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NetzDG: Weniger Beschwerden als erwartet

Bisher haben sich deutlich weniger Personen wegen mangelnder Löschungen in sozialen Netzwerken gemeldet als erwartet. Bis Ende November sind beim Bundesamt für Justiz (BfJ) erst 704 Meldungen über das Online-Formular eingegangen. Der Gesetzgeber hatte jährlich 25.000 Meldungen und 500 Bußgeldverfahren erwartet.

Es hat aber auch kein Overblocking gegeben. Die SPD-Netzpolitikerin Saskia Esken stellte fest: : „Die großen Befürchtungen hinsichtlich des Overblocking, dass also Netzwerke im vorauseilenden Gehorsam mehr löschen, als sie sollten, sind jedenfalls nicht eingetreten.“

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/loeschung-von-hasskommentaren-bundesbehoerde-registriert-kaum-beschwerden-ueber-soziale-netzwerke/23741996.html

EU veröffentlicht “Counterfeit and Piracy Watch List”

Analog der US-amerikanischen USTR-Liste hat nun auch die EU-Kommission eine Liste über Seiten außerhalb der EU vorgelegt, die Piraterie und Markenfälschungen betreiben oder dabei eingebunden sind.
Aufgeführt werden viele bekannte Betreiber, so Cloudflare (USA) oder Private Layer (Schweiz).
Der Pirateriebereich ist untergliedert in:

  • Cyberlocker
  • Stream-ripping websites
  • Linking or referrer websites
  • Peer-to-peer and BitTorrent indexing websites
  • Unlicensed pay per download sites
  • Websites for Piracy Apps
  • Hosting providers
  • Ad-Networks

http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2018/december/tradoc_157564.pdf

Italien: Zehn Millionen Euro Datenschutzstrafe für Facebook

Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat Facebook zu zwei Strafen von insgesamt 10 Millionen Euro wegen zwei Verstößen gegen den Datenschutz verurteilt. Dabei wird bestraft, dass Nutzer  bei der Kontoeröffnung nicht angemessen darüber informiert werden, dass ihre Daten für kommerzielle Zwecke gesammelt werden. Zudem werden Daten ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer an andere Plattformen weitergegeben, dies kann auch vom Nutzer nicht ausreichend unterbunden werden.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Zehn-Millionen-Euro-Datenschutzstrafe-in-Italien-4245630.html

4,6 Millionen Italiener konsumieren illegale Sportstreams

Rund 4,6 Millionen Italiener über 15 Jahre konsumieren Sportinhalte aus illegalen Quellen, wie eine vom Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführte Studie zeigt. 2017 gab es 21 Millionen illegale Übertragungen von Live-Sportarten, wobei rund 35% der Streaming-Piraten illegale aber kostenpflichtige IPTV-Dienste nutzen.
https://torrentfreak.com/4-6-million-italians-consume-pirated-sports-content-181204/

YouTube war die wichtigste Quelle für Pirateriestreams ‚Fury / Wilder‘

Nach Angaben von MUSO wurden zehn Millionen illegale Versionen des Boxkampfs Wilder gegen Fury  angesehen. YouTube war mit 18,3% die mit Abstand führende Quelle für die illegalen Streams, gefolgt von Ripple.is (12,8%) und Vipleague.lc (9,4%).
Insgesamt hat das Unternehmen 133 Piraterie-Streaming-Domains und 80 YouTube-Live-Links aufgespürt. auf denen der Kampf zu sehen war.
https://torrentfreak.com/youtube-was-the-top-source-for-pirated-fury-vs-wilder-streams-181204/

YouTube entfernt „Kodi No Limits“

YouTube hat den Kanal „Kodi No Limits“ (600.000 Abonnenten), gefüllt mit Hunderten von „Lehrvideos“ über Kodi, entfernt. Die Löschung erfolgte aufgrund von Meldungen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Twitter-Account und andere Social Media Seiten (Instagram) sind immer noch aktiv.
https://torrentfreak.com/youtube-terminates-kodi-no-limits-account-with-600k-subscribers-181204/

Brein: Erfolge gegen illegale IPTV-Angebote

Torrentfreak berichtet, dass BREIN insgesamt schon 225 Unternehmen dazu gebracht hat, keine illegalen IPTV-Boxen mehr in ihren Ladenlokalen zu verkaufen. Zusätzlich 50 weitere Anbieter haben von selber aufgegeben, bevor es Ärger gab.
Zudem haben nach Maßnahmen von BREIN seit Anfang des Jahres 75 illegale VoD- und IPTV-Anbieter ihr Angebot eingestellt. Sie mussten 300.000 Euro Kosten, Strafen etc. zahlen. Weitere außergerichtliche Verfahren laufen noch.

https://torrentfreak.com/anti-piracy-group-brein-stopped-75-pirate-iptv-sellers-this-year-181128/

Australisches verbessert Anti-Piraterie-Gesetz

Das australische Parlament hat mehrere Änderungen des Urheberrechts beschlossen:

  • Proxy- und Mirror-Sites zu Piraterieangeboten über die bereits ein Gericht entschieden hat, können ohne weitere Gerichtsentscheidung gesperrt werden.
  • Suchmaschinen müssen gesperrte Seiten aus ihren Ergebnissen entfernen oder zurückstufen.
  • Zukünftig können auch Seiten gesperrt werden, deren Ziel eine Erleichterung der Rechtsverletzung ist, wie zum Beispiel File-Hosting-Angebote.

https://torrentfreak.com/australian-parliament-passes-tough-new-anti-piracy-law-181128/

Immer mehr Krypto-Miner – insbesondere von illegalen Seiten

Nach Angaben von Kaspersky ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software in 2018 um 83 Prozent gestiegen und löst Ransomware als größte Bedrohung ab. In den ersten drei Quartalen gab es über fünf Millionen entsprechende Online-Attacken (Vorjahreszeitraum 2,7 Mio.).
Laut Kaspersky Lab fängt man sich diese Art von Malware insbesondere bei der Installation und Verwendung nicht lizensierter Software und illegalen Inhalten ein.

https://futurezone.at/digital-life/krypto-miner-sind-groessere-bedrohung-als-ransomware/400338301

IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote

Für diese AdHoc Studie haben FDS File Defense Service und der IVD die Intermediäre der illegalen IPTV Streams genauer angesehen. Für diesen Zweck wurden 25 relevante Webseiten untersucht, die regelmäßig Playlisten in Form von M3U Files (Sender- und Kanallisten) zur Verfügung stellen.

Solche Sender- und Kanallisten bringen einen Sender von IPTV Streams und den Empfänger auf sehr bequeme Art und Weise zusammen. Der M3U File wird lediglich in ein Programm geladen und schon bekommt der Empfänger Senderlisten und Zugang zu den Sendern in seinem Programm angezeigt.
Noch bequemer wird es mit Set-Top Boxen. Sehr oft sind das sogenannte KODI Boxen, diese „zaubern“ dann den Inhalt auf den eigenen TV Bildschirm.

Das Geschäftsmodell, warum solche Webseiten M3U Files (Sender- und Kanalliste) kostenlos verteilen, beruht auf dem Anfüttern der Kundschaft. In der Regel haben die M3U Files eine sehr kurze eingebaute Lebensdauer von 12-24 Stunden.
Der geneigte Nutzer muss sie also quasi permanent erneuern, um weiter in den Genuss der kostenlosen Services zu kommen. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann sich diesen Aufwand mit einem Abonnement vom Halse schaffen. Diese illegalen Subskriptionen kosten dann nur einen Bruchteil des Preises der legalen Angebote. Für 10 Euro oder sogar weniger im Monat gibt es Hunderte von Kanälen, darunter auch viele PayTV Sender.
Kein Wunder, denn die Vertreiber haben keinerlei Beschaffungskosten für die Inhalte, die sie vermarkten.

Basis dieser Studie sind rund 45.000 Sender- und Kanallisten, die von den 25 Webseiten verteilt werden. Diese Listen führten zu 211.000 analysierbaren illegalen IPTV Streams, die nachfolgend nach der Herkunft (dem Rechenzentrum) analysiert wurden. Außerdem wurde die Datenheimat der M3U Files verteilenden Webseiten betrachtet. Dabei wurde bei Rechenzentren, die über mehrere Länder verteilt sind, jeweils der Sitz der Hauptgesellschaft als Herkunftsland genommen. IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote weiterlesen