Archiv der Kategorie: Martktforschung

Musik: 38 % konsumieren illegale Angebote

Die IFPI hat für den „Music Consumer Insight Report 2018“ insgesamt 19.000 Personen aus 18 Länder befragen lassen.
Danach nutzen 38% der Befragten illegale Musikangebote.
32 % aller Konsumenten nutzen Stream-Ripping,
23% Sharehoster und
17% Suchmaschinen um die illegal angebotene Musik zu finden.

http://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/05_Presse/01_Pressemitteilungen/2018/IFPI_Consumer_Insight_Report_2018_FINAL.pdf

Neue Untersuchung des weltweitern Internet-Traffics

Sandvine hat den “The Global Internet Phenomena Report” veröffentlicht. Nachfolgend einige Auszüge aus den Ergebnissen:

  • Videos sind für 58% des weltweiten Downstreams verantwortlich. 15% des Downstreams kommen allein von Netflix.
  • Am weltweiten Streaming hat Netflix sogar einen Anteil von 26,6%, gefolgt von der nicht im Detail ausgewerteten Kategorie Http Media Stream mit 24,4% und YouTube mit 21,3%.
    Unter den Top 10 auch der Pirateriehoster Openload (Platz 8 mit 0,8%). Das Piraterieangebot liegt damit vor HBO Go oder dem BBC iPlayer.
  • Live-Events beginnen sich spürbar auf Netzwerke auszuwirken. Die Weltmeisterschaft und der Super Bowl erzeugen Spitzenwerte in Netzwerken weltweit und übertreffen YouTube und andere Videoanwendungen.
  • Online-Spielen wird immer wichtiger. Zu den Spielen mit dem meisten Traffic gehören “League of Legends” und “Fortnite”.
  • BitTorrent ist für 22% des weltweiten Upstreams verantwortlich. In Europa und dem Mittleren Osten sogar für 31%.
  • Top 3 beim Traffic der Sozialen Netzwerke sind Instagram (42,2%), Facebook (38%) und Snapchat (7,5% des Downstreams dieser Kategorie).
  • Über 50% des Datenverkehrs im Internet sind verschlüsselt.

https://www.sandvine.com/hubfs/downloads/phenomena/2018-phenomena-report.pdf

BitTorrent Traffic ist nicht tot

File-Sharing, insbesondere BitTorrent, erlebt ein Comeback. Neue Daten von Sandvine, die exklusiv TorrentFreak zur Verfügung stehen, zeigen, dass BitTorrent immer noch eine dominante Quelle ist.
Nachdem Sandvine-Bericht, der im nächsten Monat veröffentlicht werden soll, wächst der entsprechende Traffic in der EMEA-Region deutlich. Der BitTorrent-Traffic macht dort nun 32% des gesamten Upstream-Traffics aus.
https://torrentfreak.com/bittorrent-traffic-is-not-dead-its-making-a-comeback-180926/

Studie zur Malware auf Piraterieseiten

Das EU-Intellectual Property Office (EUIPO) hat eine umfangreiche Studie über Malware und „potenziell unerwünschte Programme“ veröffentlicht, die über Piratenseiten verbreitetet werden.
Letztendlich wurden diese auf fast 8 % der Webseiten gefunden. Die Funde wurden zudem nach Gefährdungsstufen klassifiziert. Wie gefährlich die Bedrohung wirklich ist, hängt aber auch wesentlich von den technischen Schutzmaßnahmen des Nutzers und seinem Verhalten ab.

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/web/observatory/news?p_p_id=csnews_WAR_csnewsportlet&p_p_lifecycle=0&p_p_state=normal&p_p_mode=view&p_p_col_id=column-1&p_p_col_count=2&journalId=4742725&journalRelatedId=manual/

Meinungsumfrage zum Urheberrecht und zu Plattformen

Das Meinungsforschungsinstitut Harris Interactive hat 6.600 Bürger über 18 Jahre in Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, Griechenland und Frankreich Ende August 2018 befragt, wie sie den Einfluss von Technologie-Giganten wie Google, Amazon, Facebook und Apple einschätzen und ob die Vergütung von Urhebern in diesem Kontext fair ist.

Aus den Ergebnissen:

66 % der Befragten denken, dass Online-Plattformen Kreativschaffende nicht fair für die Nutzung ihrer Werke vergüten

87 % fordern eine Gesetzgebung zum Schutz der Urheberrechte

61 % sorgen sich darum, dass Internetplattformen die Demokratie in Europa gefährden

67 % meinen, dass Plattformen mehr Macht als die Europäische Union haben

https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Harris_Copyrights___US_tech_giants_-_Expectations_in_Europe.pdf

https://www.gema.de/aktuelles/81-der-eu-buerger-appellieren-an-eu-politiker-rettet-die-europaeische-kultur-staerkt-urheberrechte-u/

Kinderpornografie-Meldungen: Steigerung um 118 %

Beim Bundeskriminalamt und den Beschwerdestellen sind 2017 insgesamt 5977 Meldungen über Kinderpornografie eingegangen (2016 nur 2721 Meldungen).

Bei 84 Prozent der noch nachvollziehbaren 5938 Fälle lagen diese auf Servern im Ausland, 16 Prozent auf deutschen Servern.
In Deutschland wurden nur 60 Prozent der Inhalte binnen 2 Tagen gelöscht, 97 Prozent binnen einer Woche.
Im Ausland wurden nur 60 Prozent innerhalb einer Woche gelöscht und 87 Prozent binnen 4 Wochen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kinderpornografie-zahl-der-hinweise-an-behoerden-2017-verdoppelt-a-1226576.html

Einnahmen durch illegales Krypto-Mining

Eine Studie der TU Braunschweig zeigt, dass Cryptojacking relativ weit verbreitet ist und die Einnahmen deutlich niedriger als erwartet sind.
Unter den eine Million meistbesuchten Webseiten der Welt (Alexa) betreibt eine von 500 Webseiten Cryptojacking, meist über Coinhive. Die meisten der untersuchten Seiten kommen aus den USA, Russland und Deutschland.
Es wird insbesondere auf Seiten mit längeren Verweildauern eingesetzt (Entertainment, Pornografie, Tech- sowie Wirtschaftsthemen).
Die zehn profitabelsten Webseiten verdienen mit Cryptojacking zwischen 119 und 340 US-Dollar täglich. Im Durchschnitt gibt es aber nur 5,80 US-Dollar pro Tag.

https://futurezone.at/digital-life/so-viel-verdienen-cyberkriminelle-mit-cryptojacking/400105892

Vgl. auch: http://webschauder.de/krypto-mining-made-in-germany/

 

Fake-Shops: 4,4 Millionen Opfer in Deutschland

Nach einer Untersuchung der „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale Brandenburg sollen 4,4 Millionen Bundesbürger Opfer von Fake-Shops geworden seien.
Eine genauere Untersuchung von 5.000 Seiten hat ergeben, dass die allermeisten davon (4.425) in Deutschland registriert sind oder waren (.de-Domain). https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/kriminalreport/fake-shops-102.html

Vgl. auch:
http://webschauder.de/die-denic-und-fakeshops-sorry-aber-da-kann-man-echt-nichts-machen/ und
http://webschauder.de/denic-und-fakeshops-update/

Boxkampf von von YouTubern – illegale Übertragungen dominierten

Fast 800.000 Nutzer haben sich über YouTube einen Boxkampf zwischen zwei Youtube-Stars angesehen. Der Stream kostete jeweils 8 Euro.
Aber rund 1,2 Millionen Zuschauer verfolgten das Event illegal über die Konkurrenzplattform Twitch. Die Amazon Tochter bekam die im Minutentakt erscheinenden illegalen Streams nicht eingedämmt. Einzelne Übertragungen zählten dort über 400.000 Zuschauer.

https://futurezone.at/digital-life/ksi-vs-logan-paul-2-millionen-zuschauer-bei-youtuber-boxkampf/400100159

Studie zur Fernsehpiraterie

Nach einem Gutachten von Goldmedia im Auftrag vom VAUNET – Verband Privater Medien nutzen 1,9 Millionen Personen in Deutschland regelmäßig illegale Live-TV-Signale und ersetzen dadurch in hohem Maße die Nutzung legaler Bewegtbildangebote. Zu den meistgenutzten illegalen linearen TV-Inhalten gehören insbesondere Sport, fiktionale Inhalte und Dokumentationen.

Den Medienunternehmen entgehen damit Einnahmen von mehr als 430 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt, also inklusive der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, liegt der Umsatzschaden sogar bei rund 700 Millionen Euro. Damit verbunden sind Steuerausfälle von jährlich 170 Millionen Euro.

Besonders intensiv ist die Fernsehpiraterie bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 23 Jahren: Fast ein Drittel der Gesamtnutzung illegaler linearer TV-Streams entfällt auf diese Altersgruppe. Den höchsten Anteil illegaler Nutzung machen junge Männer im Alter von 18 bis 23 Jahren aus: 12 Prozent der Zielgruppe nutzen regelmäßig illegale lineare TV-Streams, im Durchschnitt 90 Minuten pro Tag. Die überwiegende Mehrheit der jungen Männer bewerten den Zugang zu illegalen TV-Inhalten als einfach oder sehr einfach.

https://www.vau.net/pressemitteilungen/content/fernsehpiraterie-verursacht-wirtschaftlichen-schaden-700-millionen-euro

Facebook-Hasspostings korrelieren mit fremdenfeindliche Angriffe

Wissenschaftler haben einen direkten Zusammenhang zwischen fremdenfeindlichen Angriffen und der Nutzung sozialer Medien wie Facebook in deutschen Kommunen ermittelt.
„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass soziale Medien nicht nur einen Nährboden für die Verbreitung von Hassbotschaften darstellen, sondern auch zu realen Handlungen anreizen“, schreiben die Wissenschaftler Karsten Müller von der US-Universität Princeton und Carlo Schwarz von der britischen Universität Warwick.
https://www.golem.de/news/studie-veroeffentlicht-mehr-fremdenfeindliche-angriffe-nach-facebook-hasspostings-1808-136139.html