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Hongkong: Studie zu Piraterieboxen

Die Coalition Against Piracy hat untersucht, inwieweit pirateriefähige Set-Top-Boxen in Hongkong genutzt werden.

Die von YouGov durchgeführte Studie zeigt, dass jeder vierte Verbraucher in Hongkong eine Set-Top-Box besitzt, mit der sich raubkopierte TV- und Filminhalte streamen lassen.

Von allen Verbrauchern, die eine solche Set-Top-Box besitzen, gab fast die Hälfte (49%) an, dass sie ihre Abonnements für legale Pay-TV-Dienste ganz oder teilweise gekündigt hätten.
Etwas mehr als jeder Vierte (26%) gab an, das Abonnement bei einem lokalen Premium-Anbieter als direkte Folge des Besitzes einer Piraterie-Box gekündigt zu haben, 21% gaben das gleiche für ihre internationalen Abonnements an. Fast ein Fünftel (19%) gab an, einen Teil ihres traditionellen Kabel-TV-Angebote nach dem Kauf eines Geräts gekündigt zu haben.

https://torrentfreak.com/pirate-tv-boxes-used-by-quarter-of-hong-kong-consumers-180625/

OLG München zu unzulässigem Haftungsausschluss auf Reiseportal

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte seine Klage gegen die Euvia Travel GmbH (sonnenklar.tv) wegen mehrerer Haftungsbeschränkungen in den Geschäftsbedingungen des Vermittlers gewonnen.
Nach Ansicht des Gerichts darf der Vermittler weder die Haftung für das Zustandekommen des Reisevertrags noch die Haftung für eigenes Verschulden oder die Richtigkeit der Reiseangaben generell ausschließen.
[Urteil des OLG München vom 12.04.2018, Aktenzeichen 29 U 2138/17 – nicht rechtskräftig]

https://www.vzbv.de/pressemitteilung/haftungsausschluss-auf-reiseportal-unzulaessig

OLG München bestätigt Sperre von kinox.to

Im Einstweiligen Verfügungsverfahren um die Sperre von kinox.to hat Vodafone erneut verloren. Das OLG München hat entschieden, dass Vodafone weiterhin das Streamen des Films „Fack Ju Göhte 3“ über kinox.to verhindern muss.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/oberlandesgericht-vodafone-muss-kinox-to-weiter-sperren-a-1213252.html

https://twitter.com/mmoszkowicz/status/1007175904840290304?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Enews%7Ctwgr%5Etweet

EFF will Gelder für Filesharingseite sichern

Weil PayPal nun endlich nicht mehr helfen will, eine der ältesten Tauschbörsen der Welt zu finanzieren, haben die Internetaktivisten der „Electronic Frontier Foundation“ (EFF) versucht zu intervenieren. PayPal hat sich aber nicht darauf eingelassen und die Überweisung von Spenden über PapyPal an die Seite nun endgültig abgeschaltet.
Offen ist, wie die EFF zur Finanzierung anderer illegale Geschäfte im Netz steht.

https://www.eff.org/deeplinks/2018/06/following-copyright-law-should-be-enough-even-when-payment-processors-say-it-isnt

Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings

Im Rahmen des vom Bundeskriminalamt koordinierten „Aktionstags zur Bekämpfung von Hasspostings“ sind seit heute Morgen, 06.00 Uhr, 20 Polizeidienststellen in Berlin, Bayern, Brandenburg, Hessen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Rahmen des Aktionstags im Einsatz. Sie führen Wohnungsdurchsuchungen, Vernehmungen und weitere Maßnahmen gegen 29 Beschuldigte durch. Den Tätern wird vorgeworfen, strafbare Hasskommentare im Internet gepostet zu haben, etwa die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, antisemitische Beschimpfungen oder fremdenfeindliche Volksverhetzungen. Der „einfache Mausklick“ zur Verbreitung von Hass im Netz kann für die Täter schwerwiegende Folgen haben: Volksverhetzung in sozialen Netzwerken oder Onlineforen wird mit Freiheitstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2018/Presse2018/180614_AktionstagHasspostings.html

Amazon sperrt einige chinesische Händler

Durch Recherchen von Süddeutscher Zeitung und WDR wurde im März bekannt, dass mindestens 3.000 chinesische Verkäufer Amazon für Geschäfte in Deutschland nutzten, ohne eine Umsatzsteuernummer angegeben zu haben.
Das zuständige Finanzamts Berlin-Neukölln hat, nach Recherchen von WDR und Süddeutscher Zeitung, sogenannte Auskunftsersuchen an Amazon gestellt. Auf diesen „Druck“ hin hat Amazon mehr als 500 verdächtige Händler aus China von Geschäften über Amazon Marketplace ausgeschlossen und ihre Waren in „Quarantäne“ genommen.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/online-handel-amazon-sperrt-hunderte-chinesische-haendler-1.4014935