Archiv der Kategorie: Gemischtes

Datenschutz: Hamburg setzt sich gegen Google durch

Das Klageverfahren der Google LLC vor dem Verwaltungsgericht Hamburg gegen die bereits 2014 durch den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) erlassene Anordnung auf Beachtung des Datenschutzes bei der Verarbeitung der Nutzerdaten wurde nunmehr durch Gerichtsbeschluss eingestellt. Dadurch konnte ein europaweit koordiniertes Verfahren zu einem für die Betroffenen guten Ausgang gebracht werden.

https://www.datenschutz.de/verfahren-zu-den-privatsphaerebestimmungen-von-google-abgeschlossen-anordnung-des-hmbbfdi-hat-bestand/

Journalist Richard Gutjahr berichtet über die Social-Media-Hölle

Der Journalist Richard Gutjahr war 2016 zufälligerweise beim Terroranschlag in Nizza und beim Amoklauf in München vor Ort.
Was Hater daraus gemacht haben, wie er sich dagegen gewehrt hat, und welche Rolle unrühmliche Rolle Youtube, Facebook und Twitter dabei spielten, beschreibt er in seinem Blog:
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»
«Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen»

USTR-Report 2017: Immer noch Piraterieangebote aus Europa

Der neue Report des United States Trade Representative (USTR) listet u.a. wieder Piraterieangebote aus den EU-Staaten und der Schweiz auf:

  • 1FICHIER.COM: Frankreich
  • DOPEFILE.PK: Bulgarien
  • FMOVIES.IS (auch FMOVIES.SE oder FMOVIES.TO): Schweden
  • KINOGO.CLUB (früher) KINOGO.CO: Niederlande, Großbritannien
  • MOVSHARE GROUP mit den Seiten NOWVIDEO.SX,
  • WHOLECLOUD.NET, AURORAVID.TO, BITVID.SX,
  • NOWDOWNLOAD.CH und CLOUDTIME.TO (früher MEWATCHSERIES.TO und WATCHSERIES.AC): Diverse Verbindungen zu verschiedenen Ländern, darunter Schweiz, Schweden, Frankreich und die Niederlande.
  • PRIVATE LAYER-HOSTED SITES (inkl. 1337X.TO, PRIMEWIRE.AG, TORRENTZ2.EU und mirror sites TORRENTZ2.ME, TORRENTZ2.IS): Schweiz
  • UPLOADED.NET (auch UL.TO oder UPLOADED.TO): Schweiz / Niederlande

https://ustr.gov/sites/default/files/files/Press/Reports/2017%20Notorious%20Markets%20List%201.11.18.pdf

Vgl. auch:
https://torrentfreak.com/us-govt-brands-torrent-streaming-cyberlocker-sites-as-notorious-markets-180115/

NetzDG: Fehler bei den Zustelladressen?

Auf Anfrage der AfD hat die Bundesregierung die Zustelladressen namhafter sozialer Dienste veröffentlicht:

Facebook: Freshfields Bruckhaus Deringer LLP (Berlin)
YouTube: Google Germany GmbH, Rechtsabteilung
Google+: Google Germany GmbH, Rechtsabteilung
Instagram: Freshfields Bruckhaus Deringer LLP (Berlin)
Pinterest: Jana Würfel, Pinterest GmbH
SoundCloud: SoundCloud Ltd., Legal Team
Twitter: T. I. Kontakt GmbH

Empfangsberechtigte:
Twitter: T. I. Kontakt GmbH,
Google LLC / Youtube LLC: Frau Rechtsanwältin Malaika Nolde, VBB Rechtsanwälte

Nimrod Anwälte weisen darauf hin, dass es keine Rechtsanwältin Malaika Nolde bei den VBB Rechtsanwälten gibt.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/003/1900355.pdf

https://nimrod-rechtsanwaelte.de/2018/01/12/netzdg-ergibt-zustellbevollmaechtigung-sozialer-netzwerke/

Snapchat: Werbeverlust wegen mangelndem Jugendschutz

Der Spirituosenhersteller Diageo (Johnnie Walker, Captain Morgan etc.) hat eine Anzeigenkampagne bei Snapchat beendet, da die Anzeigen auch Minderjährigen angezeigt wurde.

Großbritanniens Aufsichtsbehörde für Werbung, die Advertising Standards Authority, hält den Ansatz aber schon für falsch, da bekannt sei, dass die Altersangaben bei Snapchat oft nicht stimmen. Insoweit kann man sich auch bei der Werbeauslieferung darauf nicht verlassen.
Trotz eines Mindestalters von 13 Jahren für die Registrierung sind nach einer Studie von Ofcom 34 Prozent zwischen acht und elf Jahre alt.

https://www.wsj.com/articles/diageo-halts-snapchat-ads-over-age-targeting-concerns-1514937661

State of the art: Über die Formen der Monetarisierung von illegalen Webseiten

Unregulierte Distribution von Inhalten im Internet (Piraterie) ist und war nie ein Akt der Selbstlosigkeit.  Sie war stets beherrscht von Gewinnerzielungsabsichten insofern ähneln sich legale und illegale Geschäftsmodelle im Netz. Während für seriöse Unternehmen wie Netflix, Amazon oder Sky regelmäßige Einnahmen über Abonnenten die Grundlage des Geschäftes sind, haben die illegalen Schattenangebote diese Möglichkeit nicht. Spätestens bei regelmäßigen Zahlungen würde man den Betreibern auf die Spur kommen. Die Monetarisierung von illegalen Seiten geschieht daher in der Regel anders.
Dieser Artikel gibt einen Überblick von der Dynamik wechselnder Finanzierungen und neue Einnahmeformen von strukturell rechteverletzenden Seiten. Die nachfolgenden Erkenntnisse beruhen auf der Arbeit des Content Protection Dienstleisters FDS File Defense Service (FDS). State of the art: Über die Formen der Monetarisierung von illegalen Webseiten weiterlesen

Dänemark: Beliebter Torrent-Tracker schließt

Nach einem Hackerangriff wurde der beliebte dänische Torrent-Tracker Hounddawgs.org abgeschaltet. Die Betreiber bestätigten, dass Außenstehende eine Schwachstelle ausnutzten, leugneten aber zunächst, dass die gesamte Datenbank kompromittiert wurde.
Der vermeintliche Hacker hat darauf 20 Gigabyte Daten online gestellt, darunter Benutzernamen, E-Mail- und IP-Adressen. Die Seite soll auf unbestimmte Zeit offline bleiben.

https://torrentfreak.com/popular-danish-torrent-tracker-shuts-down-after-hack-180102/

LG Düsseldorf: Einstweilige Verfügung gegen Amazon

Da Amazon mehrere Anzeigen bei Google-Suchen mit Begriffen wie „Brikenstock“, „Birkenstok“ oder „Bierkenstock“ geschaltet hat und diese u.a. auf Amazon-Angebote mit gefälschten Produkten verwiesen, hat das Landgericht Düsseldorf im Rahmen einer einstweiligen Verfügung Amazon verboten, Tippfehler-Werbung bei Google zu schalten, die den Verbraucher in die Irre führen könnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/birkenstock-hat-ein-verbot-gegen-amazon-durchgesetzt-a-1185439.html

Datenleck bei Inkassounternehmen

Aufgrund eines Datenlecks bei der Schweizer Tochter der zum Hamburger Otto-Versand gehörenden Eos-Gruppe sind zehntausende sensible Schuldnerdaten in die Hände Dritter gelangt. Darunter u.a. Krankenakten oder seitenlange Kreditkartenabrechnungen. Es ist unklar, wieso diese Daten überhaupt gespeichert wurden.
In dem der SZ vorliegenden Datensatz befinden sich vorrangig Kundendaten aus der Schweiz.

http://www.sueddeutsche.de/digital/it-sicherheit-schwerwiegendes-datenleck-legt-zehntausende-schuldnerdaten-offen-1.3805589