Archiv der Kategorie: Maßnahmen

Irland: Sky führt Warnsystem ein

Sony Music, Warner Music, Universal Music und der ISP Sky Ireland werden in Irland ein „Three-Strikes“-System zur Bekämpfung von Piraterie einführen. Sky-Abonnenten, die online beim Raubkopieren von Musik erwischt werden, erhalten nun zwei Verwarnungen. Beim dritten mal werden ihre Daten an die Labels weitergegeben, die dann rechtliche Schritte einleiten können.

https://torrentfreak.com/sky-will-implement-three-strikes-scheme-to-disconnect-pirates-181009/

USA: Wissenschaftsverlage verklagen deutsches Forschernet

Die akademischen Verlage American Chemical Society (ACS) und Elsevier haben die in Deutschland ansässige Forschernetzwerkseite ResearchGate verklagt. Die Verlage behaupten, dass Forschungsarbeiten, die auf die Plattform hochgeladen wurden, ihre Urheberrechte verletzen, und fordern bei einem Gericht in Maryland dafür einen Schadenersatz von 150.000 Dollar pro verletztem Werk.
https://torrentfreak.com/acs-and-elsevier-sue-researchgate-for-copyright-infringement-181004/

 

USA: ACE bringt Illuminati Kodi Repository zur Aufgabe

Nachdem die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) wohl das gesamte Team des Illuminati Kodi Addons angeschrieben hat, wurde die Seite umgehend geschlossen.
Das Team Illuminati warb als eine großartige Quelle für die „besten Addons“ und „atemberaubenden“ Kodi-Builds (vorkonfigurierte Kodi-Installer), die alle aus seinem eigenen Repository verfügbar sind.

https://torrentfreak.com/illuminati-kodi-repository-throws-in-the-towel-after-ace-threats-180926/

Verhaltenskodex Online-Plattformen

Online-Plattformen, darunter Facebook und Google, und Industrieverbände aus Kommunikation und Werbung haben einen Verhaltenskodex zur Selbstregulierung vorgestellt, mit dem sie sich zur Bekämpfung von Online-Desinformation verpflichten.
EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel begrüßte den Verhaltungskodex als einen Schritt in die richtige Richtung, forderte aber die Plattformen auf, ihre Anstrengungen gegen die Verbreitung von Desinformation im Internet zu verstärken: Verhaltenskodex Online-Plattformen weiterlesen

Russland: Datenbank für illegale Angebote

Nach Gesprächen der Telekom-Überwachungsbehörde Roskomnadzor mit den Internet-Unternehmen Yandex, Google und Mail.ru sowie Vertretern der Medienwirtschaft scheint ein außergerichtliche Verfahren entworfen zu werden, welches Suchergebnisse, die zu illegalen Inhalten linken, vermeiden soll. Dem vorangegangen waren Auseinadersetzungen mit Yandex, die zu einer Sperre von Yandex hätten führen können.

Im Ergebnis sollen Google, Yandex und andere führende Internetunternehmen in Russland einen Datenbank mit rechtsverletzenden Inhalten wie Filmen, Fernsehsendungen, Spielen und Software schaffen. Diese Datenbank soll regelmäßig abgefragt werden, um entsprechende Inhalte innerhalb von sechs Stunden aus den Suchergebnissen zu entfernen.

https://torrentfreak.com/google-yandex-discuss-creation-of-anti-piracy-database-180924/

Behörden warnen vor Glücksspiel in Computerspielen

Die in 16 Staaten für die Regulierung von Glücksspiel zuständigen Behörden warnen in einer gemeinsamen Erklärung davor, dass „die Grenzen zwischen Glücksspiel und anderen Formen der digitalen Unterhaltung, etwa Computerspiele, immer mehr verschwimmen“.
Problematisch sind insbesondere Lootboxen, Skins (Counter Strike),Casinos auf Social-Media-Plattformen und entsprechende Elemente in Computerspielen für Kinder.
Die deutschen Behörden sind nicht dabei.

https://www.golem.de/news/lootboxen-europaeische-behoerden-besorgt-ueber-gluecksspiele-und-games-1809-136617.html

EUIPO legt Studie zur Rechtsdurchsetzung vor

Die Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, insbesondere im Online-Umfeld, nimmt nicht nur an Umfang, sondern auch an Komplexität zu. Um solchen Rechtsverletzungen entgegenzuwirken, stehen in den Mitgliedstaaten verschiedene Rechtsinstrumente zur Verfügung, die entweder normalerweise in der physischen Welt angewendet werden oder speziell auf das Online-Umfeld ausgerichtet sind.

Mit der aktuellen Studie “Study on legislative measures related to online IPR infringements” versucht die EUIPO einen sektorübergreifenden Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums im Internet zu geben. Dabei werden zivilrechtliche, administrative und strafrechtliche Durchsetzungsmaßnahmen betrachtet.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4734588&journalRelatedId=manual/

Schweiz: RapidShare-Betreiber vor Gericht

Tarnkappe berichtet darüber, dass die Betreiber von RapidShare vor Gericht stehen und zwar wegen „gewerbsmässiger Gehilfenschaft zu mehrfachen Vergehen gegen das Urheberrecht“.
Angeklagt sind der Firmengründer, seine Ehefrau und der Firmenanwalt.
Das Verfahren soll feststellen, ob die Angeklagten aufgrund der mangelhaften Maßnahmen gegen Re-Uploads eine Mitschuld trifft. Die Anti-Piraterie-Maßnahmen von Rapidshare wurden von der Staatsanwaltschaft damit verglichen, dass man versucht habe mit einem Löffel  einen Rohrbruch zu reparieren.

Das Verfahren dürfte auch Folgen für die Cyando AG (Uploaded.net) mit Sitz im Schweizer Cham haben.

https://tarnkappe.info/rapidshare-firmengruender-ehefrau-und-anwalt-vor-gericht/

GB/Irland: Verhaftungen von IPTV-Anbietern

Nach zwei Verhaftungen im Großbritannien hat nun eine von Europol koordinierte Untersuchung von illegalen IPTV-Diensten zu vier weiteren Verhaftungen in Südirland geführt. Zwei Männer und zwei Frauen wurden unter dem Verdacht der Verletzung von Urheberrechten und der Geldwäsche festgenommen.
Computerausrüstung und Bargeld wurden beschlagnahmt, Konten sollen eingefroren werden. Berichten zufolge wurden in den letzten drei Jahren mehr als 700.000 Euro auf ein Konto eingezahlt.

https://torrentfreak.com/europol-operation-targets-pirate-iptv-providers-four-more-arrested-180913/

EU verpflichtet Plattformen

Für die Internetwirtschaft dürfte der heutige Tag als Black Wednesday in Erinnerung bleiben.

Erst entscheidet die Kommission, dass Facebook, Microsoft, YouTube und Twitter per EU-Richtlinie dazu verpflichtet werden sollen, von offizieller Stelle entdeckte und gemeldete Terrorpropaganda innerhalb einer Stunde zu löschen. Bei „systematischem Versagen“ drohen Bußgelder von bis zu vier Prozent des globalen Jahresumsatzes.

Dann stimmt das Parlament mit deutlicher Mehrheit (438:226) für die EU-Urheberrechtsreform, die Plattformen stärker in die Haftung für illegale Inhalte nimmt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/richtlinie-eu-kommission-verlangt-loeschung-von-terror-inhalten-in-einer-stunde-a-1227730.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/urheberrechts-reform-eu-parlament-stimmt-fuer-umstrittene-upload-filter-a-1227752.html

Google speichert unzulässig Standortdaten

Google-Apps wie Google Maps sammeln laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP Standortdaten von Nutzern, obwohl eine klar benannte Option deaktiviert wurden. Selbst wenn die Option „Location History“ ausgeschaltet ist, wertet Google demnach den Standort des Nutzers aus und speichert diesen.
In den USA wurde Klage eingereicht. In Deutschland verlangt das Bundesjustizministerium von Google Informationen über den Umgang des Unternehmens mit den Standortdaten seiner Nutzer.

https://futurezone.at/netzpolitik/google-wird-geklagt-wegen-heimlichen-speicherns-von-standortdaten/400094999

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/justizministerium-verlangt-klarstellung-von-google-zu-standortdaten-a-1225119.html