen 2 Tagen sondern nur binnen einer Woche erfolgte.

www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/20150902_Jahresbericht2014_LoeschenstattSperren.pdf?__blob=publicationFile