Amazon zeigt kein Interesse an einem Vorgehen gegen illegale Angebote

Der Spiegel berichtet anhand eines Beispiels aus dem Projektorenverkauf über das mangelhafte Interesse von Amazon gegen Rechtsverletzungen auf der Plattform vorzugehen.

Für den Verkauf von Elektronikprodukten benötigt man in Deutschland eine WEEE-Nummer, die sicherstellen soll, dass Hersteller ihre Altgeräte wie vorgeschrieben zurücknehmen. Dennoch gibt es unzählige Angebote die dagegen verstoßen.
Erste Beschwerde eine Projektorenhändlers versandeten im Nirwana und als er endlich einen Ansprechpartner hat, muss – trotz 300 Beispielen – jeder Falle einzeln gemeldet werden.

Trotz Meldung sind noch 10 % der Angebote online. Händler, die Rechtsverstöße begehen, können weiter anbieten.
Vorbeugende Maßnahmen werden nicht ergriffen. Trotz eindeutiger rechtlicher Vorschriften muss die WEEE-Nummer nicht bei der Erfassung neuer Angebote angegeben werden.

Romy Seifert, Referentin für Wettbewerbsrecht bei der IHK Mittlerer Niederrhein, stellt immer häufiger fest, „dass Anbieter aus Drittländern sich oftmals nicht an die zahlreichen EU-Kennzeichnungs-, Registrierungs- und Informationspflichten im Verkauf an den Endverbraucher halten“.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/amazon-sieht-zu-wie-china-den-deutschen-onlinehandel-ruiniert-a-1242474.html