Archiv der Kategorie: Alle (Deutsch)

Oboom: Uploader betrogen?

Der Sharehoster oboom hat anscheinend seine Uploader seit mehreren Monaten nicht mehr bezahlt. Damit dürfte für einige Uploader der Versuch, mit Inhalten an denen sie keine Rechte haben Geld zu verdienen, gescheitert sein.

Zwei Raubkopierportale, die Blogs hd-load.org und xvid-load.org, verlinken inzwischen nicht mehr auf oboom. Damit dürfte es für oboom schwerer geworden sein, Geld von Premiumkunden zu erhalten aus denen die Uploader bezahlt werden.

Für die Premiumkunden selber stehen nicht mehr so viele illegale Inhalte zur Verfügung und es besteht die Gefahr, dass auch sie – insbesondere bei Jahresabos – ihre Geldleistung abschreiben müssen.

https://tarnkappe.info/oboom-com-vor-dem-aus/

 

Drogen und Mobilfunk sind die Schwerpunkte der Überwachung der Telekommunikation

Das Bundesamt für Justiz hat am 7.1.2015 die Statistiken zur Telekommunikationsüberwachung für 2013 veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass die von den Gerichten und Staatsanwaltschaften angeordnete Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation überwiegend den Mobilfunkverkehr betrifft:
70,3 % Mobilfunk
18,0 % Internet
11,7 % Festnetztelekommunikation

Insgesamt gab es 22.917 Erst- und Verlängerungsanordnungen in 5.669 Verfahren. Dies entspricht in etwa den Wert des Vorjahres.

Zu den wichtigsten Anordnungsbereichen (> 1.000 Anordnungen) gehören:
10.771 * Betäubungsmittelgesetz
2.047 * Bandendiebstahl
1.863 * Mord und Totschlag
1.745 * Betrug und Computerbetrug
1.548 * Raub und Erpressung

Am unteren Ende der Aufstellung (< 50 Fälle) befinden sich:
48 * Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften
24 * Kriegsverbrechen
15 * Straftaten nach dem Außenwirtschaftsgesetz
11 * Bankrott
Weniger als je 5 Anordnungen gab es zu den Bereichen Abgeordnetenbestechung, Straftaten gegen die Landesverteidigung, Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung oder den Straftaten nach dem Grundstoffüberwachungsgesetz.

Pressemitteilung:
www.bundesjustizamt.de/DE/Presse/Archiv/2015/20150107.html

Statistiken:
www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Justizstatistik/Telekommunikation/Telekommunikationsueberwachung_node.html

 

AG München: Teilnahme an ausländischem Online-Glücksspiel ist strafbar

Das AG München hat einen Spieler, der an einem ausländischen Online-Glücksspiels  teilgenommen hat, wegen „Teilnahme an einem unerlaubten Glücksspiel“ zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt. Auch ein „Gewinn“ von über 60.000 € verfällt.

[AG München, Urteil vom 26.09.2014; Az.: 1115 Cs 254 Js 176411/13]

www.gluecksspiel-und-recht.de/urteile/Mitspielen-bei-Online-Black-Jack-ist-strafbares-Gluecksspiel-Amtsgericht-M%C3%BCnchen-20140926/

 

345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs

Laut Berechnungen von torrentfreak hat Google 2014 insgesamt 345 Millionen Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten aus den Suchergebnissen gelöscht, eine Steigerung von 75 % zum Vorjahr.

Die meisten Löschungen erfolgten bei den Filehostern 4shared.com, rapidgator.net und uploaded.net, jeweils über fünf Millionen Links. 345 Mio. Löschungen bei Google – nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen

Kanada: Warnhinweise eingeführt

In Kanada können Rechteinhaber seit dem 2.1. diesen Jahres Personen, die sie bei Urheberrechtsverletzungen im Internet  (Tauschbörsen) erwischt haben, Warnhinweise zukommen lassen. Dazu müssen sie dem Provider die ermittelte IP zukommen lassen damit dieser dann eine entsprechende Warnung an den Anschlussinhaber sendet.

Provider müssen diese Vorgänge 12 Monate speichern und für die zivilrechtliche Verfolgung Akteneinsicht gewähren.

Zusätzlich sind VPNs gezwungen 6 Monate lang ihre Daten zu speichern, damit auch über VPNs begangene Urheberechtsverletzungen nach diesem Schema bearbeitet werden können.
http://torrentfreak.com/canadian-isps-vpns-now-alert-pirating-customers-150102/
www.heise.de/newsticker/meldung/Kanadische-Provider-muessen-Warnhinweise-an-Copyright-Suender-schicken-2508523.html

Spanien: Fußball-Livestream-Dienst geschlossen

Das illegale Sport-Streamingangebot „wiziwig.tv“, welches insbesondere Spiele der britischen „Premier League“ kostenlos anbot, wurde von den Betreibern geschlossen.

Mit dem Serverstandort in Spanien wäre die Seite von dem ab dem 1.1. geltenden neuen spanischen Leistungsschutzrecht betroffen gewesen, welches hohe Strafen vorsieht. Zudem gibt es in Spanien wohl mehrere Urteile, die auch das Verlinken auf illegale Dateien verbieten.

Kurz nach der Schließung wurde dann auf einen anderen illegalen Dienst verwiesen, der nicht in Spanien sitzt und über die Server des auf bei Urheberrechtsverletzungen im Filmbereich beliebten Hoster Cloudflare angeboten wird.

www.chip.de/news/Wiziwig-tot-Illegale-Live-Streams-eingestellt-Nachfolger-ist-da_75333417.html

TOR: Anonymität für Kindesmissbrauch

TOR-Aktivisten betrachten den Anonymisierungsdienst als wesentliche Unterstützung der Meinungsfreiheit und betonen gerne die Wichtigkeit des Projekts für Menschen, die in Staaten leben, wo die Presse- und Menschenrechte stark eingeschränkt ist.

 

Eine Studie von Dr Gareth Owen, University of Portsmouth, der mit seinem Team 40 Tor-Relays betrieben und deren Datenverkehr ausgewertet hat, zeigt nun wofür TOR wirklich genutzt wird:

 

Die Wissenschaftler haben die Art des Angebots der ca. 45.000 Websites im Darknet ausgewertet und deren Nutzung abgeschätzt:

  • Whistelblower machen 5% der Seiten aus, aber nur 0,1 % des Verkehrs im Darknet.
  • Drogen sind das Thema von 24 % der Seiten und sorgen für 5 % des Verkehrs.
  • Der sexuelle Missbrauch von Kindern macht 2 % des Angebots aus, sorgt aber für über 80 % des Verkehrs.

 

www.theguardian.com/technology/2014/dec/31/dark-web-traffic-child-abuse-sites

http://darkwebnews.com/videos/dr-gareth-owen-tor-attacks-countermeasures/

www.heise.de/newsticker/meldung/31C3-Kinderpornografie-im-Tor-Netzwerk-stark-nachgefragt-2507444.html

 

 

Zugangsdaten von Pornoseiten veröffentlicht

Mit 13.000 Datensätzen wurde zu Weihnachten eine eher kleine Menge an Zugangsdaten zu Pornoseiten und einigen anderen Internetanbietern veröffentlicht. Der Datensatz enthält die jeweiligen Zugangsdaten der Kunden und deren Kreditkartenangaben. Ob alle Daten echt sind ist unklar. Auch die Mischung verschiedenere Anbieter deutet weniger auf einen Hack als auf andere Beschaffungsmaßnahmen wie Pishing oder Bot-Netzwerke hin.

www.gulli.com/news/25411-lulzxmas-hacker-veroeffentlichen-13000-kundendaten-bekannter-porno-seiten-2014-12-28

www.golem.de/news/anonymous-zugangsdaten-von-spiele-und-pornoseiten-veroeffentlicht-1412-111371.html