Archiv der Kategorie: Bad Boys (?)

Abzocker untereinander

Tarnkappe.info berichtet, dass aktuell Piraterieseiten in anderen Ländern registriert werden und dann die Originale mit DDoS Attacken außer Gefecht gesetzt werden.
Dir „neu“ registrierte Seite präsentiert sich dann als legitimer Nachfolger. Besucher erhalten für die Nutzung Schadsoftware auf ihren Rechner geliefert und werden dann teilweise auch noch an der DDoS-Attacke gegen die ursprüngliche Seite beteiligt. Der Nutzer verstößt somit nicht nur gegen das Urheberrecht, sondern auch noch gegen § 303b des Strafgesetzbuches.
Tarnkappe beschreibt dies am Fall Filmpalast, weist aber auch daraufhin, dass die Täter es auch noch auf StreamCloud und Movie2k abgesehen haben.

https://tarnkappe.info/klon-von-filmpalast-to-mit-ekelhafter-strategie/

Kryptowährungen bei Cyberkriminellen beliebt

Nach einer Studie der Cybersicherheitsfirma CipherTrace haben Kriminelle in den ersten neun Monaten des Jahres Bitcoin und andere Kryptowährungen im Wert von einer knappen Milliarde Dollar erbeutet; 250% mehr als im Vorjahr.
Es gäbe zudem eine hohe Dunkelziffer, da zahlreiche Krytowährungs-Diebstähle gar nicht öffentlich gemacht würden.
Außerdem würden digitale Devisen zunehmend zur Geldwäsche genutzt.

https://futurezone.at/digital-life/cyberkriminelle-nehmen-verstaerkt-kryptowaehrungen-ins-visier/400142105

Anatomie eines Politik-Hacks Teil 2 – Die Organisation des Hacks

Wie in einem vorangegangenen  Artikel erwähnt, war in erster Linie die Kampagne von saveyourinternet.eu für das Fluten der Postfächer von EU Abgeordneten mit vorgefertigten Mails, ihrer Twitter Accounts mit automatisierten Tweets und ihrer Telefone mit vermittelten Telefonaten inkl. Gesprächsleitfaden verantwortlich.

 

Wer steckt hinter safeyourinternet.eu?
Die Kampagne wurde von der Organisation Copyright für Creativity (C4C) und dessen Sekretariat N-Square organisiert. Das C4C hat 42 Mitglieder (EFF, Edri, BEUC etc.) und wird nach eigenen Angaben im Wesentlichen von der Open Society Foundation (der Stiftung von George Soros) und der Computer & Communications Industry Association finanziert. Mitglieder dieser amerikanischen Industrievereinigung sind u.a. Amazon, Cloudflare, Facebook, Mozilla, Google oder Uber.

Anatomie eines Politik-Hacks Teil 2 – Die Organisation des Hacks weiterlesen

The anatomy of an assault on politics part 2 – organization of the hack

As mentioned in a previous article, saveyourinternet.eu’s campaign was primarily responsible for the flooding of MEPs‘ mailboxes with ready-made e-mails their Twitter accounts with automated tweets and their phones with switched phone calls including call guidelines.

 

Who is behind safeyourinternet.eu?
The campaign was organized by the organization Copyright for Creativity (C4C) and its secretariat N-Square. The C4C has 42 members (EFF, Edri, BEUC etc.) and, according to its own statements, is mainly financed by the Open Society Foundation (the foundation of George Soros) and the Computer & Communications Industry Association. Members of this American industry association include Amazon, Cloudflare, Facebook, Mozilla, Google and Uber. The anatomy of an assault on politics part 2 – organization of the hack weiterlesen

Deutsche Banken: Geldwäsche und Verstoß gegen die deutschen Glücksspielgesetze

Nach einem Bericht der SZ wickeln mehrere deutsche Banken Ein- und Auszahlungen für illegale Internet-Kasinos ab. Darunter die DZ-Bank, die Postbank, die Hypo-Vereinsbank und die Wirecard Bank.
Nach Ansicht des niedersächsischen Innenministeriums und mehrerer Banken- und Strafrechtsexperten, verstoßen die Banken damit gegen das Glücksspielrecht und könnten sich zudem strafbar machen wegen Beihilfe zum illegalen Glücksspiel und Geldwäsche.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gluecksspiel-wie-deutsche-banken-systematisch-illegale-online-kasinos-unterstuetzen-1.3738876

Facebook akzeptiert Holocaustleugnung

Aus deutscher Sicht ist es unverständlich, dass Facebook seine Mitarbeiter und Dienstleister nicht anweist, Holocaustleugnungen generell zu löschen.
Gar nicht mehr nachzuvollziehen ist es, dass solche Äußerungen noch nicht einmal in all den Ländern gesperrt werden, in denen sie strafrechtlich verboten sind, wie der Guardian nun belegt.

Holocaustleugnungen sind nach Angaben von Facebook wohl in 14 Ländern strafbar, gesperrt wird nur in Deutschland, Frankreich, Israel und Österreich. Der vorgegebene Grund: „Wir beziehen es nur auf die vier Länder, die dieses Thema bei uns aktiv verfolgen.“

In einer späteren Stellungnahme, behauptet Facebook die Ziffer vier würde nicht stimme. Genauere Angaben werden aber nicht gemacht. Der Sachverhalt generell wird nicht bestritten.

https://www.theguardian.com/news/2017/may/24/how-facebook-flouts-holocaust-denial-laws-except-where-it-fears-being-sued

YouTube-Konzept: Auch zukünftig darf auf vielen extremistischen Seiten geworben werden

YouTube-Chefin Susan Wojcicki hat in Berlin verdeutlicht, wie YouTube mit dem Problem Anzeigen neben extremistischen Videos umgehen will. Schwerpunkt sind Maßnahmen, die Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber geben, wo ihre Werbung zu sehen ist.
Entgegen früheren Verlautbarungen, die nur auf diese Kontrolle durch die Werbenden setzen, soll es nach Angaben von Frau Wojcicki außerdem mehr Kategorien von Videos geben, neben denen grundsätzlich keine Werbung angezeigt werde.
Eigenständig oder zwangsweise löschen will man solche Angebote auf den eigenen Seiten aber nicht: „Solche Gesetzgebung führt dazu, dass zu viel zensiert wird, dass Plattformen Inhalte entfernen, die nicht entfernt werden sollten“, sagte Wojcicki.

https://www.wuv.de/digital/youtube_chefin_kuemmert_sich_um_die_veraergerten_werbekunden

Vgl. auch
https://www.nzz.ch/wirtschaft/boykott-der-werbeplattform-youtube-unmut-verbreitet-sich-wie-ein-katzenvideo-ld.153633

https://www.nzz.ch/wirtschaft/hass-videos-auf-youtube-google-geraet-weiter-unter-druck-ld.153109

BGH: Auch DDOS-Attacken auf illegale Angebote sind verboten

Der BGH hat eine Entscheidung des LG Leipzig bestätigt, nach der ein Mittäter eine Piraterieportals wegen Computersabotage verurteilt wurde:
„Die Verurteilung wegen (Beihilfe zur) Computersabotage […] hält rechtlicher Überprüfung stand. Sie fußt auf der zutreffenden rechtlichen Erwägung des Landgerichts, dass es für die Verwirklichung des Straftatbestandes des § 303b StGB unerheblich ist, ob sich die Sabotagehandlungen auf Datenverarbeitungsvorgänge zu rechtmäßigen oder rechtswidrigen Zwecken beziehen.“

https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/5/16/5-164-16.php

USA: Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten legt neue Liste vor

Im diesjährigen Bericht “Out-of-Cycle Review of Notorious Markets” des United States Trade Representative (USTR) wurden wieder mehr als ein Duzend Piraterieseiten aufgeführt. Darunter auch die deutsche Rippersoftware Youtube-mp3 und der Schweizer Sharehoster Uploaded.

https://ustr.gov/sites/default/files/2016-Out-of-Cycle-Review-Notorious-Markets.pdf