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Facebook verstieß gegen Facebook-Policy

Die Facebook-Manipulation des Nachrichtenstroms für eine Studie verstieß nicht nur gegen die ethischen Forschungrichtlinien, sondern – wie der Guardian jetzt veröffentlicht hat – auch gegen die damals gültige Facebook-Policy.

Diese selbst erteilte Erlaubnis zur Verwendung von Inhalten zur Forschung wurden nämlich erst Monate nach der Manipulation der Inhalte für diese Studie geändert. Zum Zeitpunkt der Studie hat nicht einmal die Facebook-Policy einen solchen Eingriff in die Datennutzung vorgesehen. Facebook verstieß gegen Facebook-Policy weiterlesen

Interview mit Prof. Liesching zum Jugendmedienschutz

Prof. Dr. Marc Liesching erläutert FSM-Geschäftsführer Otto Vollmers seine Kritik an den aktuellen JMStV-Vorschlägen und seine Ideen für einen modernen Jugendschutz im Internet.

Themenspektrum des einstündigen Gesprächs: Konvergenz, Widersprüche im System, Gefährdungsstufen des Jugendmedienschutzes, Versagen der Medienaufsicht etc.

www.youtube.com/watch?v=x10DmKrtBPw&feature=youtu.be

BGH: Kein zivilrechtlicher Auskunftsanspruch bei Verleumdung

Auf einem Bewertungsportal hatte ein anonymer Nutzer falsche Tatsachen über einen Arzt verbreitet. Auf Verlangen des Arztes wurden die unwahren Behauptungen von dem Internetportal gelöscht. Das Portal weigerte sich aber dem Arzt Name und Anschrift des „Lügners“ zu geben.

Während die ersten Instanzen noch für den Arzt entschieden, hat der BGH heute anders geurteilt. Mangels gesetzlicher Grundlage ist eine Übermittlung der Daten nicht erlaubt:
„Der Betreiber eines Internetportals ist in Ermangelung einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage im Sinne des § 12 Abs. 2 TMG grundsätzlich nicht befugt, ohne Einwilligung des Nutzers dessen personenbezogene Daten zur Erfüllung eines Auskunftsanspruchs wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung an den Betroffenen zu übermitteln.“

Unstrittig ist hingegen, dass dem Kläger Unterlassungsansprüche gegen das Portal zustehen können. Außerdem ist eine Strafverfolgung möglich:
„Darüber hinaus darf der Diensteanbieter nach § 14 Abs. 2, § 15 Abs. 5 Satz 4 Telemediengesetz (TMG) auf Anordnung der zuständigen Stellen im Einzelfall Auskunft über Bestands-, Nutzungs- und Abrechnungsdaten erteilen, soweit dies u. a. für Zwecke der Strafverfolgung erforderlich ist.“

[BGH: Urteil vom 1. Juli 2014 – VI ZR 345/13]

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2014&Sort=3&nr=68159&pos=0&anz=102

Österreich: Privatsender verklagt Google

Der österreichische Privatsender Puls 4 hat Google wegen der Verletzung seine Urheberrechte verklagt, da User auf YouTube selbstständig Inhalte des Senders hochladen können.
Puls 4 klagt nun auf Unterlassung, da YouTube Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung leiste. „Wir wehren uns dagegen, dass es YouTube ermöglicht, von uns hergestellte Inhalte illegal hochzuladen, ohne zu fragen und ohne Urheberrechte abzugelten“, so Geschäftsführer Breitenecker.

Da YouTube die Inhalte kenne und die Clips sortiert, nach Themen ordnet und verknüpft, liege eine eindeutig eine „redaktionelle Bearbeitung“ vor. Durch die Vermarktung der Videos mit Werbung komme zudem auch das Wettbewerbsrecht ins Spiel.

www.it-press.at/apameldung/ITM_20140627_ITM29510717519092992/puls-4-klagt-google

Frankreich: Anti-Amazon-Gesetz

In Frankreich wurde das sogenannte „Anti-Amazon-Gesetz“ nun endgültig verabschiedet. Damit verbietet das Preisbindungsgesetz zukünftig die Kopplung des zulässigen 5%-Rabattes mit kostenfreien Lieferungen.
Man erhofft sich durch die neue Regelung eine Stärkung des stationären Buchhandels, da dieser nun günstiger sein kann, als reine Online-Shops.
www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2014/06/30/huerde-fuer-die-onliner.htm

Google-Glass-Verbot im Kinosaal

Der britische Kinoverband hat eine Woche nachdem die Datenbrille in Großbritannien verfügbar ist, ein Verbot derselben ausgesprochen. Phil Clapp, Chef des Kinoverbands dazu: „Customers will be requested not to wear these into cinema auditoriums, whether the film is playing or not.“
Weitere Verbote, u.a. in Krankenhäuser werden erwartet.

www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/google-glass-to-be-banned-from-all-uk-cinemas-9570686.html

Irland: Angst vor dem bösen Mann

Der irische Providerverband und Hotline.ie haben untersucht, was im Internet aus Sicht der Eltern für ihre Kinder besonders gefährlich ist.
Dabei eindeutig auf Position eins, die Angst, dass die Kinder gefährliche Menschen im Internet treffen könnten. Danach kommen Pornographie und unsoziales Verhalten/Cyberbulling .
Eines der weiteren Ergebnisse: 30 % kümmern sich gar nicht um das was ihr Kind im Netz treibt.


www.irishexaminer.com/technology/children-meeting-strangers-online-parents-main-fear-273168.html

Angst vor Malware schreckt etwas von der Nutzung unlizenzierter Software ab.

Nach Angaben der BSA (Business Software Alliance) und dem Marktforschungsunternehmen IDC ist weltweit der Anteil nicht lizenzierter Software von 42 auf 43 % gestiegen.
Allerdings sank der Wert in der EU und Deutschland um jeweils 2 Prozentpunkte. In der EU sind nun 31 % der Software nicht lizenziert und in Deutschland 24 %.
Als Hauptgrund des Rückgangs wird die Angst vor Schadprogrammen genannt.  Angst vor Malware schreckt etwas von der Nutzung unlizenzierter Software ab. weiterlesen