Fake News vom YouTube CEO

Der Vermarkter fremder Inhalte, YouTube, hat seine Chefin Susan Wojcicki nun gegen Artikel 13 der Urheberrechtsrichtlinie ins Rennen geschickt. Sie fordert die Anbieter von Videoinhalten auf der Google-Plattform auf, gegen Artikel 13 zu protestieren.
Leider ist die Argumentation etwas einseitig ausgefallen, wie selbst der netzaffine Nachrichtendienst heise feststellt: „Bei aller berechtigten Kritik an den EU-Plänen erwähnt Wojicki nicht, dass es für einen großen Teil des Problems noch eine weitere mögliche Lösung gibt: Youtube könnte sich mit den Inhalteanbietern auf ein Lizenzmodell für die Verwertung von Musik oder Filmschnipseln durch User einigen.“

Analog der begrifflichen Klärung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages handelt es sich bei dem Aufruf von Frau Wojcicki um Fake News.
 „Eine allgemein gültige oder gar juristische Definition des Begriffs Fake News gibt es derzeit nicht. In der seit dem Sommer 2016 verbreiteten Verwendung bezeichnet er jedoch absichtlich falsche Nachrichten, die eigens zum Zweck der viralen Verbreitung über das Internet und die sozialen Netzwerke produziert wurden. Ziel solcher Nachrichten ist, die Öffentlichkeit für bestimmte politische und/oder kommerzielle Ziele zu manipulieren. Dabei kann es sich um bewusst manipulative Geschichten handeln, die beispielsweise Politiker diskreditieren oder die öffentliche Meinung manipulieren sollen.“ (Hervorhebung durch den Verfasser, ohne Fußnoten)

https://www.bundestag.de/blob/502158/99feb7f3b7fd1721ab4ea631d8779247/wd-10-003-17-pdf-data.pdf

https://www.heise.de/newsticker/meldung/YouTube-Chefin-Neues-EU-Copyright-fuer-Plattformen-zu-riskant-4198811.html