Archiv der Kategorie: Maßnahmen

Antigua und Barbadu verzichten auf Ausnutzung von Urheberrechten

Die Welthandelsorganisation hat Antigua und Barbadu 2007 erlaubt, im Wert von 21. Mio. US-$ jährlich Medieninhalte und Software aus den USA zu nutzen oder zu verbreiten.

Eine Bezahlung dafür ist nicht notwendig, da dies den Schaden der Länder durch Sperren ihres Online-Casinogeschäfts in den USA ausgleichen soll.
Beide Länder nutzen diese Möglichkeit nach weiteren Drohungen der USA aber nicht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Copyright-Staatsflatrate-Karibikstaat-kritisiert-WTO-Verfahren-als-Farce-2179768.html

GB: 2500 illegale Internetangebote geschlossen

Seit September 2013 hat die Intellectual Property Crime Unit der City of London Police (PIPCU) 2500 Internetdomains, über die gefälschte Markenprodukte verkauft wurden, geschlossen. Man schätzt, dass diese Seiten Einnahmen von zig Millionen Pfund erwirtschafteten.

Die Schließungen scheinen (nach Warnbriefen), insbesondere durch Druck auf die Registrare, ermöglicht worden zu sein.

Im Bereich der Internetpiraterie scheint dieses Vorgehen schwieriger zu sein, dennoch gibt es auch in hier erste Erfolge.

www.cityoflondon.police.uk/advice-and-support/fraud-and-economic-crime/pipcu/pipcu-news/Pages/pipcu-suspends-2500-websites.aspx

https://torrentfreak.com/uk-police-suspends-2500-counterfeit-domain-names-140428/

Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat

Laut Google wurden im letzten Monat für 27.938.858 URLs die Löschung aus dem Suchindex beantragt, da die Seiten urheberrechtsverletzende Inhalte enthielten.
Darunter mit jeweils über eine Million Anfragen 4shared.com (1.480.862) und dilandau.eu (1.476.805). Diese hohen Fallzahlen dürften auch daran liegen, dass Google ein Downranking der illegalen Seiten bestenfalls halbherzig vornimmt. Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat weiterlesen

Italien 1: Steuerbehörde lässt Torrent-Websites sperren

Die Guardia di Finanza aus Bergamo hat im Oktober 2013 die italienischen Internet-Provider aufgefordert, mehrere große Torrent-Websites zu sperren (1337x.org, h33t.eu, extratorrent.com, tor-renthound.com). Hintergrund ist wohl der Verlust an Umsatzsteuereinnahmen durch die illegale Verbreitung von Medieninhalten.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.gdf.gov.it/GdF/it/Stampa/Ultime_Notizie/Anno_2013/Ottobre_2013/info699713726.html
www.heise.de/newsticker/meldung/Torrent-Websites-werden-in-Italien-blockiert-1981653.html

Italien 2: Speerverordnung

Die italienische Behörde für elektronische Kommunikation AGCOM hat im Dezember 2012 neue Bestimmungen eingeführt, nach der sie Löschungen von Internetinhalten oder Sperrungen von Internetseiten verlangen kann, wenn auf den inkriminierten Seiten massive Urheberrechtsverstöße vorliegen. In der Regel soll die Sperre spätestens binnen 12 Tagen greifen. Gegen eine erlassene Verfügung steht der Rechtsweg vor dem Verwaltungsgericht offen.

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

http://edri.org/italian-telecom-authority-gets-power-block-websites/

 

Irland: Sperrungen angeordnet

Der High Court Irlands hat im Dezember mehrere Provider aufgefordert, die Internetseite „Kickasstorrents“ zu sperren. Die Provider haben die Sperre umgesetzt; Irlands größter Provider Eircom, der von dem Verfahren nicht betroffen war, sogar freiwillig.

Sperre wirkt, sagen die Betreiber der gesperrten Seite

Die Seite hat daraufhin Umgehungsmaßnahmen empfohlen, aber gegenüber dem Informationsdienst Torrentfreak zugegeben, dass die Sperre signifikante Auswirkungen hat: “We are still getting traffic from those countries where KAT is blocked. But its amount is significantly lower (up to 10% from what we had before).”

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

http://torrentfreak.com/irish-internet-providers-roll-out-kickasstorrents-blockade-140119/

Frankreich: Provider müssen sperren, Suchmaschinen dürfen nicht mehr anzeigen

Das Pariser Tribunal de Grande Instance hat entschieden, dass mehrere Provider den Zugang zu dem gegen das Urheberrecht Netzwerk „Allostreaming“ sperren müssen. Zudem dürfen Suchmaschinen es nicht mehr anzeigen.
[Urteil 28.11.2013; 11/60013]

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/sperren-und-verstecken-pariser-gericht-urteilt-gegen-illegale-streamingdienste-12691352.html
http://spielerecht.de/tgi-paris-franzosische-provider-und-suchmaschinen-mussen-urheberrechtsverletzende-seiten-sperren/