Brein: Erfolge gegen illegale IPTV-Angebote

Torrentfreak berichtet, dass BREIN insgesamt schon 225 Unternehmen dazu gebracht hat, keine illegalen IPTV-Boxen mehr in ihren Ladenlokalen zu verkaufen. Zusätzlich 50 weitere Anbieter haben von selber aufgegeben, bevor es Ärger gab.
Zudem haben nach Maßnahmen von BREIN seit Anfang des Jahres 75 illegale VoD- und IPTV-Anbieter ihr Angebot eingestellt. Sie mussten 300.000 Euro Kosten, Strafen etc. zahlen. Weitere außergerichtliche Verfahren laufen noch.

https://torrentfreak.com/anti-piracy-group-brein-stopped-75-pirate-iptv-sellers-this-year-181128/

Australisches verbessert Anti-Piraterie-Gesetz

Das australische Parlament hat mehrere Änderungen des Urheberrechts beschlossen:

  • Proxy- und Mirror-Sites zu Piraterieangeboten über die bereits ein Gericht entschieden hat, können ohne weitere Gerichtsentscheidung gesperrt werden.
  • Suchmaschinen müssen gesperrte Seiten aus ihren Ergebnissen entfernen oder zurückstufen.
  • Zukünftig können auch Seiten gesperrt werden, deren Ziel eine Erleichterung der Rechtsverletzung ist, wie zum Beispiel File-Hosting-Angebote.

https://torrentfreak.com/australian-parliament-passes-tough-new-anti-piracy-law-181128/

Immer mehr Krypto-Miner – insbesondere von illegalen Seiten

Nach Angaben von Kaspersky ist die Anzahl bösartiger Krypto-Mining-Software in 2018 um 83 Prozent gestiegen und löst Ransomware als größte Bedrohung ab. In den ersten drei Quartalen gab es über fünf Millionen entsprechende Online-Attacken (Vorjahreszeitraum 2,7 Mio.).
Laut Kaspersky Lab fängt man sich diese Art von Malware insbesondere bei der Installation und Verwendung nicht lizensierter Software und illegalen Inhalten ein.

https://futurezone.at/digital-life/krypto-miner-sind-groessere-bedrohung-als-ransomware/400338301

Frankreich – La Grande Nation, wenn es um illegales IPTV geht

Wie wichtig der Themenkomplex illegaler Verbreitung von TV Inhalten über das Internet (IPTV) ist, zeigt eine kleine Anfrage der FDP aus dem Oktober 2018.
Ganz offensichtlich nahm die FDP eine Studie des Verbandes Vaunet aus dem August 2018 zum Anlass, die Anfrage zu stellen. In der Studie des Verbandes wurde das Nutzungsverhalten von Konsumenten untersucht und versucht den wirtschaftlichen Schaden zu beziffern. Dieser betrug demnach 700 Millionen Euro, allein für Deutschland.

Die Anbieterseite fehlt allerdings in der Betrachtung. Illegale Angebote stehen aber nicht isoliert da, sie bedürfen zum Funktionieren vieler Intermediäre, die bei der Lösung des Problems aber eine wichtige, wenn nicht gar die entscheidende Rolle spielen. Eine Schlüsselfunktion stellen insbesondere die Rechenzentren dar, von denen aus illegale IPTV Streams in die weite Welt des Internets „gesendet“ werden. Frankreich – La Grande Nation, wenn es um illegales IPTV geht weiterlesen

IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote

Für diese AdHoc Studie haben FDS File Defense Service und der IVD die Intermediäre der illegalen IPTV Streams genauer angesehen. Für diesen Zweck wurden 25 relevante Webseiten untersucht, die regelmäßig Playlisten in Form von M3U Files (Sender- und Kanallisten) zur Verfügung stellen.

Solche Sender- und Kanallisten bringen einen Sender von IPTV Streams und den Empfänger auf sehr bequeme Art und Weise zusammen. Der M3U File wird lediglich in ein Programm geladen und schon bekommt der Empfänger Senderlisten und Zugang zu den Sendern in seinem Programm angezeigt.
Noch bequemer wird es mit Set-Top Boxen. Sehr oft sind das sogenannte KODI Boxen, diese „zaubern“ dann den Inhalt auf den eigenen TV Bildschirm.

Das Geschäftsmodell, warum solche Webseiten M3U Files (Sender- und Kanalliste) kostenlos verteilen, beruht auf dem Anfüttern der Kundschaft. In der Regel haben die M3U Files eine sehr kurze eingebaute Lebensdauer von 12-24 Stunden.
Der geneigte Nutzer muss sie also quasi permanent erneuern, um weiter in den Genuss der kostenlosen Services zu kommen. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann sich diesen Aufwand mit einem Abonnement vom Halse schaffen. Diese illegalen Subskriptionen kosten dann nur einen Bruchteil des Preises der legalen Angebote. Für 10 Euro oder sogar weniger im Monat gibt es Hunderte von Kanälen, darunter auch viele PayTV Sender.
Kein Wunder, denn die Vertreiber haben keinerlei Beschaffungskosten für die Inhalte, die sie vermarkten.

Basis dieser Studie sind rund 45.000 Sender- und Kanallisten, die von den 25 Webseiten verteilt werden. Diese Listen führten zu 211.000 analysierbaren illegalen IPTV Streams, die nachfolgend nach der Herkunft (dem Rechenzentrum) analysiert wurden. Außerdem wurde die Datenheimat der M3U Files verteilenden Webseiten betrachtet. Dabei wurde bei Rechenzentren, die über mehrere Länder verteilt sind, jeweils der Sitz der Hauptgesellschaft als Herkunftsland genommen. IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote weiterlesen

France – La Grande Nation when it comes to illegal IPTV

request by the German political party the FDP in the Bundestag in October 2018 shows how important the issue of illegal distribution of TV content via the Internet (IPTV) really is.
Obviously, the FDP based their request on a study carried out by the Vaunet association from August 2018. The association’s study examined the usage behaviour of consumers and tried to quantify the economic damage. According to the study, this amounted to € 700 million for Germany alone.

However, the provider’s view is missing in the analysis. Illegal services are not isolated. They require many intermediaries to function. These intermediaries play an important, if not decisive, role in solving the problem. A key role is played in particular by data centres from which illegal IPTV streams are „sent“ into the world wide web. France – La Grande Nation when it comes to illegal IPTV weiterlesen

IPTV – Data centres for illegal streaming services

For this ad hoc study, FDS File Defense Service and the IVD took a closer look at the intermediaries of the illegal IPTV streams. For this purpose, 25 relevant websites were examined. The sites regularly provide playlists in the form of M3U files (station and channel lists).

Such channel lists bring together a channel of IPTV streams and a receiver in a very convenient way. The M3U file is simply loaded into a program and the customer can see the channel lists and gets access to the channels in his program.
It becomes even more convenient with set-top boxes. Very often these are so-called KODI boxes, which then “conjure” the content on the TV screen.

The “free of charge” business model is used by such websites to distribute M3U files in order to lure in customers. Normally, M3U files have a very short lifetime (12 to 24 hours). Therefore, the user has to renew them permanently to use the free services. To avoid this hassle customers can simply pay a subscription fee. These illegal subscriptions cost only a fraction of the price of legal offers. For a mere € 10 or less a month there are hundreds of channels, including many Pay-TV channels.
This is not surprising because the distributors do not have any procurement costs for the content they market.

This study is based on approximately 45,000 transmitter and channel lists which are distributed by 25 web pages. These lists led to 211,000 analyzable illegal IPTV streams which were subsequently analyzed by origin (the data centre). In addition, the data home of the M3U Files distributing websites were examined. In the case of data centres spread over several countries, the headquarters of the main company was taken as the country of origin. IPTV – Data centres for illegal streaming services weiterlesen

33.600 Internet-Domains beschlagnahmt

Im Rahmen einer internationalen Operation hat die Intellectual Property Crime Coordinated Coalition (IPC3) von Europol 33.654 Domänennamen beschlagnahmt, die gefälschte und raubkopierte Gegenstände online verbreitet haben.
Die britische PIPCU (City of London Police’s Intellectual Property Crime Unit) hat im Rahmen dieser Maßnahme über 31.000 Seiten beschlagnahmt.
Neben den beschlagnahmten Domänennamen haben die Beamten auch 12 Verdächtige verhaftet, Hardware blockiert sowie mehr als eine Million Euro auf mehreren Bankkonten, Online-Zahlungsplattformen eingefroren.

https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/operation-takes-down-over-33-600-internet-domains-selling-counterfeits-goods

http://news.cityoflondon.police.uk/r/1151/pipcu_takes_down_over_31_000_sites_in_internation

Podcast: Was steckt hinter der Mail-Kampagne gegen die EU?”

Im Interview mit Christoph Keese beschreibt Volker Rieck, wie Politik durch digitale Kampagnen beeinflusst wird. Mitten in den politischen Willensbildungsprozess zur EU-Urheberrechtsreform platzte eine groß angelegte Mail- und Twitter-Kampagne. Abgeordnete fanden sich massiv unter Druck gesetzt, gegen den Entwurf zu stimmen.
Volker Rieck, Unternehmer und Blogger aus der Nähe von Hamburg, recherchierte die Hintergründe der Kampagne und beschrieb die Vorgänge im August in einem großen Beitrag für die FAZ („Anatomie eines Politik-Hacks“). Er wies nach, dass hinter der Kampagne nur eine Handvoll von Firmen samt ihrer PR-Agenturen steckte. Allen gemeinsam ist große Nähe zu Google.

hy Podcast- Folge 35: Volker Rieck, was steckt hinter der Mail-Kampagne gegen die EU?
bei https://soundcloud.com/hy-podcast/folge-35-volker-rieck

DKHW: Gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat eine Studie zu den Persönlichkeitsrechten von Kindern bei der digitalen Mediennutzung erstellt. Nachfolgend die Pressemeldung des DKHW:

„Zwischen Pragmatismus, Hilflosigkeit, Sorge und Ignoranz“ – Studie zu Persönlichkeitsrechten von Kindern im Kontext digitaler Mediennutzung in Familien
Die Nutzung digitaler Medien in Familien führt oftmals zu einer gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, die heute in Berlin vorgestellt wird. Die qualitative Untersuchung des Medienalltags in Familien offenbart, dass Eltern zwar bemüht sind, ihren Kindern einen möglichst sicheren Zugang zu digitalen Medienangeboten zu ermöglichen. Gleichzeitig stehen Familien aber den Risiken digitaler Mediennutzung heute aber oftmals hilflos gegenüber. Diese Hilfslosigkeit trifft insbesondere bei der Nutzung sozialer Netzwerkdienste wie WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat und YouTube zu. Zusätzlich finden in diesen Medienformaten die Mitbestimmungsrechte der Kinder bei Veröffentlichung persönlicher Daten durch die Eltern nur selten ausreichend Beachtung. DKHW: Gravierenden Gefährdung der Persönlichkeitsrechte von Kindern weiterlesen