Archiv der Kategorie: Alle (Deutsch)

Spielfilme 2013: Der illegale Markt dominiert

Zur Verbreitung von Raubkopien werden verschiedene Technologien genutzt. Neben Tauschbörsen sind dies insbesondere Share- und Videohoster, von denen die Dateien entweder heruntergeladen oder auch direkt im Stream betrachtet werden können. Auch wenn man von außen nicht sehen kann, wie viele Raubkopien auf diesen Hostern liegen und wie häufig diese angesehen werden, so gibt es doch Ansätze für eine Schätzung.

Seit mehreren Jahren sind verschiedene Firmen damit betraut, im Auftrage der Rechteinhaber Raubkopien bei Share- und Videohostern löschen zu lassen. Vier dieser Firmen, nämlich CoPeerRight Agency Deutschland, FDS File Defense Service, Fifthfreedom und OpSec Security haben uns die Anzahl ihrer in 2013 veranlassten Löschungen von Spielfilmen übergeben. Diese Zahlen – verbunden mit einer konservativen Einschätzung, wie häufig die Dateien vor dem Löschen gesehen werden – erge­ben eine Abschätzung des illegalen Marktes. Spielfilme 2013: Der illegale Markt dominiert weiterlesen

LG Hamburg: Ordnungsgeld, da PayPal-Zahlung und VPN zugelassen

Dem Unternehmen Bossland wurde vom LG Hamburg gerichtlich untersagt, Sofware anzubieten, die Spielzüge des Online-Spiels „Diabolo 3“ automatisiert.

Daraufhin richtete das Unternehmen eine IP-Sperre ein, um deutsche IPs auszusperren und verbot seinen Zahlungsanbietern deutsche Zahlungsmittel anzunehmen.

Nicht genug aus Sicht der Hamburger Richter: LG Hamburg: Ordnungsgeld, da PayPal-Zahlung und VPN zugelassen weiterlesen

LG Frankfurt: Urteil zu Schadensersatz eines Sharehosters veröffentrlicht

Das Landgericht Frankfurt am Main hat dem Computerspielehersteller ZeniMax im Februar einen Auskunfts- und Schadensersatzanspruch gegen den Filehosting-Dienst netload sowie dessen Geschäftsführer wegen illegaler öffentlicher Zugänglichmachung des Computerspiels „The Elder Scrolls V: Skyrim“ zugesprochen.

Nun wurde das Urteil veröffentlicht: LG Frankfurt: Urteil zu Schadensersatz eines Sharehosters veröffentrlicht weiterlesen

Anleitung zum Rechtsbruch?

Lars Sobiraj (LS) und Rechtsanwalt Christian Solmecke (CS) erklären im Youtube-Channel der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE wie VPN-Anbieter funktionieren und worauf man achten muss.

LS: „Davon abgesehen ist die Wahl des Servers äh je nachdem was man da machen will und wie illegal das ist auch nicht unentscheidend.
Ich würde für Dinge äh die krimineller sind Anleitung zum Rechtsbruch? weiterlesen

OLG Köln lehnt Internetsperren ab

Das OLG Köln hat trotz der aktuellen Rechtsprechung des EUGH in Deutschland keine Sperrungsverfügungen erlassen. Eine Berufung der Musikwirtschaft gegen das ebenfalls die Sperren ablehnende Urteil des LG Köln war somit nicht erfolgreich. Es ist davon auszugehen, dass das Verfahren vor dem BGH fortgeführt wird.

Das Urteil ist zu finden unter:
www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/OLGKoeln_2014_6U192-11.pdf

Eine erste Besprechung findne Sie hier:
www.domain-recht.de/domain-recht/stoererhaftung/olg-koln-zugangsprovider-haften-nicht-63978.html

 

jugendschutz.net berichtet über „Rechtextremismus online“

Mit „Rechtextremismus online“ hat jugendschutz.net gestern einen Bericht über Recherchen und Maßnahmen im Bereich Rechtsextremismus vorgelegt.

Verbreitung

  • Das Social Web ist für den modernen Rechtsextremismus das wichtigste Mittel, um Jugendliche anzusprechen und mit menschenverachtenden Ideologien zu beeinflussen. 2013 waren etwa 70 % aller durch jugendschutz.net gesichteten 5.507 Webangebote dort zu finden.
  • Teilen und Liken bringen zehntausende Zugriffe: Der Verbreitungsgrad der Propaganda im Social Web ist immens: Das Prinzip des Teilens und gegenseitigen Verknüpfens von Beiträgen führt häufig dazu, dass rechtsextreme Inhalte tausende Zugriffe oder „Gefällt-mir“-Bekundungen erhalten.
  • Der Verbreitungsgrad von Szeneartikeln im Netz wächst: jugend-schutz.net verzeichnete 185 Websites von Versandhändlern (2012: 145) sowie mehr Angebote von Merchandiseprodukten über das Social Web (63 Angebote, 2012: 14). Einige rechtsextreme Händler (z.B. Opos, PC-Records) haben ihr Marketing für Neuerscheinungen und die Bereitstellung von Hörproben von Facebook auf die russische Plattform VK verlagert.

jugendschutz.net berichtet über „Rechtextremismus online“ weiterlesen

Österreich: OGH urteilt zu Websperren, Rechteinhaber reagieren

Nachdem Constantin Film und die Filmproduktionsgesellschaft Wega bereits im November 2010 gegen den Breitbandanbieter UPC geklagt hatten, damit dieser den illegalen Streaming dienst „kino.to“ sperrt, durchlief das Verfahren in den Folgejahren die Instanzen bis hin zum Europäischen Gerichtshof (EuGH). Ende März dieses Jahres schließlich urteilten die europäischen Richter, dass Internetanbieter nach EU-Recht dazu verpflichtet werden können, urheberrechtsverletzende Webseiten zu sperren.

Auf Basis dieser EuGH-Entscheidung ist Ende Juni nun auch der Oberste Gerichtshof (OGH), Österreichs höchste Instanz in Zivil- und Strafsachen, zu dem Urteil gelangt, dass eine damals im Rahmen einer einstweiligen Verfügung angeordnete Sperre von kino.to durch das Oberlandesgericht Wien zu Recht erlassen worden war. Österreich: OGH urteilt zu Websperren, Rechteinhaber reagieren weiterlesen

BGH erlaubt 7-Tage-Speicherung

Der BGH hat auch nach dem EUGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung die siebentägige Speicherung der Telekom als rechtskonform angesehen.

Nach Ansicht der Richter sind die Erwägungen des EUGH „auf die hier im Streit befindliche siebentägige Speicherung von IP-Adressen zu den in § 100 Abs. 1 TKG bestimmten Zwecken nicht übertragbar. Die Speicherung erfolgt nicht für die Zwecke der Strafverfolgungsbehörden, sondern im Interesse des Netzbetreibers.“

BGH, Urteil vom 3.7.2014, AZ.: III ZR 391/13 BGH erlaubt 7-Tage-Speicherung weiterlesen

USA: Bundesgericht Speicherort für Durchsuchungsbeschluss unwichtig

Das US-Justizministerium will wegen Drogenermittlungen Daten bei Microsoft einsehen. Die gewünschten Daten sind aber nicht in den USA sondern in Dublin gespeichert. Deshalb hat Microsoft Widerspruch gegen den Durchsuchungsbefehl eingelegt. Diese Beschwerde wurde nun abgewiesen, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, hatte dazu festgestellt, der Durchsuchungsbeschluss umgehe “vorhandene formale Prozeduren, die zwischen der EU und den USA vereinbart wurden, wie das gegenseitige Rechtshilfeabkommen.”

www.sueddeutsche.de/digital/us-gerichtsentscheid-microsoft-muss-ermittlern-auch-daten-aus-europa-liefern-1.2072643

www.zdnet.de/88197426/auch-eu-kommission-unterstuetzt-microsoft-im-kampf-gegen-us-durchsuchungsbefehl/

TOR unsicher und …?

Nachdem Unbefugte monatelang das Tor-Netzwerk manipuliert haben, warnt selbst Tor davor, das Nutzer deanonymisiert werden könnten.

Das Netzwerk zur Anonymisierung wird wesentlich von den USA finanziert, während Geheimdienste – auch der amerikanische – versuchen dieses zu knacken. Der russische Geheimdiesnt bietet inzwischen sogar Hackern eine Belohnung für einen Angriffsweg.

www.spiegel.de/netzwelt/web/tor-betreiber-warnen-vor-moeglicher-identifizierung-a-983764.html