Luxemburg: XBTs Pirateriedienstleistungen

In einem von dem ehemaligen britischen MI6-Agenten Christopher Steele erstellten Dossier über Donald Trump wird auch das Unternehmen XBT erwähnt. Der Chef des Unternehmens, Aleksej Gubarev, klagt nun wegen der Veröffentlichung des Berichts u.a. gegen Buzzfeed.
Diese laufenden gerichtlichen Auseinandersetzungen waren für den „The Kansas City Star“ Grund, sich das aus Zypern betriebene Luxemburger Unternehmen XBT einmal genau anzusehen und zu beschreiben.
In dem ausführlichen Bericht werden zahlreiche Zusammenhänge und Dienstleistungen von XBT für Pirateriedienste und pornographische Seiten erfasst. Darunter der Pirateriehoster Webzilla oder die Piraterieseiten freakshare und hotfile. Letztendlich scheint das Unternehmen sogar direkt oder indirekt für kinox.to. gearbeitet zu haben.
Neben Speicherdiensten – oder wie man es selber ausdrückt, die Zurverfügungstellung von Strom, Platz und Internetanschluss – waren man wohl auch über Mitarbeiter und weitere Tarnfirmen für die Bearbeitung von Meldungen zu Urheberrechtsverstößen zuständig.
Zudem arbeitet XBT für zahlreiche Pornographiedienste, bei denen man davon ausgeht, dass diese massiv in die Verbreitung von Malware eingebunden sind.

Letztendlich zeigt der Bericht, wie man über mehrere Staaten und mit Hilfe der Haftungsfreistellungen für Internetdienste in der EU und den USA ein System aufbauen kann, welches massiv in der Verbreitung illegaler Inhalte involviert ist ohne dafür je zur Verantwortung gezogen zu werden.

http://www.kansascity.com/news/politics-government/article184786603.html