Archiv der Kategorie: Gemischtes

China: Stellenangebote als Pornoprüfer

Chinesische Onlinefirmen suchen über Stellenanzeigen nach Mitarbeitern, die Inhalte darauf prüfen, ob sie unter die sehr strengen Pornographieregeln Chinas fallen.
Gesucht werden Menschen zwischen 20 und 35, das Jahresgehalt soll bei 32.000 US$ liegen. Hintergrund sind die extrem hohen Strafen für die Veröffentlichung „pornographischer“ Inhalte.
http://futurezone.at/netzpolitik/china-sucht-porno-pruefer-fuer-saeuberung-des-internets/64.019.871

Telekom: Jahresbericht

In 2013 hat die Telekom nach Anordnungen von staatlichen Stellen:

  • 49.796 Anschlussüberwachungen,
  • 436.331 Verkehrsdatensätze,
  • 28.162 Teilnehmerbestandsdaten und
  • 946.641 IP-Adressinhaberdaten

umgesetzt oder beauskunftet. Zum Schutz der Daten und zur Überprüfung der Richtigkeit wurde dabei grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Andere größere Provider haben entsprechende Angaben bisher nicht publiziert.

www.telekom.com/verantwortung/datenschutz/235758

Antigua und Barbadu verzichten auf Ausnutzung von Urheberrechten

Die Welthandelsorganisation hat Antigua und Barbadu 2007 erlaubt, im Wert von 21. Mio. US-$ jährlich Medieninhalte und Software aus den USA zu nutzen oder zu verbreiten.

Eine Bezahlung dafür ist nicht notwendig, da dies den Schaden der Länder durch Sperren ihres Online-Casinogeschäfts in den USA ausgleichen soll.
Beide Länder nutzen diese Möglichkeit nach weiteren Drohungen der USA aber nicht.

www.heise.de/newsticker/meldung/Copyright-Staatsflatrate-Karibikstaat-kritisiert-WTO-Verfahren-als-Farce-2179768.html

Bundesrechnungshof befürchtet Steuerausfälle in Millionenhöhe bei Internetleistungen

Der Bundesrechnungshof hat u.a. in einer Pressemeldung darauf hingewiesen, dass es beim Verkauf von Internetleistungen (Musik, Filme, E-Books, Livecams, Software etc.), durch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU zu Umsatzsteuerausfällen in mehrstelliger Millionenhöhe kommt. Bundesrechnungshof befürchtet Steuerausfälle in Millionenhöhe bei Internetleistungen weiterlesen

Suchmaschine für Drogen

Innerhalb des Tor-Netzwerks gibt es u.a. Angebote von Drogen, Hackerdiensten oder Auftragsmorden. Aufgrund der fehlenden Öffentlichkeit sind diese aber nur schwer zu finden. Für den Bereich Drogen soll sich dies nun ändern.

Die neue Suchmaschine Grams will nun zeigen, wo man wirklich Drogen erhält. Dazu müssen die Anbieter über eine Schnittstelle der Suchmaschine erlauben, die Angebote zu erfassen. Erste Angebote wurden veröffentlicht, weitere Angebote und ein Anzeigenmodell sollen hinzukommen.

www.zeit.de/digital/internet/2014-04/grams-suchmaschine-darknet-drogen

Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat

Laut Google wurden im letzten Monat für 27.938.858 URLs die Löschung aus dem Suchindex beantragt, da die Seiten urheberrechtsverletzende Inhalte enthielten.
Darunter mit jeweils über eine Million Anfragen 4shared.com (1.480.862) und dilandau.eu (1.476.805). Diese hohen Fallzahlen dürften auch daran liegen, dass Google ein Downranking der illegalen Seiten bestenfalls halbherzig vornimmt. Google: 28 Mio. Löschanfragen im letzten Monat weiterlesen

BGH bestätigt Abo-Fallen-Urteil

Der BGH hat eine Abofalle als Täuschung nach § 263 StGB eingestuft, da die Kostenpflicht der angebotenen Leistung verschleiert wurde. Der Betreiber dieser Abofalle muss nun, wie vorab vom LG Frankfurt entschieden, 2 Jahre Haft ohne Bewährung akzeptieren.
[BGH, 5. 3. 2014, 2 StR 616/12]

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2014&Sort=3&nr=67023&pos=0&anz=43

Eindeutige EU-Studie: Zu teuer, wieso sollte ich zahlen?

Nach einer neuen Studie der Europäischen Kommission über das Zuschauerverhalten, nutzen 68 % der befragten 4.608 Europäer Film-Downloads oder ‑Streams, ohne dafür zu bezahlen. Leider wird im Rahmen der Studie nicht unterschieden, ob es sich dabei um legale (werbefinanzierte) oder illegale Angebote handelt. Eindeutige EU-Studie: Zu teuer, wieso sollte ich zahlen? weiterlesen

35 % aller Arbeitsplätze in der EU sind abhängig von Rechten des geistigen Eigentums

Der Anteil der schutzrechtsintensiven Wirtschaftszweige an der gesamten Wirtschaftstätigkeit der EU macht rund 39 % aus (mit einem Wert von ca. 4,7 Billionen € / Jahr), ihr direkter Anteil an der Gesamtbeschäftigung ist annähernd 26 %, d. h. 56 Millionen Arbeitsplätze; weitere 9 % aller Arbeitsplätze in der EU sind indirekt mit diesen Wirtschaftszweigen verbunden.
So die Ergebnisse einer im September 2013 veröffentlichten Studie vom Europäischen Patentamt (EPA) und vom Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM).

Aus Internetreport I / 2014 – April 2014

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-889_de.htm

Nur jeder Fünfte bewertet digitale Veränderungen positiv

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage die Veränderungen, die sich durch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft bereits heute abzeichnen oder erahnen lassen, bewerten lassen. Diese werden von der Mehrheit der Bevölkerung skeptisch bis ambivalent gesehen. 39 % der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahre sehen den Veränderungen durch das Internet und die digitalen Technologien, Nur jeder Fünfte bewertet digitale Veränderungen positiv weiterlesen