Archiv der Kategorie: Maßnahmen

Blockchain: Wir haben alle nötigen Informationen, um Kriminelle aufzuspüren

Nach Angaben des BBC wurden in der Blockchain der Kryptowährung „Bitcoin Satoshi Vision“ (BSV) Bilder mit kinderpornografischen Inhalten gefunden. Der Anbieter hatte zuvor ein höheres Datenvolumen in der Blockchain ermöglicht.
Money Button hat den Nutzer, der die Bilder hochgeladen hat, gesperrt, Filter eingerichtet und der Polizei alle verfügbaren Daten zur Verfügung gestellt.
Der Gründer von Money Button, Ryan Charles, erklärte: „Kriminelle sollten wissen, dass alles in der Blockchain signiert, mit Zeitstempel versehen und fixiert wird. Wir haben alle nötigen Informationen, um Kriminelle aufzuspüren und vor Gericht zu bringen.“

https://futurezone.at/digital-life/kinderpornografie-in-blockchain-von-kryptowaehrung-aufgetaucht/400401185

Reddit verhindert Openload-URLs

Reddit stoppt Beiträge, die auf den beliebten Piraterie-Hoster Openload verweisen. Für die Nutzer sieht es so aus, als würden ihre Beiträge veröffentlicht, aber Links werden entfernt und die Beiträge vor der Öffentlichkeit verborgen. Moderatoren können auch keine Beiträge manuell „genehmigen“, was darauf hindeutet, dass Reddit keine Openload-Inhalte auf seiner Plattform haben möchte.
https://torrentfreak.com/reddit-shadowbans-posts-with-openload-urls/

Kanada: Mit Technik gegen Kindesmissbrauch

Innocence in Danger verweist im Zusammenhang mit dem aktuellen Missbrauchsfall in Lüdge, bei dem wohl auch 14 Terabyte Missbrauchsdarstellungen vorliegen, auf die Technologie des Canadian Center for Child Protection. Mit dessen „Project Arachnid“ könnten diese 14 Terabyte schnell forensisch bearbeitet, weltweit gesucht und so auch deren weitere Verbreitung eingedämmt werden.

Statistik des Projekts Arachnid, deutsche Übersetzung durch Innocence in Danger.

https://projectarachnid.ca/
https://www.innocenceindanger.de

EU-Projekt Titanium in der Praxisphase

Das EU-Projekt Titanium zur Bekämpfung von Kriminalität im Darknet hat nun seine Praxisphase gestartet, mit der Spezialisten aus 15 Forschungseinrichtungen, IT-Unternehmen und Polizeibehörden über mehrere Monate aktiv illegale Cyberaktivitäten aufspüren wollen.
Das europäische Projekt wird vom Austrian Institute of Technology koordiniert. Aus Deutschland sind das BKA, das KIT und die dence GmbH aus Dresden mit dabei.
https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-gegen-online-kriminalitaet-eu-projekt-titanium-startet-in-praxisphase/23905718.html

Italien: Releasegroup verhaftet

Die italienische Guarda di Finanza hat vier Mitglieder der Releasegroup FREE/iNCOMiNG verhaftet. Sie sollen zeitweise für 66% aller illegalen Filme im Land verantwortlich gewesen sein. Im letzten Jahr hatten sie allerdings aufgehört, Inhalte auf Torrentseiten hochzuladen und „ihre“ Produkte nur noch über eine kostenpflichtige Download-Webseite angeboten.
https://www.technadu.com/free-incoming-movie-pirates-arrested-italian-authorities/55846/

CNIL: 50 Mio. Euro Rekordstrafe für Google

Frankreichs nationale Datenschutzbehörde, die Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés (CNIL) hat Google wegen Verstößen gegen die DSGVO zu einer Strafe von 50 Millionen Euro verurteilt. Ausgangspunkt der Untersuchungen gegen Goggle waren zwei Beschwerden von noyb (Wien)und La Quadrature du Net (Paris).
Die Gründe für die Strafe sind: CNIL: 50 Mio. Euro Rekordstrafe für Google weiterlesen

Großbritannien: Erfolge gegen Steuerhinterziehung bei Online-Händlern

Von über 7.000 untersuchten Online-Händlern, die auf Ebay oder Amazon in Großbritannien verkauften, haben in den letzten zwei Jahren 4.600 Steuern hinterzogen. Ein Großteil der Online-Shops wurde geschlossen bzw. von den Plattformen gelöscht. Der Rest muss Steuern nachzahlen, wohl insgesamt 230 Millionen Euro.
Zuständig ist die Regierungsbehörde HM Revenue and Customs, die von sieben Marktplätzen Verkaufsdaten erhält, um Händler einer möglichen Steuerhinterziehung zu überführen.
http://www.onlinehaendler-news.de/online-handel/marktplaetze/130326-grossbritannien-steuerhinterziehung-4-600-online-haendlern

Kartellamt will Datensammeln bei Facebook einschränken

Nach Angaben der Bild am Sonntag will das Kartellamt Facebook die Sammlung von Nutzerdaten in Deutschland teilweise verbieten.
Konkret geht es dabei um den Datenaustausch mit Drittanbietern. Wenn diese bei sich Schnittstellen zu Facebook einbauen („Gefällt mir“-Button, Facebook-Login), bekommt Facebook darüber Nutzerdaten, um sie dann mit dem jeweiligen Facebook-Konto zusammenzuführen.
Die Behörde kritisiert, dass der US-Konzern so seine marktbeherrschende Stellung missbrauche; was genau mit den Daten passiert, wisse der Verbraucher nicht.
Anscheinend will das Kartellamt Facebook eine Frist zur Umsetzung gewähren.

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/aerger-wegen-datentausch-kartellamt-knoepft-sich-facebook-vor-59507824.bild.html