Archiv der Kategorie: Alle (Deutsch)

Erpressung die Zweite ?

Nach Vorwürfen des Börsenvereins, das Amazon Buchverlage durch Lieferverzögerungen zu höheren Rabatten bei E-Books zwingen wolle, wurde nun ein weiterer Fall des Machtmissbrauchs bekannt:

Das Netzwerk der Indie-Labels, Worldwide Independent Network (WIN) beschuldigt YouTube, die Labels zu einem Vertragsabschluss zu zwingen, der eine Bezahlung vorsieht, die weit unter der von Rdio, Deezer, Spotify und anderen Streamingservices liegt.
Sie würden die Indies nahezu erpressen, zu unterschreiben. Wenn sie diesen Vertrag nämlich nicht unterschreiben, so sagt WIN, drohe Youtube damit, alle Videos des Labels zu blockieren. YouTube habe sich direkt mit Briefen an die einzelnen Labels gewendet.

www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/streit-um-rabatte-deutscher-buchhandel-wirft-amazon-erpressung-vor-a-970633.html

www.wecab.info/3390-youtube-droht-indies-mit-dem-sperren-ihrer-inhalte/#more-3390

Netzneutralität – Gebühren für schnelle Leitungen

Über die meist positive Einstellung der Provider zu einem Verkauf von Zusatzleistungen und der damit verbundenen Einschränkung der Netzneutralität berichtet eine Artikel von heise, der auch daraufhin weißt, dass kleine Provider kaum eine Chance haben von Netzentgelten zu profitieren.

In den USA scheinen momentan Microsoft, Google, Facebook und Netflix Sonderentgelte zu zahlen, Apple verhandelt darüber.

www.heise.de/newsticker/meldung/Netzneutralitaet-als-Sache-des-Marktes-Deutsche-Provider-loben-FCC-2195359.html

www.heise.de/mac-and-i/meldung/Bericht-Apple-bezahlt-Provider-fuer-bessere-Datenanbindung-2195220.html

Falsche Hetze gegen Google?

Der Newsdienst Torrentfreak behauptet, dass Google fast alle Links zum Filesharer Rapidgator.net gelöscht hätte und die Betreiber nun Wochen warten müssten, bis legale Links wieder angezeigt würden.

Auf den deutschen Seiten von Google ist diese Behauptung von Torrentfreak nicht nachzuvollziehen. Google gibt an weniger als 50 % der gefunden Links gelöscht zu haben.

Letztendlich stellt sich aber die Frage, wieso der Betreiber eines Filehosters überhaupt weiß, welche der Dateien legal sind und wieso er dann die anderen – also illegalen Dateien – in seinem Angebot belässt? Falsche Hetze gegen Google? weiterlesen

Hilfe bei Cybermobbing gegen Jugendliche

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der letzten Woche eine Petition zur besseren Unterstützung von Opfern von Cybermobbing an das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben.
In der Petition wird gefordert, dass alle Einträge über Personen, die in Suchmaschinen oder Informationsdiensten für die Öffentlichkeit bereitstehen, bei schriftlichem Einspruch mit einem „Button“– – vergleichbar mit einer presserechtlichen Gegendarstellung – –versehen werden müssen, wenn sie denn nicht aufgrund des Einspruchs sofort gelöscht werden. Hilfe bei Cybermobbing gegen Jugendliche weiterlesen

Veranstaltungsberichte

Beim Berliner Pub Talk diskutierten Thomas Robl (Büro Dr. Günter Krings MdB) und Videothekenvertreter Jörg Weinrich (IVD) mit dem Publikum über das Urheberrecht. Den Bericht dazu finden Sie unter:

http://berlinerpubtalk.de/urheberrecht-schuetzen-loeschen-sperren-abmahnen/
oder
www.netzpiloten.de/urheberrecht-schuetzen-loeschen-sperren-

Zum 6. DACH-Forum Urheberrechtsschutz liegt nun der Veranstaltungsbericht vor. Sie finden ihn unter:
www.gvu.de/25_228_6_DACH_Forum_Urheberrechtsschutz_nennt_Loesungen_Austausch_Wissenstransfer_und_Vernetzung_zentrale_Anliegen_der_Veranstaltung.htm

Über diese Veranstaltung berichtet auch Philipp Zimmermann Mitarbeiter bei MdB Herbert Behrens (Die Linke):
www.netzpiloten.de/ein-besuch-auf-dem-dach-urheberrechtsforum/

Buchpiraterie: Bezahlung je Titel

Tarnkappe.info vermutet, dass das Buchpiraterieangebot lul.to nun Provisionen für „verkaufte“ Titel anbietet. Der Preis kann dabei wohl vom Uploader, der auch der Autor sein kann, selber festgelegt werden. Angeblich erhält er die Hälfte des „Verkauf“-Preises. Über bitcoins kann die Auszahlung gefahrlos erfolgen. Allerdings werden Preisvorschläge in Höhe des regulären Verkaufspreises abgelehnt.

http://tarnkappe.info/meinung-buchpiraterie-auf-provisionsbasis/

Bittorrent Tracker sperrt Nutzer aus

Um zu verhindern, das Anti-Pirateriedienste die IP-Adressen, derjenigen erhalten, die Raubkopien im P2P-Bereich verbreiten, sperrt man nun IP-Adressen aus, die man Überwachungsfirmen zuordnet.
Sicherheitshalber werden zusätzlich VPN-Dienste und Proxys ausgesperrt, da auch diese von den Kontrolleuren genutzt werden könnten. Man nimmt dabei in Kauf, dass auch „Kunden“ den Dienst nicht mehr „sicher“ erreichen können.

http://torrentfreak.com/public-bittorrent-trackers-ban-piracy-monitoring-outfits-140523/

 

File-Hosting-Dienstes „Uploaded“ haftet für Kunden

Rasch Rechtsanwälte haben mehrere Urteile vorgelegt, nach denen der Filehoster Uploaded für die durch seine Kunden begangenen Urheberrechtsverletzungen haftet, da er bereits auf gleichartige Rechtsverletzungen hingewiesen wurde. Dies haben das Landgericht (LG) Leipzig und das LG München in einem von Rasch Rechtsanwälte geführten Verfahren bestätigt File-Hosting-Dienstes „Uploaded“ haftet für Kunden weiterlesen

Studie zeigt: Bezahlsysteme sind „Lebensadern“ der Share- und Videohoster

Eine vom Videofachhandel in Auftrag gegebene und durch die Filmförderanstalt (FFA) unter­stützte Studie hat die Nutzung von Zahlungsdienstleistern bei der illegalen Verbreitung urhe­ber­rechtlich geschützter Werke im Internet untersucht. Das Ergebnis: die meist anonymen Betreiber der Share- und Videohoster schöpfen das gesamte Spektrum moderner Bezahl­sys­teme aus, um sich ihre „Dienste“ vom Endverbraucher vergüten zu lassen. Bei durch­schnitt­lichen Gebühren von 8,30 Euro für ein Monats- und 54,30 Euro für ein Jahresabo ein Millionengeschäft für die Hoster.

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 55 Video- und Share­hoster unter die Lupe genom­men. Da­bei zeigte sich zunächst, dass jedes einzelne Angebot darauf ausgelegt ist, Einnah­men zu ge­nerieren. Studie zeigt: Bezahlsysteme sind „Lebensadern“ der Share- und Videohoster weiterlesen

Schweden erhalten Serverdaten einer kanadischen Torrent-Seite

Nach einem Bericht von Torrenfreak hat es das schwedische Antipiratbyran geschafft, dass der Hoster einer solchen Torrent-Seite, Netelligent, eine Kopie des Servers nach Schweden geben musste. Dass dies gelang, obwohl in Kanada Torrent-Seiten eigentlich legal sind, soll am von beiden Staaten unterzeichneten internationalen Rechtshilfeabkommen “Mutual legal assistance treaty (MLAT)” liegen.

http://torrentfreak.com/how-sweden-gained-access-to-a-canada-hosted-torrent-site-140517/