Übernimmt die deutsche Funanga AG die Geldtransfers im Graubereich?

Tarnkappe beschreibt den Zahlungsdienst cashtocode der Berliner Funanga AG. Dieser wird vermehrt bei Sharehostern eingesetzt, da er anonyme Zahlungen ermöglicht. Man vermutet, dass dieser Dienst im Graubereich Paysafe ersetzen wird, da er vielen Regulierungen, die für Paysafe gelten, nicht unterliegt. Im Gegensatz zum „Geldersatz“ Paysafe werden hier jeweils nur einzelne Zahlungen vorgenommen.

https://tarnkappe.info/cashtocode-ersetzt-paysafecard-im-bereich-diskreter-payments/

Astroturf instead of grass roots: When clicktivism meets hard reality

Last weekend, several organizations called for a „Day of Action“ with demonstrations throughout Europe against the planned EU Copyright Directive. Among the supporters of the events were the Pirate Party, the Left, the Greens and the network association Load e.V. (FDP).

The saveyourinternet.today website created an overview map of all 27 demonstrations. Although this page, like many other pages of the campaign, has no legal notice or stated privacy policy as required by GDPR it has nonetheless been linked by Change.org and others—groups that ordinarily assert an interest in privacy.
In any case the cards weren’t put on the table. Again.

Illustration: Saveyourinternet.today with calls and links to the demonstrations.
Operator of this site unknown, data protection notice missing. The WhoIs details lead to WhoIs Guard in Panama.


The „Day of Action“ in Germany

The first event was Mainz on Saturday, August 25, 2018, where prominent members of the Bundestag such as Tabea Rösner (Die Grünen) and Manuel Höferlin (FDP) performed.
Nevertheless, they only spoke in front of about 30 participants.
While the poor attendance at the event in Mainz was notable – it was far from the worst showing of the day for the declared opposition to the copyright directive. Astroturf instead of grass roots: When clicktivism meets hard reality weiterlesen

Kunstrasen statt Graswurzel: Wenn Clicktivismus auf harte Realität trifft

Am vergangenen Wochenende riefen mehrere Organisationen zu einem „Day of Action“ mit Demonstrationen in ganz Europa gegen die geplante Urheberrechts-Richtlinie der EU auf.
Zu den Unterstützern der Veranstaltungen gehörten u. a. die
Piraten Partei, die Linken, Die Grünen sowie der Netzverein Load e.V. (FDP).

Die Webseite saveyourinternet.today hatte eine Übersichtskarte aller 27 Demonstrationen erstellt.
Obwohl auch diese Seite, wie schon zahlreiche andere Seiten der Kampagne, kein Impressum, geschweige denn eine Datenschutzerklärung aufweist, wurde sie fleißig verlinkt u. a. von Change.org. Offenes Visier sieht anders aus. Sorgfalt auch.

Abbildung: Saveyourinternet.today mit Aufrufen und Links zu den Demonstrationen.
Betreiber der Seite unbekannt, Datenschutzhinweis fehlt. Die WhoIs Angaben führen zu WhoIs Guard in Panama.

 

Der „Day of Action“ in Deutschland
Den Auftakt bildete Mainz am Samstag, den 25.08.2018. Dort traten durchaus prominente Bundestagsmitglieder wie Tabea Rösner (Die Grünen) oder auch Manuel Höferlin (FDP) auf. Dennoch sprachen sie nur vor ca. 30 Teilnehmern. Kunstrasen statt Graswurzel: Wenn Clicktivismus auf harte Realität trifft weiterlesen

Google speichert unzulässig Standortdaten

Google-Apps wie Google Maps sammeln laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP Standortdaten von Nutzern, obwohl eine klar benannte Option deaktiviert wurden. Selbst wenn die Option „Location History“ ausgeschaltet ist, wertet Google demnach den Standort des Nutzers aus und speichert diesen.
In den USA wurde Klage eingereicht. In Deutschland verlangt das Bundesjustizministerium von Google Informationen über den Umgang des Unternehmens mit den Standortdaten seiner Nutzer.

https://futurezone.at/netzpolitik/google-wird-geklagt-wegen-heimlichen-speicherns-von-standortdaten/400094999

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/justizministerium-verlangt-klarstellung-von-google-zu-standortdaten-a-1225119.html

Fake-Shops: 4,4 Millionen Opfer in Deutschland

Nach einer Untersuchung der „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale Brandenburg sollen 4,4 Millionen Bundesbürger Opfer von Fake-Shops geworden seien.
Eine genauere Untersuchung von 5.000 Seiten hat ergeben, dass die allermeisten davon (4.425) in Deutschland registriert sind oder waren (.de-Domain). https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/kriminalreport/fake-shops-102.html

Vgl. auch:
http://webschauder.de/die-denic-und-fakeshops-sorry-aber-da-kann-man-echt-nichts-machen/ und
http://webschauder.de/denic-und-fakeshops-update/

OLG Dresden: Facebook darf „Hassrede“- Postings löschen

Nach einer Entscheidung des OLG Dresden darf Facebook als „Hassrede“ eingestufte Postings löschen und den betreffenden User zeitweilig sperren. Dies gilt auch dann, wenn die betreffenden Inhalte nicht gegen die Regelungen des NetzDG verstoßen, denn das NetzDG stellt lediglich das untere juristische Mindestmaß klar. Der Betreiber einer Online-Plattform ist jedoch befugt, eigene, viel strengere Kriterien aufzustellen.
[OLG Dresden, 08.08.2018, Az.: 4 W 577/18]

https://www.online-und-recht.de/urteile/Hassrede-Klausel-in-Facebook-AGB-wirksam-Oberlandesgericht-Dresden-20180808/

BMG und Cox einigen sich auf Vergleich

BMG und der US-Internetprovider Cox haben sich auf einen Vergleich geeinigt, dessen Details jedoch nicht veröffentlicht wurden.
Der Internetprovider war nicht gegen Kunden vorgegangen, die über Bit Torrent millionenfach illegal Musik hoch- und heruntergeladen hatten. In einem Verfahren wurde Cox zu einer Strafzahlung von 25 Millionen Dollar verurteilt. Das Urteil wurde allerdings wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben.
Nach einem „substanziellen Ausgleich“ von Cox hat BMG das Verfahren nun freiwillig einstellen lassen.

https://torrentfreak.com/cox-pays-substantial-settlement-to-end-repeat-infringer-piracy-lawsuit-180827/

Boxkampf von von YouTubern – illegale Übertragungen dominierten

Fast 800.000 Nutzer haben sich über YouTube einen Boxkampf zwischen zwei Youtube-Stars angesehen. Der Stream kostete jeweils 8 Euro.
Aber rund 1,2 Millionen Zuschauer verfolgten das Event illegal über die Konkurrenzplattform Twitch. Die Amazon Tochter bekam die im Minutentakt erscheinenden illegalen Streams nicht eingedämmt. Einzelne Übertragungen zählten dort über 400.000 Zuschauer.

https://futurezone.at/digital-life/ksi-vs-logan-paul-2-millionen-zuschauer-bei-youtuber-boxkampf/400100159

Studie zur Fernsehpiraterie

Nach einem Gutachten von Goldmedia im Auftrag vom VAUNET – Verband Privater Medien nutzen 1,9 Millionen Personen in Deutschland regelmäßig illegale Live-TV-Signale und ersetzen dadurch in hohem Maße die Nutzung legaler Bewegtbildangebote. Zu den meistgenutzten illegalen linearen TV-Inhalten gehören insbesondere Sport, fiktionale Inhalte und Dokumentationen.

Den Medienunternehmen entgehen damit Einnahmen von mehr als 430 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt, also inklusive der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, liegt der Umsatzschaden sogar bei rund 700 Millionen Euro. Damit verbunden sind Steuerausfälle von jährlich 170 Millionen Euro.

Besonders intensiv ist die Fernsehpiraterie bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 23 Jahren: Fast ein Drittel der Gesamtnutzung illegaler linearer TV-Streams entfällt auf diese Altersgruppe. Den höchsten Anteil illegaler Nutzung machen junge Männer im Alter von 18 bis 23 Jahren aus: 12 Prozent der Zielgruppe nutzen regelmäßig illegale lineare TV-Streams, im Durchschnitt 90 Minuten pro Tag. Die überwiegende Mehrheit der jungen Männer bewerten den Zugang zu illegalen TV-Inhalten als einfach oder sehr einfach.

https://www.vau.net/pressemitteilungen/content/fernsehpiraterie-verursacht-wirtschaftlichen-schaden-700-millionen-euro