Archiv der Kategorie: Martktforschung

4,6 Millionen Italiener konsumieren illegale Sportstreams

Rund 4,6 Millionen Italiener über 15 Jahre konsumieren Sportinhalte aus illegalen Quellen, wie eine vom Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführte Studie zeigt. 2017 gab es 21 Millionen illegale Übertragungen von Live-Sportarten, wobei rund 35% der Streaming-Piraten illegale aber kostenpflichtige IPTV-Dienste nutzen.
https://torrentfreak.com/4-6-million-italians-consume-pirated-sports-content-181204/

YouTube war die wichtigste Quelle für Pirateriestreams ‚Fury / Wilder‘

Nach Angaben von MUSO wurden zehn Millionen illegale Versionen des Boxkampfs Wilder gegen Fury  angesehen. YouTube war mit 18,3% die mit Abstand führende Quelle für die illegalen Streams, gefolgt von Ripple.is (12,8%) und Vipleague.lc (9,4%).
Insgesamt hat das Unternehmen 133 Piraterie-Streaming-Domains und 80 YouTube-Live-Links aufgespürt. auf denen der Kampf zu sehen war.
https://torrentfreak.com/youtube-was-the-top-source-for-pirated-fury-vs-wilder-streams-181204/

Immer mehr Krypto-Miner – insbesondere von illegalen Seiten

Nach Angaben von Kaspersky ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software in 2018 um 83 Prozent gestiegen und löst Ransomware als größte Bedrohung ab. In den ersten drei Quartalen gab es über fünf Millionen entsprechende Online-Attacken (Vorjahreszeitraum 2,7 Mio.).
Laut Kaspersky Lab fängt man sich diese Art von Malware insbesondere bei der Installation und Verwendung nicht lizensierter Software und illegalen Inhalten ein.

https://futurezone.at/digital-life/krypto-miner-sind-groessere-bedrohung-als-ransomware/400338301

IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote

Für diese AdHoc Studie haben FDS File Defense Service und der IVD die Intermediäre der illegalen IPTV Streams genauer angesehen. Für diesen Zweck wurden 25 relevante Webseiten untersucht, die regelmäßig Playlisten in Form von M3U Files (Sender- und Kanallisten) zur Verfügung stellen.

Solche Sender- und Kanallisten bringen einen Sender von IPTV Streams und den Empfänger auf sehr bequeme Art und Weise zusammen. Der M3U File wird lediglich in ein Programm geladen und schon bekommt der Empfänger Senderlisten und Zugang zu den Sendern in seinem Programm angezeigt.
Noch bequemer wird es mit Set-Top Boxen. Sehr oft sind das sogenannte KODI Boxen, diese „zaubern“ dann den Inhalt auf den eigenen TV Bildschirm.

Das Geschäftsmodell, warum solche Webseiten M3U Files (Sender- und Kanalliste) kostenlos verteilen, beruht auf dem Anfüttern der Kundschaft. In der Regel haben die M3U Files eine sehr kurze eingebaute Lebensdauer von 12-24 Stunden.
Der geneigte Nutzer muss sie also quasi permanent erneuern, um weiter in den Genuss der kostenlosen Services zu kommen. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann sich diesen Aufwand mit einem Abonnement vom Halse schaffen. Diese illegalen Subskriptionen kosten dann nur einen Bruchteil des Preises der legalen Angebote. Für 10 Euro oder sogar weniger im Monat gibt es Hunderte von Kanälen, darunter auch viele PayTV Sender.
Kein Wunder, denn die Vertreiber haben keinerlei Beschaffungskosten für die Inhalte, die sie vermarkten.

Basis dieser Studie sind rund 45.000 Sender- und Kanallisten, die von den 25 Webseiten verteilt werden. Diese Listen führten zu 211.000 analysierbaren illegalen IPTV Streams, die nachfolgend nach der Herkunft (dem Rechenzentrum) analysiert wurden. Außerdem wurde die Datenheimat der M3U Files verteilenden Webseiten betrachtet. Dabei wurde bei Rechenzentren, die über mehrere Länder verteilt sind, jeweils der Sitz der Hauptgesellschaft als Herkunftsland genommen. IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote weiterlesen

DKHW: Gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat eine Studie zu den Persönlichkeitsrechten von Kindern bei der digitalen Mediennutzung erstellt. Nachfolgend die Pressemeldung des DKHW:

„Zwischen Pragmatismus, Hilflosigkeit, Sorge und Ignoranz“ – Studie zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext digitaler Mediennutzung in Familien
Die Nutzung digitaler Medien in Familien führt oftmals zu einer gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, die heute in Berlin vorgestellt wird. Die qualitative Untersuchung des Medienalltags in Familien offenbart, dass Eltern zwar bemüht sind, ihren Kindern einen möglichst sicheren Zugang zu digitalen Medienangeboten zu ermöglichen. Gleichzeitig stehen Familien aber den Risiken digitaler Mediennutzung heute aber oftmals hilflos gegenüber. Diese Hilfslosigkeit trifft insbesondere bei der Nutzung sozialer Netzwerkdienste wie WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube zu. Zusätzlich finden in diesen Medienformaten die Mitbestimmungsrechte der Kinder bei Veröffentlichung persönlicher Daten durch die Eltern nur selten ausreichend Beachtung. DKHW: Gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern weiterlesen

VPN-Apps oft aus China

In Großbritannien wurden 30 beliebte VPN-Apps fürs Smartphones überprüft. Ganze 17 der 30 untersuchten Top-Apps wurden entweder von chinesischen Entwicklern angeboten oder direkt auf Servern in China betrieben.
Ob bei den Angeboten von „obskuren und extrem verschwiegenen Firmen“ die erhoffte Anonymität beim Surfen gewährleistet ist, konnte nicht geprüft werden.
Aber auch andere VPN-Angebote ohne Chinabezug sind kritisch, da Daten zum Nutzerverhalten gespeichert und teilweise sogar verkauft werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/vpn-apps-viele-populaere-dienste-haben-laut-auswertung-china-bezug-a-1240076.html

Deutschlands Werber: Hauptsache gesehen – egal wo

Der Technologieanbieter Integral Ad Science hat die Kategorien Brand Safety, Viewability und Ad Fraud in den Märkten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Skandinavien, dem Vereinigten Königreich und den USA untersucht.
Danach ist Deutschland auf dem digitalen Werbemarkt in Sachen Brand Safety Schlusslicht – eine von zehn Anzeigen taucht hierzulande in riskanten nicht markensicheren Umfeldern auf. Mit 10,4 Prozent ist das Markenrisiko mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich (4,5 Prozent), Spanien (4,8 Prozent) oder UK (4,5 Prozent). Deutschlands Werber: Hauptsache gesehen – egal wo weiterlesen

Musik: 38 % konsumieren illegale Angebote

Die IFPI hat für den „Music Consumer Insight Report 2018“ insgesamt 19.000 Personen aus 18 Länder befragen lassen.
Danach nutzen 38% der Befragten illegale Musikangebote.
32 % aller Konsumenten nutzen Stream-Ripping,
23% Sharehoster und
17% Suchmaschinen um die illegal angebotene Musik zu finden.

http://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/05_Presse/01_Pressemitteilungen/2018/IFPI_Consumer_Insight_Report_2018_FINAL.pdf

Neue Untersuchung des weltweitern Internet-Traffics

Sandvine hat den “The Global Internet Phenomena Report” veröffentlicht. Nachfolgend einige Auszüge aus den Ergebnissen:

  • Videos sind für 58% des weltweiten Downstreams verantwortlich. 15% des Downstreams kommen allein von Netflix.
  • Am weltweiten Streaming hat Netflix sogar einen Anteil von 26,6%, gefolgt von der nicht im Detail ausgewerteten Kategorie Http Media Stream mit 24,4% und YouTube mit 21,3%.
    Unter den Top 10 auch der Pirateriehoster Openload (Platz 8 mit 0,8%). Das Piraterieangebot liegt damit vor HBO Go oder dem BBC iPlayer.
  • Live-Events beginnen sich spürbar auf Netzwerke auszuwirken. Die Weltmeisterschaft und der Super Bowl erzeugen Spitzenwerte in Netzwerken weltweit und übertreffen YouTube und andere Videoanwendungen.
  • Online-Spielen wird immer wichtiger. Zu den Spielen mit dem meisten Traffic gehören “League of Legends” und “Fortnite”.
  • BitTorrent ist für 22% des weltweiten Upstreams verantwortlich. In Europa und dem Mittleren Osten sogar für 31%.
  • Top 3 beim Traffic der Sozialen Netzwerke sind Instagram (42,2%), Facebook (38%) und Snapchat (7,5% des Downstreams dieser Kategorie).
  • Über 50% des Datenverkehrs im Internet sind verschlüsselt.

https://www.sandvine.com/hubfs/downloads/phenomena/2018-phenomena-report.pdf

BitTorrent Traffic ist nicht tot

File-Sharing, insbesondere BitTorrent, erlebt ein Comeback. Neue Daten von Sandvine, die exklusiv TorrentFreak zur Verfügung stehen, zeigen, dass BitTorrent immer noch eine dominante Quelle ist.
Nachdem Sandvine-Bericht, der im nächsten Monat veröffentlicht werden soll, wächst der entsprechende Traffic in der EMEA-Region deutlich. Der BitTorrent-Traffic macht dort nun 32% des gesamten Upstream-Traffics aus.
https://torrentfreak.com/bittorrent-traffic-is-not-dead-its-making-a-comeback-180926/

Studie zur Malware auf Piraterieseiten

Das EU-Intellectual Property Office (EUIPO) hat eine umfangreiche Studie über Malware und „potenziell unerwünschte Programme“ veröffentlicht, die über Piratenseiten verbreitetet werden.
Letztendlich wurden diese auf fast 8 % der Webseiten gefunden. Die Funde wurden zudem nach Gefährdungsstufen klassifiziert. Wie gefährlich die Bedrohung wirklich ist, hängt aber auch wesentlich von den technischen Schutzmaßnahmen des Nutzers und seinem Verhalten ab.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4742725&journalRelatedId=manual/

Meinungsumfrage zum Urheberrecht und zu Plattformen

Das Meinungsforschungsinstitut Harris Interactive hat 6.600 Bürger über 18 Jahre in Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, Griechenland und Frankreich Ende August 2018 befragt, wie sie den Einfluss von Technologie-Giganten wie Google, Amazon, Facebook und Apple einschätzen und ob die Vergütung von Urhebern in diesem Kontext fair ist.

Aus den Ergebnissen:

66 % der Befragten denken, dass Online-Plattformen Kreativschaffende nicht fair für die Nutzung ihrer Werke vergüten

87 % fordern eine Gesetzgebung zum Schutz der Urheberrechte

61 % sorgen sich darum, dass Internetplattformen die Demokratie in Europa gefährden

67 % meinen, dass Plattformen mehr Macht als die Europäische Union haben

https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Harris_Copyrights___US_tech_giants_-_Expectations_in_Europe.pdf

https://www.gema.de/aktuelles/81-der-eu-buerger-appellieren-an-eu-politiker-rettet-die-europaeische-kultur-staerkt-urheberrechte-u/