Jugendschutz.net: Mehr Onlinerisiken für Kinder und Jugendliche

Jugendschutz.net hat in 2011 insgesamt 7.000 Hinweise bearbeitet und 50.000 Angebote überprüft, so der Jahresbericht 2011. Gegen 3.439 Verstöße auf klassischen Websites wurde vorgegangen, im Web 2.0 wurden mit 6.656 sogar doppelt so viele registriert. Nur noch ein Viertel der unzulässigen Inhalte war dabei auf deutschen Servern zu finden.

Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen in Communitys und auf Videoplattformen sind laut jugendschutz.net an der Tagesordnung. Besonders deren Betreiber müssten sich stärker engagieren, um junge User vor Cyberbullying, Gewaltinhalten und Hasspropaganda zu schützen und praktikable Schutzkonzepte für mobile Internetzugänge zu entwickeln.

Internationale Plattformen wie Facebook und YouTube bestimmen zunehmend die jugendliche Mediennutzung, sind aber aus Jugendschutzsicht problematisch: „Facebook orientiert sich nicht an deutschen Schutzstandards. Zwar sind die Profile minderjähriger User inzwischen sicherer vorkonfiguriert, die Einstellungen reichen jedoch nicht aus, um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten.
Auf Beschwerden reagiert Facebook oft nur unzureichend, proaktive Maßnahmen hinsichtlich der Entfernung jugendgefährdender Inhalte sind nicht ersichtlich.“

Aus Internetreport II / 2012 – Juni 2012

http://jugendschutz.net/materialien/bericht_2011.html