Archiv der Kategorie: Maßnahmen

YouTube entfernt „Kodi No Limits“

YouTube hat den Kanal „Kodi No Limits“ (600.000 Abonnenten), gefüllt mit Hunderten von „Lehrvideos“ über Kodi, entfernt. Die Löschung erfolgte aufgrund von Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Twitter-Account und andere Social Media Seiten (Instagram) sind immer noch aktiv.
https://torrentfreak.com/youtube-terminates-kodi-no-limits-account-with-600k-subscribers-181204/

Brein: Erfolge gegen illegale IPTV-Angebote

Torrentfreak berichtet, dass BREIN insgesamt schon 225 Unternehmen dazu gebracht hat, keine illegalen IPTV-Boxen mehr in ihren Ladenlokalen zu verkaufen. Zusätzlich 50 weitere Anbieter haben von selber aufgegeben, bevor es Ärger gab.
Zudem haben nach Maßnahmen von BREIN seit Anfang des Jahres 75 illegale VoD- und IPTV-Anbieter ihr Angebot eingestellt. Sie mussten 300.000 Euro Kosten, Strafen etc. zahlen. Weitere außergerichtliche Verfahren laufen noch.

https://torrentfreak.com/anti-piracy-group-brein-stopped-75-pirate-iptv-sellers-this-year-181128/

Australisches verbessert Anti-Piraterie-Gesetz

Das australische Parlament hat mehrere Änderungen des Urheberrechts beschlossen:

  • Proxy- und Mirror-Sites zu Piraterieangeboten über die bereits ein Gericht entschieden hat, können ohne weitere Gerichtsentscheidung gesperrt werden.
  • Suchmaschinen müssen gesperrte Seiten aus ihren Ergebnissen entfernen oder zurückstufen.
  • Zukünftig können auch Seiten gesperrt werden, deren Ziel eine Erleichterung der Rechtsverletzung ist, wie zum Beispiel File-Hosting-Angebote.

https://torrentfreak.com/australian-parliament-passes-tough-new-anti-piracy-law-181128/

33.600 Internet-Domains beschlagnahmt

Im Rahmen einer internationalen Operation hat die Intellectual Property Crime Coordinated Coalition (IPC3) von Europol 33.654 Domänennamen beschlagnahmt, die gefälschte und raubkopierte Gegenstände online verbreitet haben.
Die britische PIPCU (City of London Police’s Intellectual Property Crime Unit) hat im Rahmen dieser Maßnahme über 31.000 Seiten beschlagnahmt.
Neben den beschlagnahmten Domänennamen haben die Beamten auch 12 Verdächtige verhaftet, Hardware blockiert sowie mehr als eine Million Euro auf mehreren Bankkonten, Online-Zahlungsplattformen eingefroren.

https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/operation-takes-down-over-33-600-internet-domains-selling-counterfeits-goods

http://news.cityoflondon.police.uk/r/1151/pipcu_takes_down_over_31_000_sites_in_internation

Umweltverbände fordern u.a. Haftung der Plattformen bei illegalen Elektronik-Importen

Da EU-Bürger jährlich hunderttausende Tonnen Elektro- und IT-Geräte bei Händlern kaufen, die sich nicht an Entsorgungskosten beteiligen, fordern fünf Umweltverbände schärfere Vorschriften und Bußgelder:

  • Damit legale und illegale Angebote klar unterschieden werden können, sollten Online-Verkaufsplattformen bei jedem Elektrogerät, das von einem gewerblichen Händler verkauft wird, die EAR-Registrierungsnummer des Herstellers auf der jeweiligen Produktwebseite anzeigen.
  • Damit Verbraucher im Schadensfall die Möglichkeit haben, Regress zu fordern, sollten Online-Verkaufsplattformen die deutsche Adresse des Inverkehrbringers oder dessen Bevollmächtigten bei jedem Produktangebot gewerblicher Händler anzeigen.
  • Damit Verbraucher, Behörden und betroffene Wettbewerber bei Gesetzesverstößen eine Handhabe bekommen, sollten Online-Verkaufsplattformen, die das Angebot illegal importierter Elektrogeräte über ihre Plattform tolerieren, rechtlich an die Stelle des Inverkehrbringers treten und mit einem Bußgeld belegt werden.

https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Kreislaufwirtschaft/Elektroger%C3%A4te/181119_Offener_Brief_Illegaler_Import_von_Elektroger%C3%A4ten.pdf

USA: Klage gegen Cloudflare

Zwei Hersteller von Brautkleidern haben Cloudflare in Kalifornien auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt. Cloudflare gehe nicht aktiv gegen Kunden vor, die Recht verletzen und decke auch deren Identität nicht auf. Serverstandorte der Kunden werden verschleiert und auf Löschaufforderungen wird nicht reagiert hat. Insoweit begehe Cloudflare, direkt oder indirekt Marken- und Urheberrechtsverletzungen bzw. unterstütze diese Rechtverletzungen.

https://torrentfreak.com/cloudflare-sued-for-failing-to-terminate-repeat-infringers-181121/

Belgien: Maßnahmen gegen Glücksspiel-Lootboxen zeigen erste Erfolge

Nachdem die belgischen Behörden erste Computerspiele wegen Lootboxen als Glücksspiel ohne Lizenz eingestuft haben, reagieren die ersten Anbieter: Square Enix will drei bekannte Mobilspiele gar nicht mehr in Belgien anbieten. ArenaNet und 2k Games haben die komplette Ingame-Währung aus der belgischen Version entfernt.
Electronic Arts hingegen bietet in FIFA 18 und 19 weiterhin Lootboxen an. Die belgischen Behörden ermitteln gegen EA.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Lootboxen-als-Gluecksspiel-Square-Enix-nimmt-mehrere-Spiele-vom-belgischen-Markt-4229896.html

Italien erfolgreich gegen Steuerhinterziehung (bei Tech Giants)

Die italienischen Steuerbehörden schaffen es mit Untersuchungen wegen Steuerhinterziehung die Tech-Giganten zu ordentlichen Zahlungen zu verpflichten. Nach Amazon, Google und Apple hat nun auch Facebook akzeptiert, an den italienischen Staat Steuern nachzuzahlen; insgesamt mehr als 100 Millionen Euro für die Jahre 2010 bis 2016.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-firma-akzeptiert-nachzahlung-von-100-millionen-euro-an-italien-a-1239958.html

Frankreich: Gesetze gegen Fake News

Die französische Nationalversammlung hat zwei Gesetze gegen Fake News verabschiedet, mit denen Parteien oder Kandidaten drei Monate vor einer landesweiten Wahl richterliche Eilverfahren gegen öffentlich verbreitete Unwahrheiten einreichen können. Zudem werden soziale Netzwerke zu mehr Transparenz bei der Verbreitung bezahlter Inhalte verpflichtet.

https://futurezone.at/netzpolitik/frankreich-beschliesst-gesetze-gegen-fake-news/400330617

USA: AT&T will erste Kunden wegen Urheberrechtsverletzungen rausschmeißen

Der Internetprovider AT&T plant, die Konten von über einem Dutzend Kunden zu kündigen, die wiederholt wegen Urheberrechtsverletzungen aufgefallen sind. Dies ist angeblich das erste Mal, dass das Unternehmen eine solche Maßnahme nach Beschwerden von Urheberrechtsinhabern ergreift.

https://torrentfreak.com/att-to-terminate-first-customers-over-piracy-accusations-181106/