EUGH erlaubt angepassten Zugang zu elektronischen Kommunikationsdaten

Der EUGH hat entschieden, dass auch bei Straftaten, die nicht von besonderer Schwere sind, Strafbehörden einen Zugang zu von den Betreibern elektronischer Kommunikationsdienste gespeicherten personenbezogenen Daten erhalten können. Allerdings darf dieser Zugang nicht zu einer schweren Beeinträchtigung des Privatlebens führen.
Insoweit passen die Richter den Umfang des Zugriffs auf die Daten an die jeweilige Schwere der Straftat an.
[EUGH, 2.10.2018, C-207/16]
https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2018-10/cp180141de.pdf