Archiv der Kategorie: Bad Boys (?)

HdStream im Sinkflug?

Tarnkappe berichtet anhand neuer Daten über sinkenden Umsätze bei dem Hoster HDStream. Als Hauptgründe für den Rückgang werden die anhaltende Sicherheitsproblematik des Hosters und die Sperrungen von Zahlungswegen angesehen.

https://tarnkappe.info/inside-hdstream-to-update/

Ergänzung: Laut Similiarweb sanken die Visits der Seite von Juli auf August um 16 Prozent auf nun 1,3 Mio. Visits.

 

 

Pakistan: Internetzugang inklusive Raubkopien

Ein pakistanischer Internetprovider bietet nicht nur den günstigen Netzzugang an, sondern wirbt offensive mit der Möglichkeit über seinen Zugang auch illegal angebotene Medienprodukte zu erhalten. Damit dies auch noch reibungslos läuft, betreibt er laut Torrentfreak direkt eine eigene Piraterieseite.

https://torrentfreak.com/isp-runs-huge-pirate-site-especially-for-customers-160521/

Denic, Nic.at und Keysystems sollen Cybercrime unterstützen

In einem sehr detaillierten Artikel berichtet Spamhaus über die Beteiligung deutscher und österreichischer Internetregistrierungsstellen am Cybercrime.

Über die Denic und Nic.at werden unzählige Cybercrimeseiten registriert. Auf Beschwerden wird man nicht tätig und weist die Verantwortung von sich. Man nehme nur Seiten vom Netz, wenn Sie gegen die AGBs verstoßen oder man gerichtlich dazu aufgefordert würde.

Wieso die beiden Institutionen – anders als ihre schweizer oder russischen Kollegen – Cybercrime nicht als Kündigungsgrund in ihre AGBs schreiben, wird nicht erklärt.

Angemeldet wurden viele der Seiten über den Registrar Keysystems. Dieser scheint inzwischen vor einer Löschung die Seiten zum Umzug zu bewegen: „What we are now seeing within ccTLD .at is ridiculous: Several registrars, mostly German-based, are moving malicious domain names around between each other. Once you report a malicious domain name to one of these registrars, they will just transfer it to a different registrar.“

Nach Angaben von c’t hält man beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Beschwerden von Spamhaus „für durchaus berechtigt. Auch dort wünschen sich vor allem die Mitarbeiter des Notfall-Teams CERT-Bund ein „pragmatischeres Vorgehen der deutschen Registry“ in Fällen eindeutigen Missbrauchs und dem Ausbleiben von Reaktionen der Registrare.“

www.spamhaus.org/news/article/724/ongoing-abuse-problems-at-nic.at-and-denic

www.heise.de/newsticker/meldung/Boom-bei-deutschen-Bot-Netz-und-Phishing-Domains-2786836.html

ICANN will auch bei offensichtlichen Verstößen nicht eingreifen

Den Versuchen amerikanischer Medienverbände, die Abschaltung von illegalen Seiten über die Internetregistrierungsstelle ICANN zu erreichen, hat nun ICANN’s Chief Contract Compliance Officer, Allen Grogan, eine deutliche Absage erteilt: “ICANN has no role in policing content – it’s entirely out of our scope,” … “Our mission is to coordinate, at the overall level, the global Internet’s systems of unique identifiers, and in particular, to ensure the stable and secure operation of the Internet’s unique identifiers,” fügte er hinzu.
Stattdessen wünscht man sich gerichtliche Entscheidungen.

http://torrentfreak.com/icann-refuses-to-play-piracy-police-150612/

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104

Jugenschutz.net hat einen auch in diesem Jahr überaus lesenswerten Jahresbericht veröffentlicht, aus dem wir eine kleine Auswahl vorstellen und kommentieren:

  • Allein bei Instagram fand jugendschutz.net unter dem Hashtag #anabuddy mehr als 90.000 Beiträge, über die Hungerpartner gesucht wurden.
  • WhatsApp: Viele User stellen ihre ID öffentlich ins Social Web und schaffen damit ein Einfallstor für Belästigungen, Spam oder Nachrichten mit schockierenden Inhalten. Nicht selten fand jugendschutz.net freizügige Fotos, die vermeintlich privat an WhatsApp Kontakte versendet wurden, auf zwielichtigen Seiten im Social Web wieder.

Jugendschutz.net: Jahresbericht 2104 weiterlesen

Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie

Die britische Firma Incopro hat eine Studie mit dem Titel „The revenue sources for websites making available copyright content without consent in the EU“ veröffentlicht. Auftraggeber war die MPA (Motion Picture Association).

Die Studie betrachtet in fünf europäischen Ländern die Einnahmemöglichkeiten urheberrechtsverletzender Internetangebote durch Werbung und Zahlungen von Endverbraucher. Insgesamt werden 622 Seiten betrachtet. Daraus ergeben sich für jedes der fünf Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) die 250 wichtigsten Seiten. Einnahmequellen der Piraten: Neue europäische Studie weiterlesen

Venture Capital finanzierte BitTorrent Tracker

Nach einem Bericht von „The Trichordist” wurde der P2P-Tracker „Vuze“ in mehreren Runden von Venturekapitalgebern finanziert. Mit dabei Jarl Mohn, nun CEO eines nationalen US-Radionetzwerks.
Vuze ist nach eigenen Angaben „Die leistungsstärkste BitTorrent-Anwendung der Welt.“ und erzielt Erträge durch Werbung. Der Autor legt ein Beispiel vor, bei dem beim illegalen Download eines seiner Musikstücke Werbung von American Express angezeigt wird. Dabei handelt es sich nicht um Bannerwebung über vielfältige Vermarktungsstufen, sondern über eine direkte Einbindung von Werbung in ein Computerprogramm.

Zudem belegt er, dass der Piraterienachrichtendienst Torrentfreak auch eine direkte Werbebeziehung zu „Vuze“ hat. Somit finanzieren die Venturekapitalgeber nicht nur den Tracker sondern auch direkt die „unabhängige“ Meinungsbildung für das Produkt.

http://thetrichordist.com/2015/05/03/npaaaargghhhhh-npr-ceo-jarl-mohn-funded-piracy-client-vuze-and-vuze-sponsors-torrent-freak/

Cloudflare ermöglicht Umgehung britischer Sperren

Mehrere in Großbritannien per Gerichtsbeschluss gesperrte Seiten sind wohl wieder erreichbar. Der Betreiber eines Pirate Bay Proxys erklärt dies auf Torrentfreak folgendermaßen:
“I believe it’s because of how CloudFlare works, Simply put when you enable HTTPS Strict on CloudFlare they remove the HTTP Header from the request during HTTPS Connections, thus when they try to inspect the header to a list of ‘banned’ websites it won’t register,”

Eco-Mitglied Cloudflare ist für seinen lockeren Umgang mit Sicherheitszertifikaten bekannt, so schreibt PSW
„CloudFlare ist nicht der einzige Service, der Cyberkriminellen geradezu einlädt – wenngleich es bei anderen Anbietern ein wenig komplizierter wird, da die Registrierung umfangreicher ausfällt.“

http://torrentfreak.com/secure-pirate-bay-unblocked-by-most-uk-isps-150316/

www.psw-group.de/blog/cloudflare-ssl-zertifikate-fuer-phishing-missbraucht/1810

www.eco.de/2014/mitglieder/cloudflare-inc.html

Vgl. auch: www.crimeflare.com/cfssl.html