Archiv der Kategorie: Gemischtes

Zwischenhändler für Likes

Der Spiegel berichtet über einen Schüler, der als Zwischenhändler für gefakte Likes und Follower zu einigem Geld gekommen ist. Ob er die Einkünfte versteuert hat bleibt offen.
Trotz entsprechender Bemühungen hat Instagram bei einem mit dem Spiegel durchgeführten Versuch nur wenige der falschen Likes entdeckt und gelöscht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/instagram-likes-und-follower-kaufen-ein-insider-berichtet-a-1183106.html

Kartellamt wirft Facebook Missbrauch vor

Das Bundeskartellamt hat dem Unternehmen Facebook seine vorläufige rechtliche Einschätzung in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung übersandt.
Die Behörde geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass Facebook auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend ist. Weiter ist das Amt der Ansicht, dass Facebook missbräuchlich handelt, indem das Unternehmen die Nutzung des sozialen Netzwerks davon abhängig macht, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenführen zu dürfen. Zu diesen Drittseiten gehören zum Einen konzerneigene Dienste wie WhatsApp oder Instagram. Hierzu gehören aber auch Webseiten und Apps anderer Betreiber, auf die Facebook über Schnittstellen zugreifen kann.
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Großbritannien: Piraterieangebot der ULC

Das University College London, bietet auf den eigenen Servern einen riesigen Fundus an urheberrechtlich geschützten Inhalten an. Darunter neben hunderten von Spielfilmen auch eine riesige Anzahl von Dokumentarfilmen, wie bspw. der brandneue Blue Planet II der BBC.
Das Angebot erfolgt im Self-Access Centre und scheint nur für den universitären und pädagogischen Gebrauch bestimmt zu sein.

https://torrentfreak.com/university-college-london-is-accidentally-running-a-huge-pirate-movie-site-171216/

Strafverfolgung im Internet

Der Spiegel berichtet über Probleme und Erfolge beim Kampf gegen Kriminelle im Netz. Dazu gehören:

Unzureichende Vorratsdatenspeicherung
„Allein 2016 hat das Bundeskriminalamt (BKA) mangels IP-Daten 8000 Fälle von Kinderpornografie nicht weiter verfolgen können.“

Mangelnde Gesetze
„Wer im Darknet einen Marktplatz betreibt, auf dem Waffen verschoben werden, macht sich allein wegen seiner Rolle als Administrator nicht strafbar. Vor Gericht können ihm die Staatsanwälte dann nur Beihilfe vorwerfen – und müssen dafür den Handel in jedem Einzelfall nachweisen.“

Föderaler Flickenteppich
„Wenn ein Hackerangriff in allen 16 Bundesländern vorkommt“, sagt LKA-Mann Hahn, „ermittelt die Polizei im schlimmsten Fall 16 Mal parallel.“

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cyberkriminalitaet-polizei-fordert-mehr-werkzeuge-a-1182501.html

Abzocke mit Streaming

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor vermeintlichen Streaming-Angeboten im Netz. Wie bei anderen Abzock-Seiten wird dem Kunden ein angeblicher Vertrag untergejubelt, bei dem angeblich mehrere hundert Euro fällig werden.
Um dies auch glaubwürdig zu machen, zitiert man in einem YouTube-Video sogar einen angeblichen Rechtsanwalt, der die Rechtmäßigkeit der Forderungen bestätigt.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschuetzer-warnen-vor-betruegerischen-Streaming-Angeboten-3916946.html
(inkl. Video)

Luxemburg: XBTs Pirateriedienstleistungen

In einem von dem ehemaligen britischen MI6-Agenten Christopher Steele erstellten Dossier über Donald Trump wird auch das Unternehmen XBT erwähnt. Der Chef des Unternehmens, Aleksej Gubarev, klagt nun wegen der Veröffentlichung des Berichts u.a. gegen Buzzfeed.
Diese laufenden gerichtlichen Auseinandersetzungen waren für den „The Kansas City Star“ Grund, sich das aus Zypern betriebene Luxemburger Unternehmen XBT einmal genau anzusehen und zu beschreiben.
In dem ausführlichen Bericht werden zahlreiche Zusammenhänge und Dienstleistungen von XBT für Pirateriedienste und pornographische Seiten erfasst. Darunter der Pirateriehoster Webzilla oder die Piraterieseiten freakshare und hotfile. Letztendlich scheint das Unternehmen sogar direkt oder indirekt für kinox.to. gearbeitet zu haben. Luxemburg: XBTs Pirateriedienstleistungen weiterlesen

Großbritannien: Crimestopper warnt vor Kodi & Co.

Die britische Gliederung der Organisation Crimestopper hat gemeinsam mit der PIPCU eine Kampagne gestartet, mit der sie vor illegalen Set-Up-Boxen warnt:
“Crimestoppers has partnered with the Intellectual Property Office and other industry partners to help protect you and your family from the impact of illegal streaming. If you have information on who is selling or distributing these fully loaded devices, it’s easy and safe to contact us by phone on 0800 555 111 or online anonymously:”

Dazu gibt es eine Kampagnenseite:
https://crimestoppers-uk.org/get-involved/our-campaigns/national-campaigns/illegal-streaming-know-the-risks/

und mehrere Videos auf YouTube:
https://www.youtube.com/user/CrimestoppersUK

 

Frankreich: Pirateriestreamingdienst geschlossen

Die französische Anti-Piraterie-Gruppe ALPA hat mit der Polizei in Südfrankreich den Piraterie-Dienst ARTV geschlossen und den 16jährigen Betreiber festgenommen.
Dieser warnt auf YouTube nun eventuelle Nachahmer:
https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Die ARTV-Website und die dazugehörige Android-Applikation boten 176 Kanäle von Canal +, M6, TF1 Group, France Télévision Group, Paramount, Disney und FOX an.
Die seit April bestehende ARTV.watch-Website hatte inzwischen 800.000 registrierte Nutzer und monatlich rund 3.000 Euro Werbeeinnahmen.
Dem Teenager drohen nun bis zu drei Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 300.000 Euro.

https://torrentfreak.com/16-year-old-boy-arrested-for-running-pirate-tv-service-171211/

https://youtu.be/xVTvSfT1uvU

Desaster beim Datenschutz

Es ist bekannt, dass Datenschutz oft nicht ernst genommen wird. Wie schlimm es aber wirklich ist, zeigen die Meldungen der letzten Tage:

Google – Trotz Verbot wurden die Nutzer ausgeforscht:
„Unter Beobachtung: Android-Geräte senden Standortdaten an Google“

Uber – Etwa ein Jahr konnte man es geheim halten:
„Uber verschwieg Daten-Diebstahl bei 50 Millionen Kunden“

Facebook – Daten werden illegal zur Diskriminierung genutzt:
„Facebook erlaubt weiterhin diskriminierende Wohnungsangebote“

US-Militär – Überwachungen für „alle“ auf unzureichenden Servern nachlesbar: „US-Militär: Weltweite Überwachung sozialer Netzwerke“