Archiv der Kategorie: Filter / Sperrungen

YouTube: Neuer Uploadfilter

YouTube bietet den großen Kanalbetreibern nun eine neue Möglichkeit, mit der ihre eigenen Inhalte vor unberechtigten erneuten Uploads geschützt werden können. Das neue Copyright Match Tool erkennt doppelte Uploads automatisch und lässt dem Ersteller die Wahl, was mit den Kopien passiert.

Alle YouTuber mit mehr als 100.000 Abonnenten können sich in den kommenden Wochen mit dem neuen Copyright Match Tool darüber informieren lassen, wenn ihre eigenen Videos auf anderen Kanälen erneut auftauchen. Die Erkennung verläuft vollautomatisch und benötigt keinen direkten Eingriff des Uploaders.

Wird eine Kopie entdeckt, hat der Original-Uploader eine Reihe von Möglichkeiten: YouTube: Neuer Uploadfilter weiterlesen

Dänemark: Gericht ordnet Sperre eines Stream-Rippers an

Nach einer Klage der Rights Alliance im Namen der IFPI hat ein dänisches Gericht Convert2MP3für rechtswidrig erklärt. Der Stream-Ripper ermöglicht es, Audiofiles von Plattformen wie YouTube herunterzuladen.
Mit der Feststellung der Illegalität wurde auch die Sperrung durch ISPs angeordnet.

https://torrentfreak.com/in-world-first-danish-court-rules-stream-ripping-site-illegal-180710/

Niederlande: Der Oberste Gerichtshof hebt Urteil gegen PirateBay-Sperre auf

Das höchste Gericht der Niederlande, der Hoge Raad, hat die bisherige Entscheidung gegen eine Sperre von The Pirate Bay aufgehoben und an das Berufungsgericht in Amsterdam zurückverwiesen.
Zuvor hatte der EuGH auf Fragen des Gerichts entschieden, dass auch The Pirate Bay selbst als Plattform als auch die Up- und Downloader das Urheberrecht verletzen.
Die Provider müssen BREIN die Kosten des Verfahrens und der Ermittlungen ersetzen.

https://stichtingbrein.nl/nieuws.php?id=496

OLG Karlsruhe: Facebook darf Hetzer zeitweise aussperren

Das OLG Karlsruhe hat eine Beschwerde gegen ein Urteil des LG Karlsruhe abgewiesen, nach dem Facebook berechtigt war, eine Person, die regelmäßige eine Internierung von Flüchtlingen verlangte, zeitweise zu sperren.

Aus der Pressemitteilung des OLG:
„Der Antragsteller ist Nutzer der Interplattform facebook. Er kommentierte in den vergangenen zwei bis drei Jahren in mindestens hundert Fällen unter anderem Postings von Politikern und Medien mit dem Satz: „Flüchtlinge: So lange internieren, bis sie freiwillig das Land verlassen!“. OLG Karlsruhe: Facebook darf Hetzer zeitweise aussperren weiterlesen

Irland: Sperrliste umfasst über 250 Domains

Inzwischen müssen die großen Internet-Provider Irlands mehr als 250 Piraterieseiten blockieren. Viele von ihnen wurden auf Basis gerichtlicher Entscheidungen auf die Sperrliste gesetzt. Zudem gibt es regelmäßige Aktualisierungen, die es den Inhabern von Urheberrechten erlauben, neue Proxies und Mirror-Sites hinzuzufügen.
https://torrentfreak.com/irish-pirate-site-blocklist-expands-to-over-250-domains-180629/

EU informiert zur Terrorbekämpfung im Netz

Die EU-Kommission informiert in ihrem fünfzehnten Fortschrittsbericht zur Sicherheitsunion auch über die Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet.
Danach bleibt die Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet eine zentrale Herausforderung bei der Verhinderung von Radikalisierung.

Es gibt eine Hashdatenbank mit 88.000 Einträgen an der 13 Unternehmen, 20 Mitgliedstaaten und Europol beteiligt sind.

Die Löschquoten aufgrund von Meldungen der EU-Meldestelle liegen bei großen Unternehmen bei 90 bis 100%, bei kleineren in einem Test bei 61 %.

Das Ziel, der Löschung binnen einer Stunde wird noch nicht erreicht. Die gemeldete Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen auf Meldungen variiert je nach Plattform und reicht von unter einer Stunde bis zu Tagen.

http://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-10206-2018-INIT/de/pdf

OLG München bestätigt Sperre von kinox.to

Im Einstweiligen Verfügungsverfahren um die Sperre von kinox.to hat Vodafone erneut verloren. Das OLG München hat entschieden, dass Vodafone weiterhin das Streamen des Films „Fack Ju Göhte 3“ über kinox.to verhindern muss.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/oberlandesgericht-vodafone-muss-kinox-to-weiter-sperren-a-1213252.html

https://twitter.com/mmoszkowicz/status/1007175904840290304?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Enews%7Ctwgr%5Etweet

Nachtrag 12.7.2018:
Das Urteil ist zu finden unter:
https://www.online-und-recht.de/urteile/Vodafone-muss-Kinox-to-sperren-Oberlandesgericht-M%C3%BCnchen-20180614/

Schweiz: Bürger wollen Verbot und Sperren für ausländische Online-Casinos

Die Schweizer Bürger haben am Sonntag das neue Geldspielgesetz mit 72,9 Prozent überaus deutlich angenommen.
Die Gegner hatte insbesondere gegen die geplanten Netzsperren argumentiert. Ihnen ist dabei auch zum Verhängnis geworden, dass sie sich teilweise von ausländischen Glücksspielangeboten haben finanzieren lassen.

Mit dem neuen Gesetz sind Online-Geldspiele künftig erlaubt. Für die Konzession dürfen sich allerdings nur Anbieter mit Sitz in der Schweiz bewerben. Diese können Spiele auch in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern anbieten. Angebote von ausländischen Anbietern sind dagegen verboten und werden für Spielerinnen und Spieler in der Schweiz im Internet gesperrt.
Wer auf einer illegalen Seite landet, wird künftig auf eine staatliche Informationsseite weitergeleitet mit dem Hinweis, dass das Spiel in der Schweiz nicht bewilligt ist.

Das neue Gesetz soll gewährleisten, dass Sport- oder Kulturvereine weiterhin von den Geldspielen profitieren.

https://www.swissinfo.ch/ger/direktedemokratie/abstimmung-10–juni-2018_geldspielgesetz-sollte-angenommen-werden/44180660

Finnland: Gericht verurteilt ISPs zur Sperrung von RARBG und YIFY

Ein finnisches Gericht hat sieben Internet-Provider angewiesen, den Zugang zu den Torrent-Seiten RARBG und YIFY zu sperren. Nach Ansicht des Gerichts erzielen die Betreiber erhebliche Einnahmen durch die illegale Weitergabe von urheberrechtsverletzenden Inhalten. Die ISPs müssen sowohl DNS- als auch IP-Sperren verwenden.

https://torrentfreak.com/court-orders-finnish-isps-to-block-rarbg-and-yify-180608/

Dänemark: Piraterie wächst deutlich

Laut einer Studie der dänischen Rights Alliance stieg der Besuche von Piraterieseiten in Dänemark zwischen von 2016 auf 2017 um 67%. Hauptsächlich werden Filme und Fernsehsendungen konsumiert, aber auch IPTV-Dienste und Stream-Ripping nehmen rapide zu.
Auf Basis von Daten von SimilarWeb und MarkMonitor wurde festgestellt, dass die Dänen in 2017 die 2.000 führenden Piraterieseiten 596 Millionen Mal besucht haben (Vorjahr 356 Mio. Besuche). Alleine der Besuch von 123movies stieg von 40 Millionen Besuchen im Jahr 2016 auf 175 Millionen Besuche im Jahr 2017 an.

Die 500 beliebtesten Filme und Fernsehsendungen in P2P-Netzwerken wurden mehr als 15 Millionen Mal von dänischen IP-Adressen heruntergeladen, gegenüber 11,9 Millionen im Jahr 2016.

Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Besuche auf Plattformen, die illegal Live-Sportarten anbieten. Im Jahr 2017 haben dänische IP-Adressen 2,96 Millionen Besuche bei diesen Diensten gemacht, was eine jährliche Steigerung von 28% bedeutet.

Laut Rights Alliance hat Dänemark eines der effektivsten Sperrsysteme der Welt, diese hindere aber immer noch viele Menschen nicht daran, Piraterieinhalte von Websites zu konsumieren, die noch nicht blockiert sind.

https://torrentfreak.com/danish-traffic-to-pirate-sites-increases-67-in-just-a-year-180501/

Australien: Bundesgericht ordnet an IPTV-Dienst zu sperren

Village Roadshow und mehrere große Hollywood-Studios haben eine einstweilige Verfügung gegen einen Piraterie-IPTV-Dienst erhalten. HD Subs Plus mit rund 600 Live-Premiumkanälen und Hunderten von Filmen auf Abruf muss nun von den größten ISPs gesperrt werden.
Die ISPs können die jeweils genutzte Methode selber entscheiden. Die Richter stellten aber fest, dass DNS-Blockierung, IP-Adressblockierung oder Umleitung, URL-Blockierung oder „alle alternativen technischen Mittel zur Sperrung des Zugangs“ akzeptabel wären.
Die Rechteinhaber sind verpflichtet, eine Gebühr von AU$ 50 für jede Domain zu zahlen, die sie blockieren wollen.

https://torrentfreak.com/aussie-federal-court-orders-isps-to-block-pirate-iptv-service-180427/

Frankreich: Kulturminister fordert Piraterie-Blacklist

Die französische Kulturministerin Françoise Nyssen hat gegenüber der Presse geäußert, dass eine nationale Blacklist gegen Piraterie eingeführt werden sollte. Die vorgeschlagene Liste sollte regelmäßig aktualisiert werden, damit ISPs, Suchmaschinen und Werbeunternehmen die Seiten blockieren können. Die Führung der Liste könnte die Hadopi-Behörde übernehmen.

https://torrentfreak.com/french-minister-of-culture-calls-for-pirate-streaming-blacklist-180423/