Archiv der Kategorie: Maßnahmen

Großbritannien: Crimestopper warnt vor Kodi & Co.

Die britische Gliederung der Organisation Crimestopper hat gemeinsam mit der PIPCU eine Kampagne gestartet, mit der sie vor illegalen Set-Up-Boxen warnt:
“Crimestoppers has partnered with the Intellectual Property Office and other industry partners to help protect you and your family from the impact of illegal streaming. If you have information on who is selling or distributing these fully loaded devices, it’s easy and safe to contact us by phone on 0800 555 111 or online anonymously:”

Dazu gibt es eine Kampagnenseite:
https://crimestoppers-uk.org/get-involved/our-campaigns/national-campaigns/illegal-streaming-know-the-risks/

und mehrere Videos auf YouTube:
https://www.youtube.com/user/CrimestoppersUK

 

Amazon: Birkenstock ist nicht das einzige Problem

Zum 1. Januar 2018 wird Birkenstock seine Geschäftsbeziehung mit Amazon beenden, da der Onlinehändler nicht angemessen gegen Produktfälschungen vorgeht.
Amazon widerspricht der Darstellung Birkenstocks nicht, sondern verweist lapidar auf die geltenden Regeln: „Amazon duldet keine gefälschten Produkte, deren Angebot auf Amazon Marketplace ist laut unseren Teilnahmebedingungen nicht erlaubt.“
Dies wohl aus gutem Grund, denn Amazons Problem mit gefälschten Produkten ist kein Einzelfall, wie der Spiegelartikel
„Was hinter dem Birkenstock-Abgang bei Amazon steckt“
zeigt.
Ob sich Amazon aber wirklich auf die Ausnahmeregeln der E-Commerce-Richtlinie beziehen darf, bleibt fraglich. Spätestens dann, wenn wie das „Wall Street Journal“ berichtet, Originalartikel mit Fälschungen zusammen gelagert werden, gibt es eine aktive Beteiligung Amazons und dann ist Amazon selber der Verbreiter der Raubkopien.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/birkenstock-vs-amazon-aerger-um-gefaelschte-produkte-a-1182710.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-legt-sich-mit-amazon-an-a-1182571.html

https://www.wsj.com/articles/on-amazon-pooled-merchandise-opens-door-to-knockoffs-1399852852

Frankreich: Pirateriestreamingdienst geschlossen

Die französische Anti-Piraterie-Gruppe ALPA hat mit der Polizei in Südfrankreich den Piraterie-Dienst ARTV geschlossen und den 16jährigen Betreiber festgenommen.
Dieser warnt auf YouTube nun eventuelle Nachahmer:
https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Die ARTV-Website und die dazugehörige Android-Applikation boten 176 Kanäle von Canal +, M6, TF1 Group, France Télévision Group, Paramount, Disney und FOX an.
Die seit April bestehende ARTV.watch-Website hatte inzwischen 800.000 registrierte Nutzer und monatlich rund 3.000 Euro Werbeeinnahmen.
Dem Teenager drohen nun bis zu drei Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 300.000 Euro.

https://torrentfreak.com/16-year-old-boy-arrested-for-running-pirate-tv-service-171211/

https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Dänemark testet Polizei-Spezialeinheit

Um Urheberrechtsverletzungen im Internet zu bekämpfen, hat die dänische Regierung eine neue Task Force von Ermittlern eingesetzt, die sich ausschließlich mit IP-Verbrechen befassen wird.
Die neue Einheit nach dem Vorbild der britischen PIPCU wird aus fünf oder sechs Ermittlern bestehen, die von Staatsanwälten unterstützt werden. Nach einem halben Jahr will die Regierung entscheiden, ob das Projekt fortgesetzt wird.

https://torrentfreak.com/new-police-anti-piracy-task-force-may-get-involved-in-site-blocking-171206/

Kanada: ISPs und Filmindustrie planen Sperren ohne Gerichtsbeschluss

Eine Koalition aus kanadischen ISPs und Unternehmen der Filmindustrie bereitet eine Kooperation vor, um Piraterieseiten ohne Gerichtsbeschluss zu blockieren. Ein entsprechender Antrag soll Ende des Monats bei der Telekom-Regulierungsbehörde CRTC eingereicht werden.
https://torrentfreak.com/isps-and-movie-industry-prepare-canadian-pirate-site-blocking-deal-171205/

Frankreich: Neuer Hadopi Bericht

Nach einem neuen Bericht der französische Anti-Piraterie-Agentur Hadopi hat diese seit 2012 mehr als neun Millionen erste Warnhinweise und mehr als 800.000 weiteren Warnhinweise versendet.

Mehr als 2.000 Fälle wurden an Staatsanwälte verwiesen die zu 583 Gerichtsentscheidungen gegen Piraten führten. 394 von ihnen erhielten eine kleine Geldstrafe, eine Verwarnung oder eine andere gemeindebasierte Strafe. Bei 189 Bürger gab es eine strafrechtliche Verurteilung mit Bußgelder bis zu 1.500 Euro oder im Extremfall bis zu drei Jahren Gefängnis und/oder 300.000 Euro Geldstrafe.

https://torrentfreak.com/seven-years-of-hadopi-nine-million-piracy-warnings-189-convictions-171201/

Den vollständigen französischen Bericht erhalten Sie unter:
https://www.hadopi.fr/sites/default/rapportannuel/HADOPI-Rapport-d-activite-2016-2017.pdf

EU-Kommission gegen Piraterie

Die Europäische Kommission will den Kampf gegen Online- und Produkt-Piraterie verschärfen.
Eine Übersicht dazu gibt es in einem aktuellen Fact Sheet “Intellectual Property Rights Enforcement”  unter
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-4943_en.htm

Die weiteren Papier sind zu finden unter:

MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT UND DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS
Ein ausgewogenes System zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums als Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen von heute
https://ec.europa.eu/docsroom/documents/26581/attachments/1/translations/de/renditions/native

MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT UND DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS
Leitfaden zu bestimmten Aspekten der Richtlinie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums
https://ec.europa.eu/docsroom/documents/26582/attachments/1/translations/de/renditions/native

ARBEITSUNTERLAGE DER KOMMISSIONSDIENSTSTELLEN
ZUSAMMENFASSUNG DER BEWERTUNG
Begleitunterlage zur
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT UND DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS
Leitfaden zu bestimmten Aspekten der Richtlinie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums
{COM(2017) 708 final} – {SWD(2017) 431 final}
https://ec.europa.eu/docsroom/documents/26601/attachments/3/translations/de/renditions/native

COMMISSION STAFF WORKING DOCUMENT
EVALUATION
Accompanying the document
COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE COUNCIL AND THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL COMMITTEE
Guidance on certain aspects of Directive 2004/48/EC of the European Parliament and of the Council on the enforcement of intellectual property rights
{COM(2017) 708 final} – {SWD(2017) 432 final}
https://ec.europa.eu/docsroom/documents/26601/attachments/2/translations/en/renditions/native

Europaweite Aktion gegen Geldwäsche

Nach Angaben von Europol wurden bei einer europaweiten Aktion gegen Geldwäsche in der letzten Woche 159 Personen festgenommen und weitere 409 Verdächtige von den Strafverfolgungsbehörden befragt.
Bei den Personen handelt es sich überwiegend um „Money Mules“. Dies sind Personen, die Cyberkriminellen helfen, Gelder aus Phishing, Betrug bei Online-Auktionen etc. einzunehmen.
Insgesamt wurden 766 Money Mules und 59 Rekrutierer/Organisatoren identifiziert.

https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/159-arrests-and-766-money-mules-identified-in-global-action-week-against-money-muling

Wuppertal: Großer Erfolg gegen den internationalen Drogenhandel im Darknet

Die Wuppertaler Polizei konnte bei Durchsuchungen von drei Wohnungen in Wuppertal rund 200 Kilogramm Betäubungsmittel mit einem Verkaufswert von etwa drei Millionen Euro sicherstellen.
Der 29-jährige Hauptverdächtige, der die Drogen über das Darknet anbot, konnte festgenommen werden. Gegen die Käufer wird noch ermittelt.

https://sek-einsatz.de/nachrichten-sek-einsaetze/nordrheinwestfalen/polizei-wuppertal-drogen-im-wert-von-rund-drei-millionen-euro-sichergestellt/20586