Archiv der Kategorie: Martktforschung

Weltweiter Start verhindert keine Piraterie(rekorde)

Trotz weltweitem Starts wurde auch der zweite Teil der fünften Staffel von „The Walking Deads“ in hohem Maße illegal heruntergeladen. Nach Erhebungen der Piraterie-Trackingfirma Excipio landete die erste Kopie am Sonntag bereits 20 Minuten nach US-Ausstrahlung in Torrent-Netzwerken und wurde dort binnen 24 Stunden 1,29 Mio. Mal heruntergeladen. Damit erreicht diese Serie aber nicht den Rekord der viertel Staffel von „Game of Thrones“, die in den ersten 24 Stunden auf über 1,86 Mio. illegale Downloads kam; auch diese Staffel wurde zeitgleich in vielen Ländern legal angeboten.

www.mediabiz.de/video/news/the-walking-dead-auch-bei-onlinepiraten-begehrt-wie-nie/390877

www.webschauder.de/neuer-piraterierekord-bei-game-of-thrones-trotz-legalem-angebot/

Smartphones und Tablets werden besonders selten geschützt

Preisvergleich.de hat in Zusammenarbeit mit der keyfacts Onlineforschung über 2.900 Verbraucher aus ganz Deutschland zum Thema Sicherheit im Internet befragt. Danach sind 19,2 % der Befragten schon einmal selbst Opfer von Internetbetrug, Hackerangriffen oder Datenklau geworden. Ausgerechnet Tablet und Smartphones, auf denen meist viele private Fotos, Adressen und Termine liegen, werden am wenigsten vor solchen Angriffen geschützt. So verfügen nur 39 % der Smartphones und 22 % der Tablets über ein Antivirenprogramm. http://dsl.preisvergleich.de/info/8134/sicherheit-im-internet-umfrage-2015/

Drogen und Mobilfunk sind die Schwerpunkte der Überwachung der Telekommunikation

Das Bundesamt für Justiz hat am 7.1.2015 die Statistiken zur Telekommunikationsüberwachung für 2013 veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass die von den Gerichten und Staatsanwaltschaften angeordnete Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation überwiegend den Mobilfunkverkehr betrifft:
70,3 % Mobilfunk
18,0 % Internet
11,7 % Festnetztelekommunikation

Insgesamt gab es 22.917 Erst- und Verlängerungsanordnungen in 5.669 Verfahren. Dies entspricht in etwa den Wert des Vorjahres.

Zu den wichtigsten Anordnungsbereichen (> 1.000 Anordnungen) gehören:
10.771 * Betäubungsmittelgesetz
2.047 * Bandendiebstahl
1.863 * Mord und Totschlag
1.745 * Betrug und Computerbetrug
1.548 * Raub und Erpressung

Am unteren Ende der Aufstellung (< 50 Fälle) befinden sich:
48 * Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften
24 * Kriegsverbrechen
15 * Straftaten nach dem Außenwirtschaftsgesetz
11 * Bankrott
Weniger als je 5 Anordnungen gab es zu den Bereichen Abgeordnetenbestechung, Straftaten gegen die Landesverteidigung, Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung oder den Straftaten nach dem Grundstoffüberwachungsgesetz.

Pressemitteilung:
www.bundesjustizamt.de/DE/Presse/Archiv/2015/20150107.html

Statistiken:
www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Justizstatistik/Telekommunikation/Telekommunikationsueberwachung_node.html

 

345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs

Laut Berechnungen von torrentfreak hat Google 2014 insgesamt 345 Millionen Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten aus den Suchergebnissen gelöscht, eine Steigerung von 75 % zum Vorjahr.

Die meisten Löschungen erfolgten bei den Filehostern 4shared.com, rapidgator.net und uploaded.net, jeweils über fünf Millionen Links. 345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen

Gutenberg 3.6: Der neue Ebook-Piracy Report

Manuel Boni und Dr. Andreas Schaale haben einen neuen Pirateriereport vorgelegt, der aktuelle Aspekte und Trends illegaler Ebook-Verbreitung dokumentiert. Nachfolgend auszugsweise einige der Ergebnisse:

  • „Nur noch ein Bruchteil der Nutzer (<10%) findet diese Seite über Suchmaschinen. Das Gros geht direkt dorthin (>60%). Diese Seite ist etabliert und als Quelle „sozialisiert“.“
  • „Die Bücher werden „ zu einem geringen Betrag verramscht (im Durchschnitt ein paar Cent pro Buch). Es ist jedoch so, dass – u.a. durch Piraterie – im hiesigen Internet eine sehr starke Umsonst-Mentalität herrscht. Offensichtlich fehlt den Leechern der Zahlungswille selbst bei geringsten Beträgen …“

Aus den Fallbeispielen: Gutenberg 3.6: Der neue Ebook-Piracy Report weiterlesen

US-Studie: Umsatz der Share- und Videohoster

In der Studie „Behind the Cyberlocker Door“ hat NetNames im Auftrag der Digital Citizens Alliance jeweils die 15 wichtigsten Share- und Videohoster untersucht.

Danach geht man konservativ geschätzt von einem jährlichen Umsatz in Höhe von 72 Mio. € aus. Basis der Schätzungen sind die aus den Anklageschriften bekannten Umsätze bei Megaupload, also Zahlen aus den Anfangszeiten der Sharehoster.

Nachfolgend die wesentlichen Ergebnisse in der Kurzübersicht: US-Studie: Umsatz der Share- und Videohoster weiterlesen

Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von BITKOM hervor. In absoluten Zahlen entspricht das rund einer Million Fälle.

In den unterschiedlichen Altersgruppen variieren die Werte für Opfer von Cybermobbing oder Beleidigungen:

  • 10- bis 12-Jährige:      9 Prozent
  • 13- bis 15-Jährige:      16 Prozent
  • 16- bis 18-Jährige:      15 Prozent.

Mädchen sind mit einem Anteil von 15 Prozent etwas häufiger betroffen als Jungen mit 13 Prozent.

Weitere negative Erfahrungen im Zusammenhang mit Mobbing im Internet:

  • 10 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren geben an, dass über sie im Internet Lügen verbreitet worden sind. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 16 Prozent.
  • 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sagen, dass jemand peinliche Fotos von ihnen im Internet veröffentlicht hat (16 bis 18 Jahre: 9 Prozent).

www.bitkom.org/de/presse/8477_80358.aspx

Hat Filesharing Auswirkungen – und wenn ja, worauf?

Eine Studie des amerikanischen Professors Koleman Strumpf will herausgefunden haben, dass File-Sharing nur einen geringen Einfluss auf die Kinoumsätze hat.

Die Datenbasis bestand aus:

  • Daten zu 1057 Filme aus den Jahren 2003 bis 2009 (also teilweise aus den Anfangsjahren der Filminternetpiraterie).
  •  Veröffentlichungsdaten dieser Filme in einer großen Tauschbörse.
  • Werte dieser Filme an einer Spielebörse, nämlich dem Hollywood Stock Exchange (HSX).

Untersucht wurde, welchen Einfluss die jeweiligen Piraterieveröffentlichungen auf den Wert an der HSX hatten. Hat Filesharing Auswirkungen – und wenn ja, worauf? weiterlesen

CyberCrime boomt

Das „Lagebild Cybercrime“ des Bundeskriminalamtes (BKA) und eine aktuelle Umfragen des Hightech-Verbands BITKOM zeigen, dass die Fälle von Computer- und Internetkriminalität weiter zunehmen.

Zwar verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2013 mit insgesamt 64.426 Fällen von Cybercrime lediglich eine Steigerung von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (63.959).

Aber in einzelnen Bereichen gab es auch einen deutlichen Anstieg der amtlich gemeldeten Fälle, so bei der Computer-Sabotage und der Erpressung von Internetnutzern. CyberCrime boomt weiterlesen

Zu den Schäden durch Raubkopien vor Kinostart

Ein Team um den amerikanischen Prof. Michael D. Smith hat erforscht, welcher Schaden dadurch entsteht, dass Filme vor dem Kinostart bereits illegal im Netz zur Verfügung stehen. Ziel war es nur den Schaden durch die Veröffentlichung vor dem Kinostart zu erfassen. Welcher Umsatz ganz ohne Piraterie erzielt worden wäre, stand dabei nicht im Focus. Zu den Schäden durch Raubkopien vor Kinostart weiterlesen

Schäden durch Internet-Piraterie im Filmmarkt

Aus der vorliegenden Schätzung der 2013 über Share- und Videohoster illegal verbreiteten 569 Mio. Filme lässt sich auch der Schaden für die Filmwirtschaft ableiten.

Zur Methodik
Selbstverständlich wäre es nicht in jedem der 569 Mio. illegalen Nutzungsfälle zu einem rechtmäßigen Filmkauf gekommen, wenn kein illegales Downloadangebot bestanden hätte.
Wie viele Filme tatsächlich legal erworben worden wären, wird durch eine Substitutionsrate ausgedrückt. Schäden durch Internet-Piraterie im Filmmarkt weiterlesen