Archiv der Kategorie: Jugend(schutz)

Behörden warnen vor Glücksspiel in Computerspielen

Die in 16 Staaten für die Regulierung von Glücksspiel zuständigen Behörden warnen in einer gemeinsamen Erklärung davor, dass „die Grenzen zwischen Glücksspiel und anderen Formen der digitalen Unterhaltung, etwa Computerspiele, immer mehr verschwimmen“.
Problematisch sind insbesondere Lootboxen, Skins (Counter Strike),Casinos auf Social-Media-Plattformen und entsprechende Elemente in Computerspielen für Kinder.
Die deutschen Behörden sind nicht dabei.

https://www.golem.de/news/lootboxen-europaeische-behoerden-besorgt-ueber-gluecksspiele-und-games-1809-136617.html

Kinderpornografie-Meldungen: Steigerung um 118 %

Beim Bundeskriminalamt und den Beschwerdestellen sind 2017 insgesamt 5977 Meldungen über Kinderpornografie eingegangen (2016 nur 2721 Meldungen).

Bei 84 Prozent der noch nachvollziehbaren 5938 Fälle lagen diese auf Servern im Ausland, 16 Prozent auf deutschen Servern.
In Deutschland wurden nur 60 Prozent der Inhalte binnen 2 Tagen gelöscht, 97 Prozent binnen einer Woche.
Im Ausland wurden nur 60 Prozent innerhalb einer Woche gelöscht und 87 Prozent binnen 4 Wochen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kinderpornografie-zahl-der-hinweise-an-behoerden-2017-verdoppelt-a-1226576.html

Großbritannien: Internetpornographie auch mit Codekarte aus dem Laden

Ergänzend zu Altersverifikationssystemen im Netz, soll es in Großbritannien zukünftig auch anonyme Freischaltkarten geben, die im Laden gekauft werden können. Die Karte soll etwa 10 Pfund (ca. 11 Euro) kosten. Der Verkäufer muss im Zweifel einen Blick auf den Reisepass oder Führerschein werfen, um das Alters zu prüfen.
Hintergrund ist, dass in Großbritannien, Internet-Pornographie künftig nicht mehr für Minderjährige zugänglich sein soll.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossbritannien-Codekarte-aus-dem-Laden-soll-Zugang-zu-Online-Pornographie-oeffnen-4048139.html

Vgl. auch
http://webschauder.de/grossbritannien-altersverifikation-fuer-internetpornographie-soll-bis-zum-ende-des-jahres-stehen/

Belgien: Lootboxen in FIFA 18, Overwatch und CS:GO sind Glücksspiel

Die belgische Gaming-Kommission hat Lootboxen in populären Videospielen geprüft und festgestellt, dass diese in drei von vier getesteten Titeln gegen das Glücksspielgesetz verstoßen. FIFA 18, Overwatch und Counter-Strike verstoßen gegen das Glücksspielgesetz, Star Wars Battlefront 2 nicht.
Statt Strafen zu verhängen sucht die Behörde nun den Dialog mit den Entwicklern.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Belgien-stuft-Lootboxen-in-FIFA-18-Overwatch-und-CS-GO-als-Gluecksspiel-ein-4035181.html

Wettbewerbszentrale: Amazonhändler müssen Jugendschutz beachten

Bei der Wettbewerbszentrale gingen in den letzten Wochen zahlreiche Beschwerden gegen Anbieter von Spielkonsolen ein. Diese vertreiben Computerspiele mit indizierten Spielen.
Konkret geht es um das Spiel „Mortal Kombat“. Dieses Spiel ist in Deutschland von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert und es liegt auch eine Beschlagnahme vor. Wettbewerbszentrale: Amazonhändler müssen Jugendschutz beachten weiterlesen

Großbritannien: Altersverifikation für Internetpornographie soll bis zum Ende des Jahres stehen

Laut diversen Presseberichten hat die Pornoholding Mindgeek (Pornhub, Redtube etc.) kundgetan, dass in Großbritannien zukünftig die Volljährigkeit der Nutzer über AgeID geprüft werden soll. Dies wird notwendig, da die britische Regierung über den Digital Economy Act 2017 Internetpornoanbieter verpflichtet, die Volljährigkeit der Nutzer zu prüfen.
Eigentlich sollte das Gesetz in Kürze in Kraft treten, nun hat die Regierung aber darüber informiert, dass man dem mit der Kontrolle betrauten British Board of Film Classification (BBFC) noch etwas mehr Zeit gibt. Bis zum Ende des Jahres soll dann aber alles umgesetzt sein. Großbritannien: Altersverifikation für Internetpornographie soll bis zum Ende des Jahres stehen weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Innenminister (und NDR) kennen Rundfunkstaatsvertrag nicht

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hält ein Vorgehen gegen rechtsradikale Seiten für geboten. Allerdings sieht er als einzige Handlungsmöglichkeit ein internationales Vorgehen an.
Dabei übersieht er, dass der Rundfunkstaatsvertrag hier schon seit langem Möglichkeiten bietet. § 59 des Rundfunkstaatsvertrags sieht in Absatz 3 vor, dass die jeweils zuständige Aufsichtsbehörde insbesondere Angebote untersagen und deren Sperrung anordnen kann.
Zuständig wäre der Chef der Landesmedienanstalt, der auch in der KJM sitzt. Aber die weigert sich ja bekanntermaßen gegen rechtsradikale Seiten vorzugehen.

Leider kennt auch der NDR-Journalist wohl den Staatsvertrag nicht, sonst hätte er ja vielleicht einmal nachgefragt.

https://www.medienkorrespondenz.de/politik/artikel/fehlender-rueckhalt-kjm-chef-andreasnbspfischer-gibt-seinnbspamtnbspab.html

Vgl.:
https://www.medienkorrespondenz.de/politik/artikel/fehlender-rueckhalt-kjm-chef-andreasnbspfischer-gibt-seinnbspamtnbspab.html

Snapchat: Werbeverlust wegen mangelndem Jugendschutz

Der Spirituosenhersteller Diageo (Johnnie Walker, Captain Morgan etc.) hat eine Anzeigenkampagne bei Snapchat beendet, da die Anzeigen auch Minderjährigen angezeigt wurde.

Großbritanniens Aufsichtsbehörde für Werbung, die Advertising Standards Authority, hält den Ansatz aber schon für falsch, da bekannt sei, dass die Altersangaben bei Snapchat oft nicht stimmen. Insoweit kann man sich auch bei der Werbeauslieferung darauf nicht verlassen.
Trotz eines Mindestalters von 13 Jahren für die Registrierung sind nach einer Studie von Ofcom 34 Prozent zwischen acht und elf Jahre alt.

https://www.wsj.com/articles/diageo-halts-snapchat-ads-over-age-targeting-concerns-1514937661

Interview mit einem der härtesten Gamer

„Ich denke, es könnte ruhig etwas mehr indiziert oder mit einem USK-18-Kennzeichen versehen werden.“, so das Fazit des mehrjährigen Spieletesters Niko R., der im Auftrag der Bundesprüfstelle Computerspiele getestet hat. Das vollständige Interview finden Sie bei Spiegel-Online:
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/spieletester-der-bundespruefstelle-traumjob-jedes-16-jaehrigen-a-1181333.html

Kinder im Netz: 73 % der der Eltern sorgen sich

73 Prozent der Eltern in Deutschland sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder beim Surfen im Netz. Zu den Gefahren wird der Kontakt zu Fremden, verstörende Gewalt- oder Pornografie-Inhalte, Cybermobbing, Datenklau, Viren und vieles mehr gezählt.
Mehr zum aktuellen Jugendmedienschutzindex unter:

http://www.fsm.de/de/jugendmedienschutzindex

http://www.zeit.de/digital/internet/2017-11/jugendmedienschutzindex-internet-sicherheit-kinder-jugendliche

Studie: Kinder sehen Pornografie im Internet oft ungewollt

Laut einer Studie der Universitäten Hohenheim und Münster hat die Hälfte von 1048 Teilnehmern einer repräsentativen Umfrage unter 14- bis 20-Jährigen angegeben, Hardcore-Pornografie gesehen zu haben. In der Gruppe der 14- und 15-Jährigen hätten dies ein Drittel erklärt.
Rund die Hälfte der Begegnungen mit Pornografie im Netz sei ungewollt gewesen.
Der Zugang erfolgte zu 70 Prozent über Laptop, Computer oder Smartphone. Andere Medien wie Fernsehen, Video oder Zeitschriften haben weitgehend ausgedient.

https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=37983&cHash=91bc3a6dc5c6b9304555ab08df7da545

Vgl. auch:
http://5451603478074.hostingkunde.de/neue-forschungsergebnisse-zur-nutzung-pornographischer-internetangebote-durch-kinder-und-jugendliche/

 

Australien: Falle für Kriminelle

Nachdem die australische Polizei den Betreiber eines Kinderpornorings festgenommen hatte, betrieb sie die Seite 1 Jahr selber weiter. Nach Angaben der Ermittler konnten so weltweit Kinder gerettet und Pädophile festgenommen werden.
Das Darknet-Forum hieß „Childs Play“, hatte etwa 100 Uploader, 3.000 bis 4.000 regelmäßige User und über eine Million registrierte User.
https://www.futurezone.de/digital-life/article212185289/Falle-fuer-Kriminelle-Australische-Polizei-betreibt-Kinderporno-Forum-weiter.html